Wie viel aufregender könnte Capcoms Wildnis sein, wenn die Gefahr in
zusammenhängenden Arealen erst allgegenwärtig wäre? Wie viel
motivierender wäre das Verwalten und Kombinieren hunderter Rohstoffe,
wenn man sie jederzeit beliebig sortieren und kombinieren könnte? Und
wie viel spannender würde das Ringen mit den animalischen Giganten sein,
wenn man jederzeit den Überblick hätte? Da ist dieses einmalige Gefühl
von Freiheit, wenn man sich in einer ebenso gefährlichen wie bildschönen
Wildnis selbst versorgen muss, während man fast eine Stunde lang auf
der Jagd ist. Egal ob Wüste, Dschungel, verschlafene Winterlandschaft
oder Wald: Jeder Ausflug ist ein faszinierendes Erlebnis! Dass Monster
Hunter Tri trotzdem frisch wirkt, liegt vor allem an den wundervollen
Aussichtspunkten, an denen man die Seele baumeln lassen kann. Es liegt
an einem Umfang, der selbst ein Disgaea vor Neid erblassen lassen würde.
Und es liegt daran, dass hier jeder sein eigener Meister ist, anstatt
in einem vorgegebenen Moment vor ein Monster gesetzt zu werden. Man
entscheidet selbst, welche Ausrüstung man sich zusammenstellt - und man
macht sich eigenhändig auf die Suche nach dem Material dafür. Man
studiert seine Umwelt und zieht erst dann in die Wildnis, wenn die
richtigen Monster gesichtet wurden. Wenn man dann nach langem Kampf den
Gegner besiegt - das ist Monster Hunter! Dem Mehrspieler-Abenteuer
fehlen vielleicht die Ruhe und dieser spielerische Frieden. Dafür warten
etliche Quests, die Unterstützung des Sprachchats sowie ein
umfangreicher Umschlagplatz in der Online-Stadt. Wenn Monster Hunter
ganz oben mitspielen will, muss es technisch endlich dazulernen.
Packender wird das »Abenteuer Wildnis« allerdings nirgendwo inszeniert!