Hauptproblem ist ganz einfach, dass Anträge keinerlei Beweiskraft haben, da man alles reinschreiben kann und dies eben mit Bescheinigungen nachweisen muss. Ich rate dir mal nachzufragen, ob es nicht auch möglich ist beglaubigte Kopien durch den Mitarbeiter machen zu lassen. Dann kannst du das Original behalten und das Jobcenter hat ihr Zeug ebenfalls.
Vorsicht gefährliches Halbwissen!
Wo du hier eine Berechtigung einer Dienstaufsichtsbeschwerde siehst ist mir schleierhaft. Wenn Beweise fehlen, oft aus Dummheit oder Unfähigkeit der Leute, was ich jedoch Taila nicht unterstelle, und das Arbeitslosengeld deshalb nicht bezahlt wird, dann ist dies gerechtfertigt.
Kontoauszüge der letzten drei Monate ab Antragstellung dürfen vom Jobcenter zur Einsichtnahme angefordert werden und bis zur Überprüfung auch einbehalten werden, sind jedoch zurückzugeben nach Entscheidung darüber.
Ganz ehrlich bei dem Verhalten von manchen Arbeitslosen kann ich ein abweisendes Verhalten verstehen. Wollen zwar Geld haben, aber die nötigen Unterlagen hierfür einzureichen oder gerechtfertigte Bezügekürzungen weil sie jedes Jobangebot sind, weil man sich zu fein ist, wollen sie nicht und beschweren sich dann anonym im Internet wie scheiße doch alles sei. Mitleid habe ich sowieso mit solchen Mitmenschen nicht.
Wie gesagt Taila unterstelle ich nichts.
So, wie das Taila schildert, nämlich das da vieles immer unauffindbar ist und sie das doppelt und dreifach wieder machen muß, ist eine Beschwerde schon gerechtfertigt.Vorausgesetzt, man kann beweisen, das man was abgegeben hat, deshalb muß man sich alles schriftlich bestätigen lassen.
Ich weiß, du bist Beamter und siehst das aus der Beamtensicht, bzw.du mußt es....,aber gerade beim JC kann man sich nicht alles bieten lassen, zumal der größte Teil der Menschen unverschuldet dort landet und gern arbeiten möchten.
Einigen wünschte ich, daß sie mal in diese Stuation kommen würden, und ALG2 beantragen zu müssen!
Ist halt auch ein großer Unterschied, wenn man Staatsdiener ist und auf der gegenüberliegenden Seite sitzt "nur" ein Arbeitsloser.
So wird es ja oft gesehen - ich habe da vieles selbst erlebt.
Kontoauszüge dürfen nur eingesehen werden, aber man hat ja nichts zu verbergen und kann denen erlauben, Kopien zu machen, muß man aber nicht.
Mag sein, es gibt sicher Arbeitslose, die versuchen, nur Geld -vielleicht sogar ungerechtfertigterweise - zu bekommen und nicht bereit sind, eine Arbeit anzunehmen, das ist aber ein sehr geringer Prozentsatz.
Und diese Typen bringen viele andere Arbeitslose in Verruf.
Demgegenüber sind halt auch Sachbearbeiter, die ihre Arbeit haupsächlich damit verbringen, Arbeitslose nur zu schikanieren - die Mehrheit wird bestimmt ihre Arbeit schon korrekt machen und das sie da ihre Vorgaben haben, ist schon klar - hier sollte man die Poltiker verdonnern, die viele menschenunwürdige Gesetzte raushauen.
Arbeitslose und JC-Mitarbeiter sollten schon fair miteinander umgehen, dann geht das schon - ich habe hauptsächlich da nur welche erlebt, die sich wie Graf Rotz aufgespielt haben und ihren Fust, sei es familiäre Probleme oder was weiß ich, an Arbeitslose auslassen und die weit über das Ziel hinausschießen, als es denen erlaubt ist nach staatlichen Vorgaben und diese sind schon grenzwertig in Sachen Menschlichkeit.
Taila muß hier halt abschätzen, welche Art Sachbearbeiter sie vor sich hat und entscheiden, sich zu beschweren oder nicht, wenn mir sowas passiert wäre, ständig Unterlagen weg sind und sich immer nur wegen gleichen Sachen sich zu rechtfertigen, würde ich eine Beschwerde einreichen - alles was recht ist, so geht es nicht!
Hoffentlich ist bei Taila wenigstens der Tag der Antragstellung korrekt vermerkt worden, sonst wird alles(bewußt) in die Länge geschoben und sie bekommt dann kein Geld für diese Zeit sondern erst ab Genehmigung...-ist alles schon vorgekommen.
Und Menschen, die keine andere Wahl haben, und staatliche Hilfen beantragen müssen, würde ich nicht Dummheit oder Unfähigkeit unterstellen, da lehnst du dich weit aus dem Fenster.
Denn in dem ganzen Paragraphendschungel und im Ausfüllen von Formularen haben auch oft Beamte Mühe, da durchzublicken und gerade Anträge ausfüllen zu können, da ist oft ein Studium Voraussetzung..., selbst danach wäre man am Verzweifeln.
Sei froh, das dein Leben in ziemlich geordneten Bahnen verlaufen kann, ich gönne es dir.