Die machen einfach andere Filme und das merkt ihnen auch an. Die ganze Kultur versucht sich teilweise streng von amerikanischen Einflüssen abzuwehren, wobei das immer mehr zunimmt. Finde auch eine ganze Reihe von französischen Filmen sehr gelungen. Viele durfte ich dank der Schule sogar im O-Ton schauen.
Neben dem offensichtlichen Kandidaten
Ziemlich beste Freunde, gefällt mir
Les Choristes (Die Kinder des Monsieur Mathieu), da der Film hauptsächlich mit Laien besetzt wurde, man dies ihm trotzdem nicht anmerkt. Schauen möchte ich noch
Jeune et jolie von François Ozon. Der soll im sehr gut gelungen sein.
Sollte man sich wirklich auf solch eine niedrige Ebene begeben?
Zunächst einmal zum Film.
Ich bin zwar kein Experte, bevorzuge jedoch eher ältere Filme, auch unter den französischen Filmen. Ich schaue jetzt nicht so viele Filme, um beurteilen zu können, ob die Franzosen sich in letzter Zeit zwanghaft im Filmbereich abgrenzen möchten. Das haben sie meiner Meinung nach nicht nötig, da sie schon immer witzgere, anspruchsvollere Filme als die Amerikaner machten.
Ich würde meinen, dass die kulturell generell etwas anspruchsvoller sind. Das merkt man auch in der Literatur, der Musik oder im Bereich der Kunst. Die meisten amerikanischen Produktionen sind so extrem auf den Massenmarkt getrimmt, dass viele Abstriche gemacht werden müssen. Zeigt sich unter anderem daran, dass fast jeder gute nicht-amerikanische Film für ihren Markt extra neuverflimt werden muss, da sie ihn sich sonst nicht anschauen würden.
Leider wählte ich in der Schule den naturwissenschaftlichen Zweig und zog Latein der französischen Sprache vor, sodass ich die Filme nicht im Originalton schauen kann. Durch Übersetzungen gehen viele Witze verloren, aber in "Monsieur Claude und seine Töchter" merkte man davon eher wenig, wenn ich mich auf das Urteil einer Freundin verlassen darf.
Die von dir erwähnten Titel habe ich mir mal notiert, damit ich sie nachholen kann.
Zur niedrigen Ebene.
Es wäre eine schöne Welt, in der sich alle Konflikte gewaltlos lösen ließen. Diese Welt wird es nicht geben.
Die meisten im Internet gebrachten Vergleiche und Bezüge aufs dritte Reich sind stumpf und oft zusammenhanglos. Deswegen mag ich sie eher weniger. Jetzt stelle man sich einmal einen Teil der Bevölkerung vor, der die ersten aufziehenden braunen Tölpelverbände einfach souverän weggekloppt hätte. Stattdessen dachte die Mehrheit sich, dass man nichts tun müsse, solang man nicht selbst betroffen ist. Genau da sind wird wieder seit dem Jahre 2014, wenn nicht schon viele früher.
Heutzutage hat sich die Wahrnehmung im Bezug auf rechtsextreme Gefahren sensibilisiert, was grundsätzlich gut ist. Allerdings hat man sich so sehr darauf verbohrt, dass die Wahrnehmung anderer Gefahren für unsere rechtliche und freiheitliche Ordnung komplett abgestumpft ist. Die Medien trugen einen großen Teil dazu bei.
Daumenschmerzens Äußerung zeigt den derweiligen Status. In der Politik wird diskutiert, doch das meiste bleibt auf einer theoretischen Ebene.
Meinst du wirklich, dass es besser ist, zuzuschauen wie IS-Sympathisanten auf friedliche Demonstranten einkloppen? Ja, unter den Kurden gab es auch genug Gewaltbereite, die mit Messern in der Tasche zur Demonstration in Hamburg kamen. Dennoch verlief diese bis zum Auftauchen dieser Menschenfeinde friedlich! Dass der Staat das duldet, ist traurig genug. Ich werde nicht dulden, dass die Werte meines Landes und dessen Einwohner mit Füßen getreten werden. Das sage ich als angehender Jurist.
