AW: Grand Theft Auto IV
Hab gerade auf cynamite.de ein Mega-Preview gelesen. Top! Viel Spaß damit:
Exklusive Vorschau: Grand Theft Auto 4
Games Aktuell exklusiv bei Rockstar Games in New York! Nur hier lesen Sie, wie sich zwei der ersten Missionen spielen.
Unser Besuch in New York beginnt mit unterschwelligen Botschaften, denn beim Fußmarsch vom Hotel zum Rockstar-Office sehen wir an Bushaltestellen und Laternenmasten Aufkleber mit dem markanten "IV"-Symbol. Das Rockstar-Logo am Eingang dürfen wir noch filmen, dann heißt es "Kamera aus!". Schade, so können wir den bestens ausgestatteten Präsentationsraum nicht zeigen, aber doch zumindest beschreiben: Inmitten der Lautsprecher der Dolby-Digital-Anlage steht ein mächtiger 60-Zoll-Plasmafernseher. Zwar kein Full-HD-Gerät, aber das ist nicht schlimm, denn vorerst werden alle Rockstar-Spiele "nur" in 720p, also mit 1280 x 720 Pixeln programmiert. Dass das trotzdem super aussehen kann, dazu später mehr…
Ungewöhnlich, aber letztlich sinnvoll: Die drei Rockstar-Jungs, die übrigens nicht namentlich genannt werden wollen, zeigen uns die 45-minütige Präsentation zweimal hintereinander. "Lehn dich erstmal zurück und schau dir alles in Ruhe an – beim zweiten Mal erklären wir dann alles", lautet die Begründung. Gut so, denn dadurch entgeht uns – und Ihnen, liebe Leser – kein Detail. Los geht’s!
Waffen beschaffen
Erste Szene: Niko Bellic steht morgens mitten auf dem Times Square in New York, respektive Liberty City. Ein weiterer Tag in einer weitestgehend noch fremden Stadt steht unserem Immigranten bevor. Der erste Fußmarsch führt Niko zu seinem Bekannten Little Jacob. Denn unser "GTA IV"-Held braucht eine Waffe – und Little Jacob hat den ganzen Kofferraum voll. Bellic
greift zur Neun-Millimeter-Pistole. "Heute kann man nicht einfach in New York in den Waffenladen gehen und eine Pistole kaufen. Die muss man sich anderweitig besorgen", begründet Rockstar den Wegfall der traditionsreichen "Ammu-Nation"-Shops.
Ein Police Officer namens Francis McReary hat etwas gegen Niko Bellic in der Hand und "bittet" ihn deshalb um einen Gefallen. Bellic soll einen Anwalt der Kanzlei Goldberg, Ligner & Shyster beseitigen. Um Mr. Goldberg möglichst unauffällig zu begegnen, will sich Niko bei der Kanzlei bewerben – um dann beim Vorstellungsgespräch zuzuschlagen.
Taxi fahren 2.0
Niko lässt sich per Taxi ins Internet-Cafe "Totally Wireless" kutschieren. Wo wir auch schon bei einer der wichtigsten Neuerungen von "GTA IV" wären: dem passiven Taxifahren. Nahm man in den bisherigen Folgen immer auf dem Fahrersitz Platz und verdiente sich bei Bedarf mit Taximissionen ein paar Dollar dazu, so ist man nun auf Wunsch ein ganz normaler Fahrgast, der von A nach B will.
Der Clou dabei: Auf diese Weise kann man jeden Ort in Sekundenschnelle erreichen! Man setzt den Zielpunkt auf der Karte und überspringt per Knopfdruck die Fahrt dorthin. Auch Sonderwünsche erfüllt der Taxifahrer. Hat Niko Hunger? Kein Problem, das Yellow Cab fährt ihn zum nächsten Fast-Food-Restaurant. Ist Niko verletzt? Auch da hilft der Taxifahrer und bringt ihn zum Krankenhaus.
Auf Wunsch kann man sich die Fahrt auch in kompletter Länge geben. Dann sitzt man auf der Rückbank und schaut vorn oder seitlich aus dem Fenster. Das macht vor allem zu Spielbeginn Sinn, um sich etwas Orientierung in Liberty City zu verschaffen – oder um einfach das Treiben in der Metropole zu bewundern.
Übrigens ist innerhalb von Missionen das Taxifahren eingeschränkt. Denn wer von der Polizei verfolgt wird, der findet kein Yellow Cab, das ihn mitnimmt.
Im Internet-Cafe angekommen steuern wir einen freien PC an. "Jeder Computer im Spiel verschafft Niko Zugang zum Internet", so Rockstar. Dabei unterscheidet sich die Bedienung nicht von gängigen Web-Browsern. In unserem Fall landen wir mit wenigen Klicks auf der Website von Goldberg, Ligner & Shyster – und schicken dorthin unsere Bewerbung.
Jetzt machen wir uns auf den Weg zu einem Treffen mit Officer McReary, der uns bereits über die zweite Mission informiert. Denn erstmals gibt es größere Missionen wie unsere Anwaltsgeschichte, die sich über mehrere Tage erstrecken. In der Zwischenzeit führt man kleinere Missionen aus. Kompliziert? "Nun, das Leben eines Kriminellen heutzutage ist nicht einfach", so Rockstar.
Handyfun
Auch als Chefredakteur eines Spielemagazins hat man viele Termine – und verliert dank technischer Hilfsmittel nicht den Überblick. Niko Bellic macht's genauso! Sein Handy ist Telefon, Messenger, Organizer, Foto-Kamera und GPS in einem. Beispiel: Auf dem Weg zu McReary klingelt Nikos Handy – Mr. Goldbergs Sekretärin Karen ist dran: "Ich möchte Sie zu einem Vorstellungsgespräch heute um 14 Uhr einladen." Niko trägt den Termin in seinen Handy-Kalender ein und wird dann automatisch und rechtzeitig daran erinnert. Dazu Rockstar: "Im finalen Spiel ist der Termin für das Bewerbungsgespräch erst einige Tage später, aber für diese Präsentation wurde der Ablauf gestrafft." Und was ist, wenn man den Termin verpasst? "Kein Problem, Karen beschwert sich zwar, gibt Niko aber einen neuen Termin – und dann wieder und wieder, wenn es sein muss."
Wir erreichen Officer McReary und sehen die erste Cutscene. Die Dialoge und Zwischensequenzen gehören seit jeher zu den Highlights von "GTA" und so sind wir wenig überrascht, dass auch dieses Mal Sprecher und Drehbuchautoren einen tollen Job gemacht haben. Schon nach den ersten Sätzen kommt rüber, was für ein harter Hund Niko Bellic ist – und wie unsympathisch McReary wirkt. Neu ist, dass dank HD-Grafik nun die Mimik viel besser zur Geltung kommt und so noch mehr Emotionen vermittelt werden.
Spoiler-Warnung!
Mitten im Gespräch zwischen Niko Bellic und Officer McReary meinen die Rockstars, uns einen Gefallen tun zu müssen – und drehen kurzzeitig den Ton herunter. "Hier kommt ein Spoiler und wir wollen ja nicht den Spaß verderben" hören wir als Begründung. Hey, echt nett von euch, Jungs…
Sei's drum, Hauptsache wir kennen jetzt unseren zweiten Auftrag. Und zwar sollen wir einem zu neugierigen Fotografen, der ein paar Schnappschüsse von McReary gemacht hat, den Memory Stick aus der Digicam stehlen.
Netterweise hat McReary uns einen Wagen klar gemacht – ein Porsche Carrera. Zumindest sieht er so aus, allerdings gibt es auch in "GTA IV" keine "echten" Autos. Doch außer dem Logo fehlt unserem "Comet" wenig zu einem echten Zuffenhausener. Ansonsten gibt’s auf den Straßen Liberty Citys alles, was Räder hat. Ferraris, BMWs, Mustangs, Lieferwagen, SUVs, VW Jettas, Müllwagen...
So, nachdem wir bisher die ganze Zeit zu Fuß beziehungsweise per Taxi unterwegs waren, sitzen wir endlich selbst am Steuer. Sofort fällt die veränderte Positionierung der Kamera ins Auge. Standardmäßig ist diese tiefer als bisher angesiedelt – und vor allem etwas nach links versetzt. Die Rockstar-Jungs scheinen unsere leichte Skepsis zu spüren und zögern nicht, diese Entscheidung zu begründen. "Man sitzt eben im Auto auf der linken Seite, also ist die neue Perspektive realistischer. Außerdem ergibt sich daraus seine längere, geradere Perspektive als früher." Nun, mal schauen, wie schnell sich die Spieler daran gewöhnen werden. Und schließlich gibt es ja auch weitere Kameraperspektiven. Diese haben wir allerdings noch nicht gesehen.
Bei unserer Fahrt zum Fotografen hilft das verbesserte GPS. Erstmals ist nicht nur der Zielort markiert, sondern auch der optimale Weg dargestellt, und zwar mit einer gelben Linie. Wer kannte nicht die Verwirrung bei Überführungen oder Einbahnstraßen in früheren "GTA"-Folgen? Das hat nun dankenswerterweise ein Ende.
Zurück zu unserer Fotografen-Mission. Wir erreichen eine Aussichtsplattform und wie auf Zuruf meldet sich unser Handy: Eine SMS ist da. Die Textnachricht kommt von Officer McReary, und darin steht die Handynummer des Fotografen, um den wir uns kümmern sollen. Zack, zack, kopiert Niko die Nummer aus der SMS in seine Kontakteliste.
Unser Held weiß nicht, wie der Fotograf aussieht. Und da laufen verdammt viele Leute mit Kameras herum. Also wählen wir die Nummer der Zielperson (aus) und schauen, wer jetzt in diesem Moment abnimmt. Aha! Wir entdecken jemanden, der sein Handy zum Ohr führt – und kurz danach kommt ein fragendes "Hallo" durch unseren Lautsprecher. Wir verwi- ckeln den Angerufenen in ein kurzes Gespräch, legen dann auf und checken nochmal die Lage. Und tatsächlich: Die potenzielle Zielperson steckt ihr Handy wieder ein.
Tumult in Liberty City
Jetzt muss es schnell gehen. Wir rennen zu dem Typen hin, der zufälligerweise eine Kamera bei sich hat. Zwei Kopfschüsse später ist das Chaos perfekt. Passanten laufen schreiend durch die Gegend. Wir ziehen den Memory Stick aus der Kamera unseres Opfers und rennen davon. Dabei fällt auf, dass es drei Geschwindigkeiten zu Fuß gibt: Gehen, joggen und rennen. Beim Sprint geht Niko nach einiger Zeit die Puste aus. Dafür gehören die Zeiten von nur acht Laufrichtungen der Vergangenheit an: Niko beherrscht nun den geschmeidigen Kurvenlauf.
Weitere Neuerung: Unser offensichtlich getuntes GPS am linken unteren Bildrand zeigt jetzt eine Vielzahl von sich bewegenden Punkten, die für Polizisten zu Fuß sowie für motorisierte Cops stehen. Außerdem liegen über dem Gebiet ein engerer und ein weiterer Kreis. Diese symbolisieren zwei Such-Levels. Für den Spieler gilt es nun, schnellstens aus dem engeren Umfeld zu entkommen, denn hier sind die Polizisten am aggressivsten. Und wenn man auch den weiteren Kreis verlässt, ist man praktisch erstmal untergetaucht.
Die Radien der Kreise hängen unter anderem von der Schwere der Tat ab und davon, wie viel Aufmerksamkeit man bei der Ausführung der Straftat erregt hat.
Niko ist ganz gut zu Fuß, trotzdem sollten wir uns jetzt schleunigst ein Auto suchen, um rasch zu entkommen. Dabei fällt auf, dass jetzt viel mehr Autos abgeschlossen sind. Ist ja auch irgendwie logisch im Jahre 2007. Doch kein Problem für Niko Bellic: Mit dem Pistolengriff schlägt er einfach die Scheibe der Fahrertür ein und steigt ein. Jetzt aber schnell weg hier! Tja, zu früh gefreut, denn natürlich fehlt der Schlüssel. Also muss Niko erst den Wagen kurzschließen, was noch mal ca. drei Sekunden dauert. Endlich läuft der Motor und wir düsen davon. Da uns niemand beim Einsteigen in den Wagen gesehen hat, verringert sich der Suchradius der Polizei – und in wenigen Sekunden sind wir in Sicherheit.
Die erste Mission ist geschafft. Doch Zeit zum Durchatmen bleibt kaum, denn gerade erinnert uns unser Handy-Kalender an den Vorstellungstermin bei Goldberg, Ligner & Shyster. Da wir in den schäbigen Klamotten (siehe Bilder) unmöglich bei einer Anwaltskanzlei antanzen können, fahren wir schnell zu "Perseus", der Edel-Boutique für den Mann