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Mir geht es heute richtig schlecht - meine Schwiegermutter ist vergangene Nacht von der Haustreppe gestürzt, liegt im Koma und wird künstlich beatmet, Chancen für ein wieder gesund werden gehen gegen Null....
Es ist zwar "nur" die Schwiegermutter, aber wenn man über 30 Jahre gemeinsam in einem Haus wohnt, geht es einen auch an die Nieren, wie bei den eigenen Eltern.
Zur Zeit setzt das Herz noch nicht entgültig aus, ich habe auch keine Ahnung, wie alles weiter geht....,und das Ungewisse schafft einen...und dann noch die wenige Aussicht auf Überlebenschancen, und wenn, dann nur als Pflegefall...
Ich hab wenig Ahnung vom Trainieren. Was ich aber weiß ist, dass es deinem Muskelaufbau schadet wenn du öfter als alle 2-3 Tage trainierst. Für mich klingt das irgendwie so als würdest du jeden Tag ins Studio latschen.
Man man man.
Heute ein Anruf auf Arbeit: Hündin mit Welpen im Wald gefunden.
Ich fahr los, gut 35km waren es.
Den Typen eingeladen.
Hündin irgendwie in eine Transport-Box gekriegt und rasch zurück zur Schicht, da ich meine Kollegin allein lassen musste, mit Arbeit für zwei
Habe ich schon erwähnt, dass die Aktion im Wald bei kompletter Dunkelheit stattgefunden hat und das es ne Rottweiler-Dame war?!?!
Hat nichts mit Rasseklischees oder sonst irgendeinem Blödsinn zu tun. Es ist nur was anderes ob ein Dackel dich töten will oder ein Rotti ;-D
War aber ne ganz ganz Liebe, mehr Glück als Verstand gehabt^^
Glaubt mir, jede Form von Schichtarbeit, lässt die Nacht zum Tag und den Tag zur Nacht werden wobei wir mal wieder bei den Punkt angelangt wären warum es mir momentan schlecht geht
Mir gehts supi
Gesundheit ist wieder im grünen Bereich. Masterarbeit ist im Druck. Der Job macht grade Spass und mein Nebenjob als Berufsschullehrer ist der Hammer. Wenn es nicht so unsagbar kompliziert wäre Lehrer zu werden, würde ich das gerne Vollzeit machen.
Meine Schwiegermutter ist heute Mittag verstorben, und das gerade am Geburtstag meines Mannes.
Ich denke, ich brauche jetzt nichts weiter dazu zuschreiben - uns gehts beschissen....
Immer wenn man glaubt härter geht es nicht mehr, kommt das Leben und belehrt jemanden eines Besseren. So würde ich meine Stimmung zusammenfassen. Ich durfte meine zweite Anhörungsfahrt absolvieren und diesmal war es keine in der geschlossenen Psychiatrie, sondern eine Stadtfahrt. Das heißt man besucht die Betroffen vor Ort entweder zu Hause oder im Altenheim/Krankenhaus.
Der Tag fing schon ziemlich schlecht an, der erste war zuckerkranker Alkoholiker, der außerdem von Ordnung nicht sehr viel hielt, weshalb die komplette Wohnung bzw. das eine Zimmer volluriniert war. Zu mir wurde gesagt das wäre der schlimmste Fall des Tages. Trotzdem freundlich geblieben, auch wenn der Herr doch sehr unverschämt war.
Die nächsten Besuche liefen alle ganz normal ab bis es kurz vor Mittag war. Wir sollten zu einer älteren Dame, schon fast 92 Jahre alt, die mit ihrer Demenz alleine zu Hause lebt, bettlägerig ist und von Pflegedienst betreut wird. Was ich dann erlebte, wird mich bis an mein Lebensende kennzeichnen. Ich hatte mit dem Schlimmsten gerechnet, aber das übertraff alle Vorstellungen.
Die Dame hatte Alzheimer/Demenz, ich kenne leider nicht den genauen Unterschied, im Endstadium und konnte sich überhaupt nicht mehr bewegen. Sie lag einfach nur in ihrem Bett und der Fernseher lief den ganzen Tag, obwohl sie wohl es nicht mehr mitbekommt. Die Pflegekraft meinte auch, dass sie zweimal am Tag vorbei kommt, um sie mit flüssiger Nahrung zu füttern, da sie etwas anderes nicht mehr verträgt. Das dauert auch immer eine Stunde.
Das Traurige für mich war, dass sie gar nichts mehr hatte. Eine Verlegung in ein Altersheim ist aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich und sie braucht die häusliche Pflege teilweise mehrere Stunden am Tag. Sie liegt nur noch in ihrem Bett und starrt auf den Fernseher und wird diesen Raum auch erst verlassen, wenn sie tot ist.
Obwohl ich mich wirklich versucht habe zusammenzureißen, aber ich musste weinen einfach aus Mitgefühl. Weshalb ich auch darüber nachgedacht habe, warum man nicht in Deutschland wie in der Schweiz eine aktive Sterbehilfe einrichtet, bei der man sagt, sollte ich in diesen Zustand kommen, dann möchte sterben. Bisher kann man nur entscheiden, ob lebenserhaltende Maßnahmen, also künstliche Ernährung etc., wünscht, aber nicht dass man zu einem bestimmten Zeitpunkt den Tod bewusst herleitet.
Persönlich würde ich mir wünschen, dass man mir in einer solchen Situation eine Überdosis verabreicht und ich dann ohne Schmerzen einschlafe. Im ersten Moment mag sich das zwar hart anhören, aber auch hier hat jeder wohl eine eigene Meinung dazu.
Ich weiß nur, dass ich jetzt, auch wenn es hart ist, unbedingt meine Ausbildung fortsetzen möchte, damit ich Menschen bei diesen schwierigen Schritten helfen kann. Denn es gibt wirklich tolle Betreuer, die alles dafür tun, damit es solchen Menschen gut geht. Weshalb ich ihnen eine Unterstützung bieten möchte, auch wenn die Einzelschicksale einfach nur sehr hart sind.
Das Ganze geschah schon gestern, aber bis heute lässt es mich nicht mehr los.
Trauriger war für mich nur, als ich dem krebskranken Kind im Kinderhospiz versprochen habe es am nächsten Tag wieder zu sehen und als ich ankam war es tot. Seitdem habe ich mir geschworen nie mehr ein Versprechen zu brechen, was ich auch jeden Tag versuche einzuhalten.
Auch von mir ein wirklich aufrichtiges Beileid an Foxioldi. Ich wünsche dir und den Angehörigen viel Kraft in dieser schweren Zeit und falls dich mein Text belastet, dann entschuldige ich mich an dieser Stelle dafür.
Anky: All das ist scar, spree, foley (nicht mehr) und mein täglich Brot btw.
Grob zusammengefasst ist Alzheimer eine Erkrankung wo man solangsam alles (wirklich alles) vergisst und bei der Demenz sind Eindrücker/Erlerntes noch vorhanden (besonders Gindheitserinnerungen - z.B. Mit alten Kinderliedern kann man sehr schön validieren und den Vornamen).
@foxi: mein Beileid, aber Kopf hoch. Alles hat im Leben einen Grund, auch wenn der Moment sehr unpassend war .
Ja, das Leben geht weiter, was soll man auch halt machen - als mein Vater gerade am besinnlichsten Tag im Jahr, an einem Heiligen Abend gestorben ist, meine Mutter zu Ostern, habe ich schon gelernt, mit vielen Situationen zurecht zukommen.
Und das dieses Mal gerade der Geburtstag meines Mannes voll daneben ging, ist halt mal so, man muß es akzeptieren.
Das Traurigste ist wohl der Ausgangspunkt, der elende Haustreppensturz - aber sich da noch recht reinzusinnen bringt absolut nichts.
Jetzt konzentrieren wir uns erstmal auf die Erledigung aller anstehenden Sachen, um die Beerdigung würdevoll für meine Schwiegermutter über die Runden zu bringen und dann haben wir wieder die Chance, ein normales Leben weiterzuführen und auch sie immer in guter Erinnerung zubehalten.
Nochmal an alle hier vielen, vielen Dank für eure Anteilnahme, hilft auch schon sehr viel.
Geht schon in Ordnung, deine Zeilen belasten mich absolut nicht, meine Eltern waren beide pflegebedürftig, und ich kann daher sehr gut mit der elenden Krebskrankheit umgehen und habe gerade in diesem Punkt schon einiges hinter mir gebracht.
Auch durch solche Situationen wird man gestärkt - ich wünsche dir bei deiner Erledigung deiner Aufgaben auch viel Kraft.