AW: Wii is a piece of s*#t
driveby am 09.03.2007 20:31 schrieb:
Ich habe mit keinem Wort erwähnt, dass ich nur die alten Meister als Kunst bezeichne. Lege mir da bitte keine Worte in den Mund. Aber dazu später.
Verzeihung.
Deine Aussage, Kunst sei Kunst wenn die Produzierenden es als Kunst und nicht aus einem anderen Grund heraus entwickeln würden, klang so als hättest du die "alten Meister" zu Lebzeiten noch nicht als die großen Künstler angesehen, die sie sind, nur weil ihre Gemälde ursprünglich nur ein paar Kirchenwände zieren sollten, und sie eben in erster Linie ihr täglich Brot damit verdienen wollten.
Denn dort sehe ich schon eine gewisse Parallele zu heutigen Entwicklern, wer weiß schon was man in 100 Jahren zu den Werken Myamotos sagen wird, wenn er lange tot ist und seit dem kein anderer ein derart kreatives Mario-Spiel auf die Beine gebracht haben wird?
Ich muss allerdings zugeben, dass ich die italienische Renaissance und die Baukunst der deutschen Gotik mehr schätze als etwa die Gruppe des Bauhaus. Mir geht jedoch nichts über die Dadaisten... wenn es noch keine Neo Dadaisten gegeben hätte, hätte ich sie gegründet
o.o
Im Ernst, dir gefällt der Stil des Dada?
Dann wird vielleicht hieran klar, wieso wir keine gemeinsame Definition von dem Worte Kunst haben ^^
Ich kenne zum Großteil nur kurze Bühnenauftritte des Dada, wo in skurriler Verkleidung mit allerlei Lauten um sich geworfen wurde... wenn es da noch etwas besseres gibt, kläre mich bitte auf
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Denn was ich dort gehört habe (ich habs noch ziemlich gut in Erinnerung weil unser Deutschlehrer das erst vor einer Woche lebhaft inszeniert hat) ist, für mich, das ganze Gegenteil von Kunst.
Es gibt in dem Gesprochenen keine Reime, kein Metrum, Versmas, es gibt ja meistens noch nicht mal reelle Wörter. Da fehlt mir einfach jeglicher Ansatz, dem ganzen eine Aussage abzugewinnen. Bei einer Interpretation würde ich auf nicht mehr kommen als ein "wir sind der Sprache nicht mächtig aber wären trotzdem gern berühmt" oder so etwas.
Klar, es hat nocht nie sowas gegeben, es war furchtbar provokant, und alles, aber ich nehm mal an dass es das in den Jahrhunderten davor nicht gab hat seine Gründe.
Von einem künstlerischen Text erwarte ich schon einen gewissen "professionellen" Umgang mit der Sprache, das muss sich nicht zwingend in Gedichtform äußern, aber irgendwo sollte es schon zur Geltung kommen.
Von den Dada-Kunstwerken wie einem an einem Stuhl festgeschraubten Rad fang ich erst gar nicht an, das ist für mich einfach das Tokio Hotel des 20. Jahrhunderts, und es wundert mich kein Stück dass diese Bewegung nicht so lang angehalten hat...
Und du kannst mir sagen was du willst, aber diese Leute hatten auch nicht primär im Sinn "wie kann ich ein künstlerisch wertvolles Werk erschaffen", sondern "einfach" nur den Drang zur Provokation und die Verhöhnung der alten Künstler.
Eine Frage, betrachtest du ein wahllos aus einem Bücherladen herausgegriffenes Buch als Kunst? Selbstverständlich nicht von irgendwelchen Spasten wie Dieter Bohlen, sondern von wirklichen Lyrikern, nehmen wir mal "Bahnwärter Thiel", "Unterm Birnbaum" oder solche Werke.
Oder ist dir das zu "standart"? ^^
Ich werd mal sehen ob mir ein Spiel einfällt, dass auf deine Definition von Kunst zutrifft
Cheerio