So pauschal würde ich nicht sagen, dass es eine gute Entscheidung gewesen wäre. Erstens, weil nicht jeder Mensch als Therapeut geeignet ist um zu verstehen und zu helfen, und vor allem, weil der Job einem ja auch wahnsinnig viel abverlangt. Man geht ja nicht abends nach Hause und ist auf einmal kein Therapeut mehr und lässt all die Geschichten und Schicksale an der Tür. Man nimmt die mit zum Essen, mit in die Dusche und mit ins Bett und auf Dauer kann einen das selbst ziemlich zerreißen.
Natürlich gibt es zu wenige Therapeuten und vor allem zu wenige gute, die das Zuhören noch nicht leid sind. Aber Therapeut oder Psychologe zu werden ist eien Entscheidung, die sehr gut überdacht werden muss und ich verstehe jeden, der sich dagegen entscheidet.
da hast du auch wieder Recht. Ist ein harter Job. Und nicht jeder ist geeignet.
Aber es gibt auch Supervisionen und co. damit auch die Therapeuten Hilfe haben ihre Arbeit so auszuführen, dass sie nicht unter zu großen Belastung stehen.
Paradoxerweise soll die Zahl der kassenärztlichen Psychotherapeuten weiter reduziert werden, obwohl die WHO davon ausgeht, dass die Depression bis 2030 Todesursache Nummer 1 sein werden. Dazu steigen auch die Prävalenzen der meisten anderen psychischen Krankheiten. Bin gespannt wie lange es noch dauert, bis hier endlich was am System geändert wird und zumindest politisch ermöglicht wird, dass alle Menschen adäquat behandelt werden können.
WTF??? Haben die Verantwortlichen eine komplette Macke? Obwohl dank meiner Eltern (die mal Lehrer waren und deshalb Privat versichert sind) ich privat versichert bin, bin ich ein absoluter Gegner dieser 2 Klassen Medizin.



Ich habe Glück und kann (zur Zeit) alle 2 Wochen Termin haben. Und das brauche ich auch. Hätte ich meine Ärztin all die Jahre nicht behalten, dann währe ich viel öfters mit Beschluss im Krankenhaus.
Und ich kenne zu viele menschen, die sich dass Leben nahmen.

Gerade psychisch kranke Menschen haben selten dass Glück privat versichert zu sein. Viele sind allein. (ich meine jetzt allgemein, ich schreibe
nicht von Personen die ich kenne) , haben schlimme Vergangenheit hinter sich, und haben kein Lebensmut. Kassenärztliche Therapeuten zu reduzieren ist auch eine nicht zu Ende gedachte und unlogische Maßnahme um Kosten zu reduzieren. Denn die Folge von weniger Therapie-Möglichhkeiten kann schnell in diversen Selbst-Mordversuchen ausarten. Nicht nur Menschen, die sterben wollen machen Selbstmord(versuche). Auch kranke Menschen, die nach Hilfe schreien oder spüren wollen dass sie leben. Oft weiß man nicht ob man leben oder sterben möchte.
Und es gibt genügend Menschen, die sich selbst verletzen und mal nebenbei ziemliche Dummheiten in einer krise machen, ohne gleich Selbstmord machen zu wollen aber dann trotzdem ins Krankenhaus müssen, damit zum Beispiel der Magen ausgepumpt werden muss, oder man wird entgiftet,.... Und dann noch Beschlüsse für Kliniken.
Ein guter Therapeut, mit Gesprächsmöglichkeiten alle 2 Wochen (oder mehr nach Bedarf) kann sämtliche, teure Krankenhausaufenthalte vermeiden oder reduzieren.
Sollen Kassenpatienten mit irgendwelchen Medis abgeschossen werden, damit sie sich nichts antun können, aber dank Nebenwirkungen auch nicht wirklich leben können? Die nur noch aus angst sich nichts antun. Auch wenn das Leben nur noch eine Qual ist(und mit schlechten Medikamenten kann das leben zur qual werden) Wie viele Menschen sollen noch leiden? Wie viele Menschen sollen in Angst und Schrecken leben?
