[PS3] Splinter Cell: Blacklist

Skeletulor64

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Brauchst doch kein schlechtes Gewissen haben, wenn sie motiviert ist es doch gut so. :)

Ach, so dramatisch seh ich das auch nicht. Ein schlechtes Gewissen ist doch was anderes. ;)

Aber hast wirklich recht: Komischerweise motiviert mich das Trophäensystem, nachdem ein Spiel bereits durchgezockt ist. Und dadurch schone ich ja auch meinen Geldbeutel, weil ich einem einzelnen Spiel mehr Zeit widme. Schon eine gute Sache. :]
 

Sc4rFace

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Habe jetzt auch mal beschlossen dem Spiel eine dritte Chance zu geben, nachdem ich es irgendwann bei einer Aktion 3 für 2 gekauft und bereits zweimal während dem Tutorial wieder aus der Konsole verbannt habe. Ist mein drittes Splinter Cell nach dem recht guten ersten Teil und dem grotten langweiligen Pandora Tomorrow.

Jetzt bin ich über die ersten zwei Blacklist Missionen und einer Side Ops raus und gewöhne mich langsam an das etwas andere Splinter Cell. Hat sich in der Zwischenzeit doch einiges getan, wenn auch nicht unbedingt zum besseren was die Steuerbarkeit angeht. Finde Sam kommt nicht zu fluffig voran wie ich es von den älteren Metal Gear Solid gewohnt bin, Ground Zeroes geht etwas in die Richtung Blacklist. Wie dem auch sei, gibt schon viele neue Dinge zu entdecken und werde versuchen es zu beenden. Bis jetzt fand ich es ganz in Ordnung. Als Freund von Statistiken finde ich die Vergleichsmöglichkeiten mit Leuten aus der Freundesliste sehr cool.
 

Desardh

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Ich habe Blacklist vor ein paar Monaten durchgespielt. Wie für Uplay üblich war natürlich erstmal Arbeit notwendig, damit das Spiel auch anständig läuft, etwa nicht bei jedem Start den selben Patch herunterlädt, weshalb es nur im Offline-Modus spielbar war, die Spielstände speichert und sich die Grafikeinstellungen merkt. Da hätte ich das Spiel schon fast deinstalliert. Wer Steam verteufelt, hat sich noch nicht mit Uplay herumgeschlagen und solche, teils kleineren, teils größeren Probleme habe ich bei jedem Uplay-Titel.

Zum Spiel...

Conviction fand ich recht nett, trotz des sehr simplifizierten Gameplays, was mir als Fan des Originals natürlich nicht so sehr getaugt hat, dennoch hat es sich flüssig und intuitiv gespielt, selbiges gilt auch für Blacklist. Vielleicht hängt es an meiner Erinnerung, aber Conviction emfpand ich als deutlich spannender und vor allem bodenständiger. Blacklist ist die Micheal-Bay-Version der Reihe, trotz der wieder eingeführten Stealth-Elemente, die in Conviction wegrationalisiert wurden. Die Inszenierung selbst ist im Grunde gelungen, actionreich und filmisch. Der Unterbau ist aber in meinen Augen so derbe langweilig, vorhersehbar und teils unlogisch, dass sogar die früheren Teile wie anspruchsvolle Polit-Thriller wirken.

Die Online-Anbindung hat mich ein wenig gestört, mal ganz abgesehen davon, dass ich in den Offline-Modus schalten musste und ich kann es nicht leiden, wenn ich bei jeder Gelegenheit den Hinweis bekomme, dass ich es doch auch online spielen kann. Da hat die bereits ohnehin belanglose Story noch mal etwas eingebüßt und mich bei jeder Gelegenheit aus dem Spielfluss gerissen. Deshalb hadere ich auch damit, irgendwann mal Assassin's Creed Unity zu spielen, wo es zusätzlich noch unzählige Querverweise zu Mikrotransaktionen geben soll, sofern nicht durch Updates beseitigt. Wenn ich Videospiele spiele, möchte ich nach Möglichkeit nur selten daran erinnert werden, dass es nur ein Spiel oder gar noch weniger, nur ein Konsumprodukt ist. In Ubisoft-Titeln sind leider vieler solcher Aspekte nicht klug gelöst - zumindest aus der Sicht eines Spielers, aus wirtschaftlicher Sicht darf man sich streiten.

Das Gameplay von Blacklist hat mir Spaß gemacht, aber auch erst auf höheren Schwierigkeitsgraden, der Koop-Modus ist sicherlich spaßig, am Ende haben das Spiel aus meiner Sicht aber viele Dinge zurückgehalten. Und als mehr als einen durchschnittlichen Stealth-Action-Shooter würde ich Blacklist nicht bezeichnen und dementsprechend auch niemals annähernd den Vollpreis zahlen. Bei solchen Spielen sind mir die Dumping-Preise in den Sales sehr recht, ansonsten hätte ich das Spiel glatt liegen lassen. So konnte ich gemessen am geringen Preis noch ein paar Stunden Spielspaß herausholen. Inzwischen erinnere ich mich aber überwiegend an die negativen Seiten und Uplay-Hürden, weniger an das Spiel selbst und so sollte es nicht sein. Von daher... meh. :|
 
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Sc4rFace

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Spiel beendet und für durchschnittlich befunden. Wie nicht anders zu erwarten war die Story von vorn bis hinten völlig belanglos. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht mehr genau was die Blacklist ist und wofür die alle kämpfen. Hab früh nicht mehr aufgepasst. Die Charaktere sind alle so überdramatisiert, allen voran Dramatic Grimsdottir.

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Das ist ohne zu übertreiben und zu 100 % persönliche Meinung, wohl eine der schlechtesten Charaktere an den ich mich erinnern kann. Sie ist ohne Seele; auf so hart getrimmt, dass ich wirklich kotzen könnte und ausdruckslos monoton. Der Rest des Ensembles gehört in die Kiste Klischee Nerd, Klischee Actionheld und Klischee früherer Feind und plötzlich Lebensretter. Bäh. Davon abgesehen nimmt sich das ganze Spiel so piss ernst. Schwere Kost für mich.

Der Kern des Spiels ist natürlich das Schleichen. Gefiel mir relativ gut, die KI ist in Ordnung, spult ihr Programm ab und strapatziert ab und an meine Nerven. Schon schlechteres gesehen. Finde es nur manchmal fragwürdig, dass es reicht auf ein Rohr zu springen, das maximal einen Meter über dem Gegner ist und er mich schon nicht mehr sieht, selbst bei guter Sicht. Sollte sich das auf höheren Schwierigkeitsgraden ändern, dann hätte ich vielleicht direkt etwas höher anfangen sollen. Gab aber auch ein paar Trial and Error Passagen, die ich von Teil 1 und 2 schon kenne. Die Marke bleibt sich treu.

Was mir gefallen hat sind die Waffen und Gadgets, auch wenn ich immer nur die gleichen verwendet habe: Stealth Armbrust, Schockmiene und Schlafgas. Diesen Trirotor hab ich selten genutzt, wobei es bei der letzten Mission an einer Stelle hilfreich war. Auch schön, dass alles für einen der drei Spielstile (Ghost, Panther, Assault) gekennzeichnet ist.

Ich muss dir zustimmen desi, dass man das Spiel schnell vergisst und hauptsächlich an das negative denkt. Wenn ich an Blacklist denke, dann wird mir in Zukunft Dramatic Grim im Kopf herum schwirren. Eigentlich wollte ich die Nebenmissionen noch machen, aber ich habe genug von dem Spiel. Für zwischendurch war es ganz ok und ich habe noch Conviction von einem Steam Sale auf dem Laptop. Vielleicht zieh ich mir das irgendwann mal rein.
 
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