Metroid Prime 2 – Echoes
Was ich lustig finde: Ich habe ja schon so einiges über Echoes gehört, interessanterweise hat sich
alles (nach meinem Empfinden) als falsch erwiesen:
-Das beginnt damit, dass ich schon oft gehört habe, es wäre kürzer, als der erste Teil. Bei mir war dummerweise genau das Gegenteil der Fall. Es war am Ende immerhin 3 Stündchen länger als Prime.
-Genauso soll es angeblich so viel schwerer gewesen sein, nur habe ich davon kaum was bemerkt. Zugegeben, es war schon 'n bisschen schwerer als der Vorgänger, aber das ist eigentlich kaum der Rede wert.
Gestorben bin ich satte
1-mal. Netter Game Over Bildschirm. Muss man schon sagen
-Dann soll Echoes dem Vorgänger anscheinend zu ähnlich sein. Es mag ja sein, dass diese Meinung aus der Zeit vor dem modernen Call of Duty entstammt und die Maßstäbe für „zu ähnlich“ damals etwas anders als die heutigen waren, aber ich finde, Echoes hat es einfach nicht verdient, auf diese Weise abgestraft zu werden.
Besonders die Vorgeschichte bringt eine völlig ungewohnte und neue Atmosphäre rüber. Und wie‘s aussieht, haben die Entwickler sogar wirklich systematisch ALLES neu desingt und kein einziges Objekt direkt aus dem Vorgänger übernommen. Und über das Fehlen von neuen Spielelementen oder einer gewissen Weiterentwicklung kann man nun wirklich auch nicht meckern.
-Außerdem wurde ziemlich oft behauptet, es sei atmosphärisch schwächer, als der gute Herr Vorgänger. Kann ich allerdings in keinster Weise nachvollziehen. Die Lichtwelt ist schon etwa genauso atmosphärisch wie in Prime und der dunkle Aether hat das Ganze nochmal gut getoppt.
-Die Bosse aus dem Spiel sollen so super-duper-toll sein. Wieso sie das sein sollen weiß ich nicht. Für mich waren das ganz gewöhnliche gute Bosskämpfe.
-Außerdem soll die Spielzeit gewissen Leuten nach 30 Stunden betragen. Ich bin auch hier wieder brav mit jedem erhaltenen Ausrüstungsgegenstand die gesamte Spielwelt abgelaufen, aber ich schaffte es trotzdem einfach nicht, so viel Spielzeit zu strecken

. Gebraucht habe ich am Ende 21 und 'ne halbe Stunde.
-Die Portalreisen sollen nerven und die Munitionsbeschränkung aufgezwungen und störend wirken. Mit beidem hatte ich persönlich aber überhaupt keine Probleme.
-Zu guter Letzt soll Prime ja ganz einfach besser als Echoes sein.
Das … ist natürlich so 'ne Sache … Geschmackssache auf höchstem Niveau. Aber ich würde mal sagen wirklich deutlich hebt sich keiner vom anderen ab (dafür ist die Grundqualität von beiden ja auch viel zu hoch
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). Außerdem halte ich generell von solchen „der erste Teil ist der beste, weil er der erste ist“ Einstellungen nicht sehr viel. Wenn es sich nur um den zweiten Ableger einer Reihe handelt und dieser desweiteren genug anders macht sind Abwertungen aufgrund dessen völlig fehl am Platz. Bei extremeren Verhältnissen, also kaum Neuerungen und/oder große Ablegerzahl sind Abwertungen natürlich irgendwann gerechtfertigt; NSMBU oder Pokémon Schwarz/Weiss 2 beispielsweise (es hat mich gerade richtig in den Fingern gejuckt, auch das neue CoD zu nennen, aber vielleicht ist es doch besser nichts über einen Titel zu schreiben, den man nie gespielt hat und man kaum Erfahrung mit der Reihe hat).
Das sollte eigentlich nur die Einleitung zu
meinem kleinen Review (nieder mit dem Anglizismen!!) zu meiner kleinen Meinungsabgabe werde, aber ich glaube, das meiste ist jetzt schon gesagt.

Den Rest ratter ich mal systematisch runter:
Grafik: Für Cube- und Wii-Verhältnisse einsame Spitze. Größere Verbesserungen konnte ich zum Vorgänger zwar nicht erkennen, wobei das wohl daran liegt, dass Prime auf seiner zugrunde liegenden Hardware kaum Luft nach oben lässt. Allerdings hat man sich geschickt um einige im Vorgänger auffallende gering aufgelöste Texturen drumrumgemogelt.
Sonst noch was?
Ach ja, der Dark Suit sieht scheiße aus.
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Aber dafür wurde man ja mit der letzten Rüstung ordentlich entschädigt.
Sound: Nunja, es bleibt dabei:
-der Soundtrack generell war immer schön zur Atmosphäre passend, bzw. diese miterzeugend, aber es war nichts dabei, was ich mir einfach mal so anhören würde (Also nichts so geniales, wie Brinstar aus Super Metroid).
Gut, Brinstar aus Super Metroid
war diesmal dabei, aber ansonsten trifft es das immer noch ganz gut.
-Dass viel Musik aus Super Metroid verwendet wurde, fand ich sehr nett.
-Das beste Stück aus dem Echoes Soundtrack ist, finde ich, das Menü Thema, das den Besitzern der Trilogie ja netterweise vorenthalten wurde.
Story: Auch wenn der Aufbau ähnlich ist, sie übertrifft die ihres Vorgängers, das behaupte ich mal ganz dreist. Mehr Cutscenes, mehr Berichte von einer größeren Zahl von Völkern, mehr Hintergrundwissen. Das war‘s eigentlich schon.
Sonstiges:
-Die Itemverstecke fand ich höchst gelungen und noch eine Steigerung zu Prime und Super Metroid. Vor allem gibt es deutlich öfter richtige Rätsel dazu, als in den Vorgängern. So muss das sein

-Die neuen Waffen und Visoren sind alle ganz gut, aber viel wichtiger:
Screw Attack is back


(ist es nicht herrlich, wie sich das reimt
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)
Und der Wandsprung natürlich auch, auch wenn dieser ein bisschen selten zum Einsatz kam.
Negatives:
Eigentlich kaum was,
aber da das Ganze sonst zu unglaubwürdig wirken würde, denk ich mir noch schnell was aus.
Nein, ehrlich. Das einzige was ich etwas schade fand, ist, dass die gesamte Welt nicht mehr so ein absolut genial zusammenhängender Komplex wie in Prime ist. In Echoes gibt es eben „nur noch“ noch genialer durchdachte Gebiete als im Vorgänger, aber diese einzelnen Gebiete sind nicht mehr so grandios und an allen Ecken miteinander durch Teleporter verbunden.
Außerdem ist der letzte Endkampf nicht mehr so oberaffengeil wie im Vorgänger gewesen.
Fazit:
Absolut grandiös fabulös
Ein meisterhaftes Meisterwerk, das den Vorgänger meiner bescheidenen Meinung nach sogar noch übertrifft.
Wertung kommt immer noch, wenn ich mit der Trilogie durch bin.
Edit: Hilfe, ich habe gar nicht gemerkt, dass das so viel geworden ist.

Naja, wieso auch nicht.