Lootboxen & Microtransaktionen in Videospielen - Allgemein

LOX-TT

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LOOTBOXEN in Videospielen
Allgemeine Diskussion


Da sich das Thema um die Lootboxen nicht auf alle Spiele-Threads so ausbreiten soll, mach ich jetzt mal einen seperaten Thread auf wo ihr alles zu dem leidigen Thema Lootboxen posten könnt, Spielübergreifend. Viel Spaß
 

Beefi

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Mit einem eigenen Thread pusht man das Thema ja noch mehr. Ich wusste vor 2 Monaten nichtmal was das genau ist. ^^

Meine Meinung ist wer Geld für Items ausgeben will solls machen.
Ich versteh die Konzerne schon, man verkauft ein Spiel und hat dann trotzdem noch die Möglichkeit noch mehr Umsatz zu generieren.

Es soll ja noch immer romantische Zocker geben die meinen, Spiele werden entwickelt um dem Spieler zu gefallen.
Nein, es geht immer nur um die Kohle.
Wie ein Hollywoodfilm, wenn die Umsatzprognosen nicht passen wird gar nicht erst produziert.
 

Ankylo

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Die einzigen Spiele in denen meines Erachtens Lootboxen Sinn manchen sind solche, die eine reine zufallsbasierte Sammelmechanik als Kernelement des Gameplays haben. Das trifft auf Sammelkartenspiele und eben noch Modi wie Ultimate Team zu. In den meisten anderen Spielen scheitert dies, da ich als Spieler eine gewisse Progression erwarte, die mir Lootboxen nicht liefern können. Wenn ich beispielsweise in einem Rollenspiel genügend Gegner besiege, dann wird früher oder später ein seltener Gegenstand auftauchen. Paradebeispiel hierfür sind Borderlands oder Diablo. Alternativ gibt es immer noch die Möglichkeit bestimmte Questreihen abzuschließen oder Gebiete zu erkunden, um Waffen und Rüstungen zu erhalten.

Durch ein System mit Lootboxen werden bisherige Systeme ab absurdum geführt, da eine natürliche Progression fehlt und ich abhängig davon bin, was in Lootboxen finde. In der Realität habe ich noch den Vorteil, dass ich mir genau dieses Päckchen Sammelkarten von Magic the Gathering oder Paninisticker aussuchen kann. Somit habe ich einen geringen Einfluss auf die Entscheidung, obwohl es nach wie vor vom Zufall abhängt, was ich erhalte. Bei Videospielen erledigt dies ein Algorithmus, der für mich unverständlich ist. Ich kann meistens nur den Preis der Lootbox auswählen und erhalte dann eben das Loot. Ohne Einblick in die Entwicklung von Videospielen zu haben, gehe ich davon aus, dass es nicht zufällig ist, was ich erhalte, denn Spieler müssen bei Laune gehalten und zusätzlich noch motiviert werden. Während in der Realität durchaus zehn Nieten in Folge möglich sind, wird bei Lootboxen wohl eben der genannte Algorithmus dafür sorgen, dass ich hin und wieder eben ein seltenes Item oder eine Ausrüstung erhalte, die mich dazu motiviert weiterzumachen.

Persönlich kann ich diesem System keinerlei Vorteile abgewinnen. Zumal es sehr schwierig ist über das Thema allgemein zu diskutieren, da jedes Spiel das System anders interpretiert und umsetzt. Zumindest im Einzelspielermodus hat das System exakt 0,0 verloren und gehört auch verboten.
 

FxGa

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habe kein problem mit lootboxen oder allgemein mikrotransaktionen. man muss nur einen gesunden mittelweg fahren. sobald es in den mikrotransaktionen items gibt, die einen große vorteile gegenüber anderen, die kein geld investieren, verschaffen, wird es kritisch und das spielerlebnis wird zerstört. daran geht eigentlich jedes spiel (zum glück) früher oder später zu grunde. wenn dann anderes anbieten, zb kaufbare skins etc...
 

Ankylo

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habe kein problem mit lootboxen oder allgemein mikrotransaktionen. man muss nur einen gesunden mittelweg fahren. sobald es in den mikrotransaktionen items gibt, die einen große vorteile gegenüber anderen, die kein geld investieren, verschaffen, wird es kritisch und das spielerlebnis wird zerstört. daran geht eigentlich jedes spiel (zum glück) früher oder später zu grunde. wenn dann anderes anbieten, zb kaufbare skins etc...

Dann noch lieber Mikrotransaktionen, da ich mir dort vorher aussuchen kann was ich möchte und nicht einfach Mist bekomme. Die beiden Begriffe werden auch in einen Topf geschmissen, wobei Lootboxen zufallsbasierte Mikrotransaktionen sind. Zumindest Skins habe ich mir schon für die Wrestlinggames gekauft, da ich gerne mit dem alten Undertaker spiele.
 

gamechris

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Die einzigen Spiele, die m.E. Lootboxen und Ähnliches haben dürften sind Free to Play-Spiele. Dort hat man eben noch nicht 60 EUR für ein Spiel ausgegeben und es ist somit die einzige Einnahmequelle für den Entwickler.
 

Beefi

Bekanntes Gesicht
habe kein problem mit lootboxen oder allgemein mikrotransaktionen. man muss nur einen gesunden mittelweg fahren. sobald es in den mikrotransaktionen items gibt, die einen große vorteile gegenüber anderen, die kein geld investieren, verschaffen, wird es kritisch und das spielerlebnis wird zerstört. daran geht eigentlich jedes spiel (zum glück) früher oder später zu grunde. wenn dann anderes anbieten, zb kaufbare skins etc...

Bis jetzt habe ich nur CoD4 auf PS4 gespielt wo mir Lootboxen aufgefallen sind, manche erspielen sich die Credits für exklusive Waffen, ander kaufen sie sich halt.
Hab mir 2 exklusive Waffen erspielt und benutze sie nicht großartig, da sie nicht besser als die Standartwaffen sind.
Genauso sollte es sein.
 

paul23

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Hängt davon ab wie Microtransaktionen ins Spiel eingebunden sind. Sind sollten nicht aufdringlich als ein wichtiger Teil eines Spiels, integriert sein. Und mittlerweile artet das Ganze einbisschen aus, finde ich. Das EA dies zu spüren bekam, war somit sehr wichtig.

Lootboxen gehen aber mMn gar nicht. Klar, die Publisher wollen verdienen, aber an dieser Stelle endet nein Verständnis diesbezüglich. Romantik hin oder her. @Beefi
 

JulianPK

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habe kein problem mit lootboxen oder allgemein mikrotransaktionen. man muss nur einen gesunden mittelweg fahren. sobald es in den mikrotransaktionen items gibt, die einen große vorteile gegenüber anderen, die kein geld investieren, verschaffen, wird es kritisch und das spielerlebnis wird zerstört. daran geht eigentlich jedes spiel (zum glück) früher oder später zu grunde. wenn dann anderes anbieten, zb kaufbare skins etc...

Hab ebenfalls kein Problem mit Lootboxen, im Grunde ist mir das egal. Wenn es richtig gemacht wird, bietet es auch einen Mehrwert, so wie die von dir angesprochenen Skins. Z.b. bei Overwatch, da hat entsteht eigentlich kein Nachteil für Spieler, die ihre Lootboxen nicht öffnen. Gleiches in Rainbow Six: Siege, da kann man aus dem Spiel heraus ein paar Skins mit Lootboxen erspielen (sind da solche Karten).
Als kleines Gimmick, ohne dass Vor- und Nachteile für die Spieler entstehen finde ich das System okay, wenn es dann wirklich spieländernd ist, dann sind Lootboxen natürlich sinnlos bzw. unfair.
 

Herr-Semmelknoedel

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Belgium says loot boxes are gambling, wants them banned in Europe | PC Gamer

Ui ui ui ui ui, dass die gleich so große Geschütze ausfahren...

mal sehen ob das was wird, ich glaube zwar nicht, aber vielleicht kann man mit mehr hinweisen auf diese und erhöhte Alterseinstufungen rechnen.

Ich bin ja froh dass das ganze inzwischen in so einem negativen Licht steht. Die letzten Wochen haben sicher den Verkaufszahlen von Lootboxen in einigen spielen geschadet würde ich vermuten
 

LOX-TT

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Niemals wird das passieren. Zusätzliche Warnhinweise schon eher, eventuell auch Alterserhöhungen auf 18 bei 16er Games mit dieser Funktion. Aber das wars dann auch
 

Kraxe

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Niemals wird das passieren. Zusätzliche Warnhinweise schon eher, eventuell auch Alterserhöhungen auf 18 bei 16er Games mit dieser Funktion. Aber das wars dann auch
Es gibt einige große (amerikanische) Konzerne wo der EuGH Strafen in Milliardenhöhe ausgesprochen hat. Da ging es primär Wettbewerbsvorteile. Betroffen davon waren/sind unter anderem Microsoft, Apple und Google.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass man hier auch durchgreift. Vor allem im Sinne des Konsumentenschutzes hätte man auch eine begründbare Argumentation.

Zumal es ja auch etwas ist, was man ohne größeren Aufwand entfernen kann. Siehe aktuell Battlefront II. Ein kleines Update und das wars.

Es wäre zumindest ein gutes Vorzeichen und eine Warnung für künftige Spiele. Es gibt keine vernünftige Argumentation die Lootboxen rechtfertigt. Man zahlt Geld, weiß aber nicht was man genau bekommt. Ist ja bei Battlefront II genauso.
 

LOX-TT

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Die britische Glücksspielaufsicht hat entschieden: Lootboxen sind kein Glücksspiel
play3.de schrieb:
Die Kontroverse um Lootboxen in AAA-Spielen wie „Star Wars Battlefront 2“ ging in den vergangenen Tagen sogar in die Politik, sodass unter anderem bereits Politiker aus Belgien und Hawaii entsprechende Regulierungen fordern. Auch die britische Glücksspiel-Aufsicht hat sich inzwischen mit dem Thema befasst und gibt zu verstehen, dass sie zumindest auf dem aktuell geltenden Recht keine Maßnahmen ergreifen können, um Lootboxen in Spielen verbieten oder regulieren zu können.


Der Executive Director Tim Miller von der britischen Glücksspiel-Aufsicht erklärte genauer, warum man aktuell keine Möglichkeiten habe, die Lootboxen zu regulieren. Um als Glücksspiel zu gelten, muss es um einen Geldeinsatz gehen oder etwas, was zumindest außerhalb des Spiels wieder in Geld umgewandelt werden kann. Da beispielsweise die Sternenkarten in „Star Wars Battlefront 2“ außerhalb des Spiels nicht wieder verkauft werden können, handelt es sich nicht um Glücksspiel.


Dennoch möchte man das Thema nicht auf sich beruhen lassen, da man das Problem erkannt hat, dass Eltern ihre Kinder vor solchen Methoden schützen wollen. „Viele Eltern interessiert es nicht, ob eine Aktivität der rechtlichen Beschreibung von Glücksspiel entspricht“, sagte Miller. „Ihre Hauptsorge liegt darin, dass es ein Produkt gibt, das ein Risiko für ihre Kinder darstellen könnte. Wir sind besorgt über die zunehmende Menge der Beispiele, bei denen die Grenze zwischen Videospiel und Glücksspiel immer mehr verschwimmt.“


Abschließend sagte Miller, „egal ob es Glücksspiel ist oder nicht, wir alle haben die Verantwortung, die Kinder und jungen Menschen in Sicherheit zu wiegen.“ Ob das letztendlich ein Aufruf an die Vernunft aller ist oder ein Aufruf für alle anderen Behörden, sich mit dem Thema zu befassen bleibt abzuwarten. Auch die belgische Glücksspielaufsicht untersucht Lootboxen derzeit.
 

gamechris

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lol, genau wie ich schon an anderer Stelle gesagt habe. Lootboxen sind noch schwachsinniger als Glückspiel, weil man eben nicht mal was Handfestes dabei gewinnen kann. Die Nachricht sagt im Endeffekt aus, man kann nichts dagegen tun, weil man quasi nichts von Wert gewinnen kann, obwohl man Kohle dafür ausgeben muss. Wenn man bei Lootboxen wenigstens die Chance hätte, auch wieder Geld raus zu bekommen, dann könnte man was dagegen machen.
 

LOX-TT

Senior Community Officer
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CSU, SPD und Freie Wähler stellen Eilanträge bezüglich der Lootbox-Thematik
play3.de schrieb:
Nachdem internationale Politiker Lootboxen und Mikrotransaktionen bereits unter dem Aspekt des Glücksspiels untersuchen lassen, ist das Thema inzwischen auch schon in der deutschen Politik angekommen. So wurde in der 117. Sitzung des Bayerischen Landtags gestern bereits über mehrere Dringlichkeitsanträge zu den Themen Lootboxen, Glücksspiel und Jugendschutz abgestimmt. Da die Anträge zum Teil gewährt wurden, wird sich die von der CSU geführte Bayerische Staatsregierung demnächst mit dem Thema beschäftigen müssen.


Gleichzeitig wolle man die Kommission für Jugendmedienschutz einbeziehen, da man eine bessere Aufklärung der Jugendlichen, mehr Transparenz von den Herstellern und eine Überprüfung der gesetzlichen Handlungmöglichkeiten fordert. Die Freien Wähler fordern in ihrer Initiative außerdem, dass Spiele mit kostenpflichtigen Lootboxen oder ähnlichen Methoden keine Jugendfreigabe mehr von der USK erhalten.


Es wird begründet: „In der Computerspiele-Industrie nimmt ein Trend deutlich zu, dass in Computerspielen zusätzliche Inhalte über sogenannte ‚Beuteboxen‘ (engl. ‚loot boxes‘) käuflich erworben werden können oder sogar müssen. Dieser Trend, der zunächst vor allem bei sog. ‚Free2Play‘-Titeln, also Spielen bei denen eine Art ‚Basis-Spiel‘ gratis angeboten wird, für zusätzliche Einnahmen sorgte, wird zunehmend auch in Vollpreisspielen eingesetzt, um den Herstellern / Vertreibern der Spiele über den Erstverkauf hinausgehend möglichst dauerhafte Zusatzeinnahmen zu ermöglichen.“


Zudem heißt es: „In diesem Zusammenhang ist auch eine Entwicklung erkennbar, wie zum Beispiel beim topaktuellen Titel ‚Star Wars: Battlefront2‘ der Firma Electronic Arts (EA), dass solche Beuteboxen nicht vorzugsweise ‚kosmetische‘ Inhalte gegen Zusatzgeld bereitstellen, sondern für das Spielgeschehen und den Spielerfolg wesentliche Elemente enthalten sollen.“


Geht es nach dem medienpolitischen Fraktionssprecher Michael Piazolo, so handelt es sich bei den Lootboxen eindeutig um Glücksspiel. Eine Änderung des Jugendschutzgesetzes sowie klare Vorgaben für die USK und die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) wurden dementsprechend gefordert. Auf diese Weise wolle man die Spiele oder deren Spielmechaniken nicht verbieten, sondern für einen besseren Jugendschutz sorgen. Dieser Antrag wurde jedoch abgelehnt.
Eigene Eilanträge zu dem Thema haben CSU und SPD mit Erfolg gestellt. Die Sozialdemokraten forderten: „Die Staatsregierung wird aufgefordert, dem Landtag schriftlich und mündlich zu berichten, wie sie den zunehmenden Einsatz von offensichtlichen Glücksspielelementen in Computerspielen jugendschutzrechtlich bewertet, welche konkreten Suchtgefährdungen von Kindern und Jugendlichen sie erkennt und welche gesetzgeberischen Handlungsmöglichkeiten und Handlungsaufträge sie sieht: mit Blick auf das Jugendschutzgesetz, auf die Leitlinien für die Prüfung und Altersfreigabe durch die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) und die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) und mit Blick auf den Glücksspiel-Staatsvertrag (GlüStV).“


Seitens der CSU heißt es in dem Antrag: „Die Staatsregierung wird aufgefordert, 1. sich weiterhin für einen zeitgemäßen Jugendschutz bei Online-Computerspielen einzusetzen und 2. die Problematik der sog. Lootboxen verstärkt bei den Maßnahmen zur Förderung der Medienkompetenz in Bayern zu berücksichtigen.“ Spiele mit Lootboxen generell erst ab 18 Jahren zugänglich zu machen, lehnt man hingegen ab.
 

Mysterio_Madness_Man

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Spiele mit Lootboxen generell erst ab 18 Jahren zugänglich zu machen, lehnt man hingegen ab

Ich frage mich worauf man da genau hinaus möchte. Soll es insgesamt milder ausfallen als eine grundsätzliche Einstufung ab 18, oder strenger?
Ich sehe es schon kommen, dass Spiele wie FIFA in Zukunft nicht mehr in Deutschland erscheinen dürfen.
 

PSYCHOBUBE

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Ich finde bei Spielen die sowieso teuer sind, sind lootboxen, die das Spiel erheblich beeinflussen ziemlich frech.


Bei spielen die eigentlich umsonst sind ist es noch was anderes.
 

LOX-TT

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Wut auf Microtransaktionen könnte negative Auswirkungen für EA und Activision haben
play3.de schrieb:
In den vergangen Monaten spitzte sich die Wut der Community auf Mikrotransaktionen zu, nachdem DICE und Electronic Arts in „Star Wars Battlefront 2“ einen ungünstigen Mix aus Lootboxen und Mikrotransaktionen mit einem Pay-to-Win-Ansatz verfolgten. Dieser Ansatz hat sogar die Politik auf den Plan gerufen, die prüft, ob derartige Methoden reguliert werden können, um Kinder und Jugendliche zu schützen. Aber allein die negativ belastete Diskussion und die Wut der Spieler über die Mikrotransaktionen wird bereits Auswirkungen für Unternehmen wie Activision und Electronic Arts haben, gab der Analyst Doug Creutz von Cowen and Company in einer aktuellen Mitteilung zu verstehen.


Während Analysten zuvor davon ausgingen, dass die Kontroverse praktisch keine Auswirkungen auf die Verkaufszahlen haben wird, ist der Analyst Doug Creutz inzwischen anderer Meinung. Seinen Klienten teilte er mit, dass sowohl „Star Wars Battlefront 2“ als auch „Destiny 2“ unter der Kontroverse zu leiden haben. Außerdem erwartet er, dass sich die Gaming-Branche in diesem Jahr von Mikrotransaktionen zurückziehen wird.


„Die Entwicklungszeiten von Spielen werden immer länger und die Forschungs- und Entwicklungskosten nehmen schneller zu als zuvor. Das ist kein Monopol-Geschäft. Die Kunden mit schlechten Mikrotransaktionen wütend zu machen, hat Auswirkungen“, betonte der Analyst. „Es ist nicht nur so, dass die Spieler wütend sind und sich beschweren; es hat auch deutliche Konsequenzen für die Verkaufszahlen der betroffenen Spiele. Und in einer Branche, in der jedes Unternehmen von einer relativ kleinen Anzahl von Franchises abhängig ist, spielt das eine Rolle.“


Creutz merkte zuvor bereits an, dass die Probleme von „Destiny 2“ aber nicht nur die Mikrotransaktionen betreffen. Er hat bereits Probleme aufgezählt, die er für die schwächere Leistung des Spiels verantwortlich macht. Unter anderem ist ein Problem, dass man das Feedback und die Wünsche der Spieler ignoriert hat. „Wir glauben, dass es ein Fehler ist, die wütenden Spieler als zum größten Teil irrelevant abzuschreiben“, ergänzte er dazu.
 

paul23

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Warum Destiny 2 genannt wird , verstehe ich nicht so ganz. Das Spiel hat ganz andere Probleme, es ist schlicht Kacke. :-D Wenn man zu doof ist um die richtigen Schlüsse aus den Fehlern des Vorgängers zu ziehen, und man sogar noch neue Fehler macht, ist man selber schuld.
Das Spiel bekommt man mittlerweile für 20-30 Euro.
 

Herr-Semmelknoedel

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Warum Destiny 2 genannt wird , verstehe ich nicht so ganz. Das Spiel hat ganz andere Probleme, es ist schlicht Kacke. :-D
nö... Naja... schon, aber was erwartet man auch nach dem ersten Teil? Ich hatte meinen Spaß, aber den hatte ich schon mit dem ersten Teil (aber auch wirklich nur mit der complete edition). Lootboxen sind hier aber durchaus ein Problem, ein sehr groß angekündigtes Raid event quasi nur aus diesen bestand.
 

paul23

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nö... Naja... schon, aber was erwartet man auch nach dem ersten Teil?

Zumindest nochmal das Selbe ohne Verschlimmbesserungen. mMn hätten sie von Anfang an das bieten sollen, was der Vorgänger erst mit König der Besessenen geworden ist. Zudem hätten sie PvP so lassen sollen wies war. Und vielleicht eine neue Klasse?
Das Grundgerüst von Destiny hat so viel Potenzial.

@T-Bow
Der Preis ist aber deutlich schneller gesunken als beim Vorgänger. ( kommt mir jedenfalls so vor) Jetzt schon unter 30 Euro ist echt heftig. Vor allem wenn man bedenkt wer der Publisher ist.
 
Zuletzt bearbeitet:

LOX-TT

Senior Community Officer
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Ubisoft zum Thema Lootboxen: "Würden Spieler sie nicht kaufen, wären sie nicht in Spielen enthalten."

play3.de schrieb:
Bei Ubisoft und Ubisoft RedLynx wird derzeit mit „Trials Rising“ der nächste Ableger der beliebten Geschicklichkeits-Rennspielreihe entwickelt. In dem Spiel werden auch Lootboxen enthalten sein, die Zugriff auf kosmetische Spielinhalte bieten. Diese Neuigkeit haben die Fans auf Steam nicht sonderlich gut aufgefasst.

Während die Spieler im entsprechenden Steam-Diskussionsforum ihrem Frust über diese Meldung freien Lauf lassen, hat sich ein tapferer Ubisoft-Support-Mitarbeiter in die Diskussion eingeklinkt, um etwas Ruhe zu stiften. Dieser Versuch ist natürlich nicht geglückt.

Der Ubisoft-Mitarbeiter Ubi_Warlock sagte zum Thema Lootboxen: „Ich kann verstehen, warum die Spieler so darüber denken, wie sie es tun (ich bin selbst kein großer Fan). Wie jedoch schon erklärt wurde, kann man sie auch einfach nicht kaufen. Tatsächlich wurde alles, was sie gesagt haben, von den Gamern nachgeplappert, aber es ist nie gut, die wütenden Internetnutzer mit der Wahrheit zu konfrontieren.“

Lootboxen nicht kaufen, dann verschwinden sie

Das einzige wirksame Mittel gegen Lootboxen: „Wenn die Spieler diese Kisten einfach nicht kaufen würden, würden sie in Zukunft nicht mehr in die Spiele implementiert“, betonte Ubi_Warlock und ergänzte aber eine gute Seite für die Branche: „Lootboxen/Kosmetische Inhalte waren im Allgemeinen ein großer Segen für die Spielebranche, die einen treibenden Faktor für die zunehmende Popularität von Gaming im letzten Jahrzehnt dargestellt haben “

„Sie sind keine schlechte Sache, wenn sie richtig gemacht werden“, heißt es weiter. Was haltet ihr von Mikrotransaktionen und Lootboxen mit kosmetischen Inhalten? Verratet es uns in den Kommentaren.
 

Skeletulor64

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(Tut mir leid, wenn's aggressiv klingt, bin grad nur auf Krawall gebürstet.)

Ubisoft zum Thema Lootboxen: "Würden Spieler sie nicht kaufen, wären sie nicht in Spielen enthalten."

Jo. Ist die Nachfrage nicht da, verringert oder entfernt sich das Angebot.

play3.de schrieb:
Ubi_Warlock [...] Wenn die Spieler diese Kisten einfach nicht kaufen würden, würden sie in Zukunft nicht mehr in die Spiele implementiert“, betonte Ubi_Warlock und ergänzte aber eine gute Seite für die Branche: „Lootboxen/Kosmetische Inhalte waren im Allgemeinen ein großer Segen für die Spielebranche, die einen treibenden Faktor für die zunehmende Popularität von Gaming im letzten Jahrzehnt dargestellt haben“

Hat der keinen richtigen Namen? Wie soll ich denn bei so nem albernen Namen seriös bleiben? :O
(Ja, mein Name hier im Forum ist auch nicht besser, weiß ich.)

Spiele wurden durch Lootboxen also populärer. Ein Segen für die Branche? Dass ich nicht lache. Ein "Segen für die Entwickler", die haufenweise Geld für einen geringen Aufwand scheffeln können. Und dieser ganze kosmetische Quatsch war früher in Spielen oft freischaltbar.
Aber den "Segen für die Branche" sehe ich nicht so ganz. Die Konsumenten sind im Endeffekt gelackmeiert, weil sie sowas entweder nicht wollen und entsprechend auch nicht kaufen oder weil ihre menschliche Schwäche (Glücksspiel/Suchtverhalten) halt ausgenutzt wird und sie halt ne Stange Geld dafür liegen lassen.

Heißt ja immer so schön, man kann sich doch drüber freuen, wenn die Entwickler Geld durch sowas scheffeln, weil sie sich dadurch ihren nächsten Titel finanzieren können. Allerdings seh ich da nur die Abwärtsspirale, weil dort eben auch wieder Lootboxen vorhanden sind.

(Man merkt's ja schon, ich find heute die Pointe an der Sache nicht. Ich will mich nur aufregen, weil ich das für hohles Geschwätz halte. "Man muss es ja nicht kaufen." Ach... danke fürs Gespräch. )

„Sie sind keine schlechte Sache, wenn sie richtig gemacht werden“, heißt es weiter.

Das ist tatsächlich mal ein Punkt, wo ich gern nachhaken (und nicht nur stumpf nachtreten) würde. Das ist ein Allerweltssatz, der zu jedem Thema passen könnte. Die Rede könnte auch von Eierkuchen sein.
Was also bedeutet es für Lootboxen, wenn sie "richtig" gemacht werden? Wie sieht das denn aus? Kann mit dem Satz überhaupt nix anfangen. :O
 

PSYCHOBUBE

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@Skeletulor: super auf dem Punkt gebracht. Genau meine Gedanken.

Dass der Typ von Ubisoft nicht richtigen Namen nutzt kann ich verstehen. Es gibt genug 'Spieler' die gerne Hetzjagd lostreten mögen.
 

Kraxe

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Tausche Entwickler mit Publisher und du hast meine Zustimmung Skele ;) Der Entwickler entscheidet nämlich nicht über Mikrotransaktionen und Lootboxen.
 

LOX-TT

Senior Community Officer
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PHP:
[COLOR="#DAA520"]Capcom hält gar nix von Lootboxen
[/COLOR]
play3.de schrieb:
Im aktuellen Geschäftsbericht sprach der japanische Publisher Capcom unter anderem über Lootboxen und ähnliche Mechaniken, die in der Vergangenheit in immer mehr Videospielen Einzug hielten.

Wie das Unternehmen ausführte, wird vor allem der japanische Markt von immer mehr Titeln heimgesucht, die auf sogenannte Gatcha-Mechaniken setzen. Hierbei habe man es mit „lotterieähnlichen Spielmechaniken“ zu tun, die verstärkt in Mobile-Titeln untergebracht und im Westen in mehreren Ländern verboten wurden. Capcom selbst möchte auf diesen Zug nicht aufspringen und sprach sich im aktuellen Geschäftsbericht klar gegen Lootboxen und Gatcha-Mechaniken aus.
Videospiele sollten genug Spannung liefern

„Als Schöpfer von Unterhaltungskultur ist Capcom der Ansicht, dass Spiele für den Unterhaltungswert genossen werden sollten, den sie mit dem Gameplay bieten, und nicht für den Nervenkitzel, der mit dem Gewinn einer Lotterie zu vergleichen ist. Wir wollen keine Spiele sehen, die Menschen glücklich machen sollten, aufgrund übermäßiger Gebühren jedoch den gegenteiligen Effekt haben. Aus diesem Grund arbeiten wir daran, dass alle Benutzer unsere Spiele fair und sicher genießen können“, so Capcom.

Und weiter: „Im Prinzip minimieren wir Gacha-Elemente in den von uns entwickelten Handyspielen. In unseren Heimvideospielen stellen wir alle Inhalte zur Verfügung, die erforderlich sind, um das gesamte Spiel kostenlos zu genießen, und bieten einige zusätzliche Inhalte zu geringen Kosten an.“

Zu den nächsten großen Titeln von Capcom gehört unter anderem „Resident Evil Village“, das am 7. Mai 2021 für den PC und die Konsolen veröffentlicht wird.
 
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