AW: Uncharted 2: Among Thieves
Nun gut. Ich bin seit Heute mit dem Singleplayer durch und habe Level 30 im Multiplayer erreicht. Zeit für ein Fazit.
Singleplayer
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Story
Für mich gehört eine interessante Story in den meisten Fällen zu einem Spiel dazu. Im Fall von Uncharted 2 muss man einfach sagen, dass die Story zweckmäßig ist. Das ist schade, weil gerade Spiele wie Uncharted ein großes Potential birgen faszinierende Geschichten zu erzählen. Kurz gesagt: Weder saß ich da und hatte auch nur einen OMGWTFBBQ!!!!-Moment noch war ich gelangweilt oder dachte "Was für'n Scheiß". Als Plus muss ich aber noch erwähnen, dass der Deutsche ausnahmsweise mal nicht der Böse war.
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Gameplay
Mit Story natürlich der wichtigste Punkt auf meiner Checkliste. Kann ich mit der Geschichte leben so muss sich dieser Punkt ein bischen Kritik von mir anhören. Das wird dem Großteil nicht gefallen, aber mich kann man ja eh nicht ernst nehmen. Ich machs kurz und schmerzlos: Das Gunplay war scheiße langweilig. Selten in einem Third-Person-Shooter sind mir stupide Gegnermassen so negativ aufgefallen wie hier. Zu 85 % der Ballerpassagen gibt es nur eine Möglichkeit Gegner zu töten: Mit der Waffe. Natürlich erwarte ich kein Metal Gear Solid, aber ich hab ernsthaft jede Gelgenheit wild abgefeiert bei der ich auch mal den Stealthweg gehen konnte.
Kommen wir zum, ich nenne es mal "Prince of Persia"-Syndrom. Was bin ich beim neuen POP verreckt - unverschuldet. Da kommt erstmal weit nichts ran, aber wie unfair ist es bitte, wenn Mr. Drake DURCH das Seil springt?! Das ist 2 mal passiert. Dann soll ich mit dem Seil von einer Seite zur anderen schwingen und mich an der Wand festhalten. Auf letzteres hatte er wohl keinen Bock obwohl die Vorlage nun wirklich perfekt war. Beim nächsten Mal will ich eine Wand hochspringen neben der der sichere Tod lauert. Ich hab Zeugen(!), er hat sich für den fucking Freitod entschieden. Diese Fehler waren sicher nicht an der Tagesordnung. Jeweils ist mir sowas vielleicht 2 bis 3 Mal passiert, aber von einem Hochglanzprodukt wie Uncharted 2 erwarte ich, dass der Charakter genau das tut was ich will. Ohne Ausnahme.
Und wenn wir schon bei Charakteren sind: Was ist der Sinn darin Nathan mit Partnern rumlaufen zu lassen, wenn diese so gut wie nichts tun. "Hey, eine Alarmanlage! Mach du das.", "Schau mal, Wachen. It's your turn!". Fuck you!
Selbstverständlich gibt es auch Punkte die mir gut gefallen haben. Jede Passage, die nichts mit Schießen zu tun hatte war ein Highlight. Und wenn es nur die Stelle mit der blauen Fackel war wo man Blutspuren folgen musste, ich hab mich wie ein Entdecker gefühlt. Das Tagebuch ist auch ein guter Einfall mit zum Teil amüsanten Einträgen. Ich wünsche mir für den Nachfolger, dass die Balance in dieser Hinsicht ausgebessert wird. Die Steuerung/Kamera müssen auch lobend erwähnt werden. Hab gelesen was Khaos dazu geschrieben hat und kann es vielleicht verstehen, wenn man Ego-Shooter eher gewöhnt ist, aber man gewöhnt sich schließlich daran. Gerade wenn es wirklich noch so gut funktioniert wie hier.
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Künstliche "Intelligenz"
Darüber sollte man besser den Mantel des Schweigens hüllen.
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Ein paar Sätze trotzdem dazu. Ich glaube in keinem Spiel sind die Gegner so unberechenbar wie hier. Besonders der Stealth-Level fällt da beschissen negativ ins Gewicht. Im Prinzip war es mir egal, dass die KI so dumm ist, aber dann erwarte ich auch, dass sie ihre Meinung nicht einfach so ändert. Beispiel Abschnitt mit dem Brunnen in der Mitte: Den muss ich (auch beim zweiten Durchgang) mehrmals spielen, weil eine bestimmte Wache nie weiß, ob sie jetzt was gesehen hat oder nicht. Hol ich mir lautlos einen hinten im Eck meint der auf der Treppe was gesehen zu haben. Neustart. Hau ich ihm laut auf die Fresse schaut er kurz und macht ruhig weiter. Hol ich mir seinen Kollegen auf der Treppe (lautlos) schaut er schonmal genauer hin. Neustart. Ich könnte ein Video machen mit von mir identischen Abläufen. Ich würde kein System hinter der KI erkennen.
Ansonsten liefert sie das Standardprogramm ab. Granaten wird ab und an aus dem Weg gegangen, Deckung wird meistens gesucht. Dass sie aber auch Wände hochklettern lässt find ich klasse. Auch wenns mich manche Leben gekostet hat. Ich war ja schon bei MGS4 baff, dass die plötzlich Leitern hochklettern können

, aber das ist nochmal ein Schritt weiter. Sehr gut.
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Präsentation
Zur Grafik sag ich wie gewöhnlich nicht viel. Für mich uninteressant, aber schaut gut aus. Es ist beileibe nicht alles Gold was glänzt, aber mein Gott. Was mir aufgefallen ist war, dass kritische Situationen immer dem gleichen Schema folgen. Nathan fässt was an/läuft auf etwas und es geht kaputt, Nathan rettet sich, fässt was an/läuft auf was und es geht kaputt usw. Das ist in meinen Augen jetzt absolut kein Störfaktor, ich fands eher amüsant. Wäre eventuell auch ein nettes Trinkspiel für Anfänger.
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Fazit
Ich muss zugeben, dass ich mit dem Singleplayer nie richtig warm geworden bin, bis auf die ruhigen Levelabschnitte. Es ist sicherlich ein gutes Spiel, aber mit einigen Fehlern im Detail. Hört sich alles eventuell negativer an als es ist. Das sind halt Dinge, die mir aufgefallen sind. Das meiste Positive wurde ja schon erwähnt. Daher auch mal die Kehrseite. Und schließlich hat es mir als Gesamtpaket auch gut genug gefallen um die höheren Schwierigkeitsgrade auszuprobieren.
Multiplayer (Wer soweit gelesen hat kann auch noch den Rest aushalten

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Maps
Nach über 13 Stunden hat sich bei mir noch immer keine absolute Lieblingsmap herauskrstallisiert. Im Moment geht die Tendenz richtung "Der Platz". Leider sind die Maps fast ausschließlich nach dem gleichen Muster aufgebaut und unterscheiden sich nur im Detail und Setting. Für den Spielmodus Rush ist das sicher von Vorteil, aber für Deathmatch und Co. wären unsynchrone Maps eine willkommene Abwechslung. Als positives Beispiel sei da Metal Gear Online erwähnt. Wo Uncharted 2 aber die Nase ganz weit vorne hat sind die Spawnpunkte. Das ist der Punkt, der MGO für mich unspielbar macht. Da helfen auch keine guten Maps. Spawncamping existiert bei U2 praktisch nicht. Es ist mir vielleicht ein paar Mal passiert, dass ich neben einem Gegner gespawnt bin, der dann schneller geschaltet hat als ich, aber mutwilliges campen war das nie.
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Spielmodi
Das Spiel bietet viele verschiedene Modi. Das ist gut. Gespielt hab ich bis jetzt aber nur 4 davon. TDM, Elimination, Goldrausch und Coop Arena. Besonders letzteres hat es mir angetan, ist aber leider Gottes von der intelligenz und/oder Hilfsbereitschaft der Mitspieler abhängig. Goldrausch ist im Prinzip CTF, macht aber viel spaß und fühlt sich irgendwie erfrischend an. Außerdem gibts mehr Geld
● Menschliche Intelligenz
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Fazit
Ich bin süchtig.
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