Fall Magnus Gäfgen- Was haltet ihr davon?

Foxioldi

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Das ist trozdem dem Menschenrechten entsprechend Folter nach §3. Da gibt es kein wenn und aber. Das ist keine Zulässige Verhörmethode, und wie sich auch rausgestellt hat (neben das Gäfgen täter war) auch vollkommen überflssig .
Auch die Polizeigewallt hat grenzen, damit sie eben nicht ausufert, Ausnahmeregel würde hier vielmehr schaden als Nützen. Diese wurden untergraben. Da gibt es keine Ausnahmen.

In der Demokratie ist es auch nicht zulässig zu sagen, entweder ihr macht was wir wollen oder wir schmeisen mal ein paar Atombomben auf euch... Wenn das Politischer Alltag wäre, dann...:B

Unschuldige werden verurteilt, wenn die Beweise gegen sie sprechen. Einen Justizirtum kann man nie ausschliesen, auch nicht in einem Rechtsstaat.
Und es geht hier nicht um Verurteilung, sondern hier wurde einfach auf verdacht ein Mensch gefolltert. Verdächtige sind meistens Unschuldig (meistens hat man zu beginn auch mehr als einen). Wenn man die jetzt alle Foltern würde... Landet man nichtmehr bei einem Rechtsstaat.
Menschen gestehen unter Folter ziemlich viel. Auch vollkommen absurde Sachen.

Gäfgen ist körperlich überhaupt nicht gefoltert worden und so genau besagt das dein genannter Paragraph absolut nicht - in wie weit der Begriff "Folter" zutreffend ist, daß ist auch wieder eine Sache, die man verschieden auslegen kann...., wie so viele Praagraphen im deutschen Recht.Und die Richter haben dieses eben auch so beurteilt, daß es als Folter in diesem speziellem Fall nicht anzusehen ist!
Und wegen dem Begriff "Demokratie" - es gibt sehr viele Beispiele, die dafür sprechen, daß in Deutschland vielfach keine Demokratie herrscht! Das würde jetzt aber zu weit führen diese aufzuzählen und auch vom Thema abweichen! Aber trotzdem 2 Beispiele:
In einem Unternehmen ist jedenfalls die Regel, daß man den Vorgesetzten nicht allzu oft widersprechen darf - sonst hatte man die längste Zeit einen Arbeitsplatz! Ich verwende jetzt mal bewußt nicht den Begriff " Befehle"....
Und welche Rechte hat ein Bürger...ihm wird das Geld aus der Tasche gezogen in vielen Bereichen.Da eine Erhöhung der Gebühr, da wieder eine Einführung einer neuen Gebühr, Wasser, Strom - alles wird immer teurer und die Unternehmer immer reicher...Ist das Demokratie?...Immer getreu nach dem Motto - ihr kleinen Bürger habt gefälligst das zu machen, was wir wollen....Um zu klagen, dafür fehlt vielen das Geld....und das wissen die ja auch...

Zurück zum Thema - Unschuldige zu foltern, sowas sollte in einem Rechtsstaat, gar nicht der Aussage nach, über die Lippen kommen, ansonsten hinkt der Begriff Rechtsstaat.
Aber über diese Sachen sollten sich mal die Politiker ihren Kopf machen...
Sicherlich kann ein Justizirrtum nie ausgeschlossen werden - eben weil es alle Menschen sind, nicht nur Mörder!
Ich habe hier den Eindruck, daß nur Täter als Menschen gesehen werden....und alle Rechte eines Rechtsstaates genießen können...
Für mich bleibt der Gäfgen ein Mörder, der nicht zu Unrecht verurteilt wurde und eine gerechte Strafe erhalten hat!
 

Wiinator

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Ich versteh nicht was es hier zu diskutieren gibt?

Er hat für seine Tat Knast bekommen.

Und der Polizist (bin mir jetzt nicht sicher ob er selbst musste) musste für seine Tat eine Geldstrafe zahlen.

Beide haben gegen ein Gesetz verstoßen und wurden dafür bestraft. Also was gibt es da bitte so lange zu diskutieren?
 

soranPanoko

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Gäfgen ist körperlich überhaupt nicht gefoltert worden und so genau besagt das dein genannter Paragraph absolut nicht - in wie weit der Begriff "Folter" zutreffend ist, daß ist auch wieder eine Sache, die man verschieden auslegen kann...., wie so viele Praagraphen im deutschen Recht.Und die Richter haben dieses eben auch so beurteilt, daß es als Folter in diesem speziellem Fall nicht anzusehen ist!
Und wegen dem Begriff "Demokratie" - es gibt sehr viele Beispiele, die dafür sprechen, daß in Deutschland vielfach keine Demokratie herrscht! Das würde jetzt aber zu weit führen diese aufzuzählen und auch vom Thema abweichen! Aber trotzdem 2 Beispiele:
In einem Unternehmen ist jedenfalls die Regel, daß man den Vorgesetzten nicht allzu oft widersprechen darf - sonst hatte man die längste Zeit einen Arbeitsplatz! Ich verwende jetzt mal bewußt nicht den Begriff " Befehle"....
Und welche Rechte hat ein Bürger...ihm wird das Geld aus der Tasche gezogen in vielen Bereichen.Da eine Erhöhung der Gebühr, da wieder eine Einführung einer neuen Gebühr, Wasser, Strom - alles wird immer teurer und die Unternehmer immer reicher...Ist das Demokratie?...Immer getreu nach dem Motto - ihr kleinen Bürger habt gefälligst das zu machen, was wir wollen....Um zu klagen, dafür fehlt vielen das Geld....und das wissen die ja auch...

Zurück zum Thema - Unschuldige zu foltern, sowas sollte in einem Rechtsstaat, gar nicht der Aussage nach, über die Lippen kommen, ansonsten hinkt der Begriff Rechtsstaat.
Aber über diese Sachen sollten sich mal die Politiker ihren Kopf machen...
Sicherlich kann ein Justizirrtum nie ausgeschlossen werden - eben weil es alle Menschen sind, nicht nur Mörder!
Ich habe hier den Eindruck, daß nur Täter als Menschen gesehen werden....und alle Rechte eines Rechtsstaates genießen können...
Für mich bleibt der Gäfgen ein Mörder, der nicht zu Unrecht verurteilt wurde und eine gerechte Strafe erhalten hat!



Artikel 3
Verbot der Folter


Niemand darf der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.



Dagegen hat der tolle Polizist verstoßen. so sehe nicht nur ich das, sondern auch das EGMR



Eine Demokratie ist nicht zwangsweise ein Rechtsstaat, genauso wenig, wie ein Rechtsstaat eine Demokratie sein muss.
Wenn man Demokratie überall durchsetzen würde, würde man auch Demokratisch über Verfahren urteilen, was wohl unbestreitbar häufig in einer Lynchjustiz enden würde, etwas, was garnicht zu einem Rechtsstaat passt ;)
Ein Rechtsstaat kann Politisch eine Demokratie sein, in der Justiz kann es keine sein, das würde an der Menschlichen Psyche scheitern.



Ein Täter ist nunmal (zwangsweise) ein Mensch. Menschen haben rechte, genauso wie alle anderen auch. Nur wusste man es damals nicht und es ist leicht zusagen, dass hinterher dabei was rauskam. Oft passiert das nicht.
 

Foxioldi

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Ich versteh nicht was es hier zu diskutieren gibt?

Er hat für seine Tat Knast bekommen.

Und der Polizist (bin mir jetzt nicht sicher ob er selbst musste) musste für seine Tat eine Geldstrafe zahlen.

Beide haben gegen ein Gesetz verstoßen und wurden dafür bestraft. Also was gibt es da bitte so lange zu diskutieren?

Da hast du vollkommen recht!
Nur weil ich kurz mal geschrieben hatte, daß ich eine Sendung gesehen habe, wo sich der Beamte mal richtig äußern konnte und mal eine kleine Zusammenfassung über den Fall gegeben wurde - so eine Diskussion wieder zu starten, was alles schon mal durchgekaut wurde - daß wird mir jetzt echt zu kindisch!
Mir ging es darum, daß in dieser Sendung klar zum Ausdruck gebracht wurde, daß auch die deutschen Gerichte ein Urteil gefällt haben, wo dem Gäfgen keine Geldentschädigung zu stand! Und die Richter kennen alle Paragraphen! Sie hatten sicherlich einen Grund für ihr Urteil!

Von mir aus könnt ihr weiter diskutieren, jeder hat seine Meinung zu diesem Fall, und gut ist es!
Beide Parteien erhielten ihre Strafen.
 
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@Hertunak: Ich habe dieses Thread nicht eröffnet, damit Leute andere beleidigen, nur weil andere eine andere Meinung haben als die. Ich habe den Thread geöffnet um verschiedene Meinungen zu hören. Und das Thema aus verschiedene Perspektiven sehen zu können. Und keiner muss einen anderen in der Meinung umstimmen. Dass ich im Laufe des Threads meine Meinung geändert hab ist eher Zufall.
Wenn du die Demokratie magst, dann solltest du auch die Meinung anderer akzeptieren. Egal wie falsch du die findest. Du darfst gerne deine Meinung kund tun, aber ich würde mich freuen wenn du Beleidigungen unterlässt. Egal bei wen;)

Der Fall ist heikel. Und die Antworten sind nicht einfach.
Sowohl Gäfgen als auch der Polizist haben ihre Strafe bekommen. eigentlich wäre die ganze Geschichte einfacherer, da beide eine Straftat begangen haben, und dafür auch beide bestraft wurden.
Bloß, da sind auch viele Emotionen im Spiel. Auch verständlich. Zum Beispiel können Freunde und Familie von dem ermordeten Jungen diesen Fall nicht Objektiv sehen.
Ausserdem wird auch in Deutschland schon sowieso viele Menschenrechte verletzt. Sogar oft gravierender als bei Gäfgen. Zum Beispiel verbales Mobbing. Da wird die Würde des Menschen auch verletzt, aber oft kommen die Täter davon. Da werden Leute in den Selbstmord getrieben.
Andere Sache, wegen meiner Krankheit musste ich auch mal von Polizisten härter angepackt werden, aber ich bin denen nie böse. Die haben mir zum Teil auch damit mein Leben gerettet.
Und seien wir ehrlich, wenn einer unserer Familienangehörigen oder Freunden ermordet würde, wie denken wir dann? Ich für mein Fall weiss es nicht. Zum Beispie: Ich bin absolut gegen Todesstrafe, auch wenn ich ein Mordopfer wäre. Aber was ist wenn......? Ich weiss es wirklich nicht. Und ich möchte es ehrlich gesagt nicht wissen.

Und bei Gäfgen, der Polizist machte ein Fehler. er hätte nie Folter androhen dürfen!!! Aber er wollte ein Leben retten. Hätte der Junge überlebt dadurch, dann wär Gäfgen kein Mörder geworden.
Was ich aber traurig finde (bin aber auch Schuld), dass durch den fall, der Junge in öffentlichkeit fast vergessen wird. An den namen Gäfgen wird man wohl noch länger denken als Timmy.
Ich denke das Thema kann mal langsam zum Ende kommen, aber ich habe eine allerletzte Frage:
Was ist wenn nich Gäfgen der Mörder ist. Was ist wenn ein anderer Timmy ermordete und Gäfgen nur wegen der Folterandrohung etwas gestand, was er nicht begangen hat? Kann es überhaupt sein???
 

Hertunak

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Traurig ist, daß du vollen Respekt und volle Anerkennung für einen Kindermörder hast
Das habe ich nicht und steht aus nirgens in meinen Beiträgen.



Und das der Beamte damals unter Zeitdruck nur das Leben des Jungen retten wollte und nur die Anweisungen seines Vorgesetzten weitergegeben hat - das nennst du kriminelle Handlung....
1. Es war eine kriminelle Handlung. Dafür wurde der Polizist auch bestraft (wenngleich ich eine härte Strafe dafür nötig halte).
2. Die Rechtfertigung "nur Befehle befolgt zu haben" ist ziemlich schwach um es mal vorsichtig auszudrücken.
3. Menschenrechte gelten nunmal uneingeschränkt. Auch unter Zeitdruck darf man sie nicht verletzen.
4. Wie willst du rechtfertigen, dass der Polizist ruhig kriminell sein darf, der Gräfgen aber nicht?

Wenn mir mein Chef jetzt den Auftrag geben würde im nächsten Supermarkt eine Wurst zu kaufen und mich zur Eile auffordert und du an der Kasse vor mir stehst, darf ich dir dann ein Messer in die Niere rammen um nicht so lange warten müssen? Das wäre doch legal in deinem Sinne, immerhin habe ich meine Befehle und Zeitdruck habe ich auch? Oder wäre ich im Unrecht - und falls ja, wo wäre der Unterschied zwischen mir und dem Polizisten?

Für dich gibt es Menschen, die kriminell sein dürfen und andere dürfen es nicht. Unnötig zu erwähnen, dass du keinerlei objektive Kriterien für diese Einteilung hast, sondern einem Diktator gleich nach dem Bachgefühl entscheidest.

Ich habe meine Zweifel, dass du deine Meinung bei behälst, wenn du selbst mal Opfer krimineller staatlicher Gewalt wirst.

Bei allen Emotionen und nachvollziehbaren Hass auf einen Mörder, sollte man niemals vergessen, dass die Gesetze, die diesen Mörder schützen, die gleichen sind, die einen selbst schützen. Das vergessen leider viele.



Fakt bzw.die Wahrheit ist, daß die deutschen Gerichte sich gegen eine Geldentschädigung ausgesprochen haben - sicherlich kennen auch die Richter unser Grundgesetz und auch in wie weit es gerechtfertigt ist, eine Menschenrechtsverletzung, durch die Beamten, zu erkennen.
Gerichte und Richter sind nicht unfehlbar. Darum gibt es die Möglichkeit, Urteile in einer höheren Instanz üperprüfen zu lassen. Fakt und Wahrheit ist, dass dem Mörder unrecht widerfahren ist.
Ich verstehe nicht, was die Diskussion soll. Das Folterverbot kennt jeder!



Und wenn der Gäfgen wenigstens einbißchen seine Tat bereuen würde, dann würde er auf die ewige Klagerei verzichten,
Es ist sein Recht. Es ist richtig, dass man seine Rechte einklagen darf. Wäre es nicht so, wäre es wie früher in der DDR, als es zwar niedergeschriebene Gesetze gab, aber jeder der sie einklagen wollte Besuch von Horch und Guck bekam.

Außerdem darf man das nicht überbewerten. Da sitzt einer im Knast und hat noch Jahre vor sich. Es ist doch nachvollziehbar, das er jede Möglichkeit nutzt, um dem langweiligen Alltag zu entfliehen.



@Hertunak: Du darfst gerne deine Meinung kund tun, aber ich würde mich freuen wenn du Beleidigungen unterlässt. Egal bei wen;)
Welche Beleidigungen? Ist es schon eine Beleidigung, wenn man eine abweichende Meinung äußert?

Wir sind hier - zumindest hoffe ich das - doch nicht bei der SED oder den Salafisten oder im Führerbunker.



PS.
Wir werden kämpfen wie die Ochsn und alle Feinde niederboxn !
Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf!
 
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@Hertunak: Es ging mir nur darum, als du Foxioldi's Meinung mit Diktaturen, Nationalsozialismus und Sozialismus verglichen hattest. Zumindestens wirkte es auf mich so. Ich hatte mich ziemlich erschrocken. Für mich persönlich sind es die schlimmsten Bezeichnungen, vor allem die erste. Vor mehreren Monaten war wegen einem anderen Thema ein Missverständnis entstanden und ich dachte ich wäre mit einem Nazi verglichen worden. Das hatte mich damals total aus der Bahn geworfen. Ich war etwas durch den Wind. Zum Glück hatte sich das Missverständnis aufgeklärt und ich war mit der betreffenden Person versöhnt. Ich würde mich freuen wenn du und Foxioldi euch versöhnen könnt;)
Du hast schon recht. Folter oder Androhung von Folter (was auch eine Art von Folter ist) ist verboten und das ist gut so. und soll auch so bleiben. Sonst wird die Gefahr für Willkürherrschaft einfach zu groß. Ausserdem ist die Gefahr zu groß, dass Unschuldige verurteilt werden, während der echte Täter noch frei herumläuft. Ausserdem können sich auch Mörder im Laufe der Zeit ändern. Gäfgen ist noch ein Mensch und er wird vielleicht irgendwann Reue empfinden.
Aber es gibt noch eine andere Seite: Nämlich was ist mit der Familie des Opfers? Die können vermutlich nicht die beiden Fälle getrennt betrachten wie wir.
Da ich den Timmy nie gekannt habe, sehe ich den Fall, sorry die beiden Fälle (Fall 1.:der Mord. Fall 2: Folterandrohung) unabhängig von einander. Aber wenn ich ihn gekannt hätte.....Weiss ich nicht, wie meine Meinug wäre.

Am Anfang des Threads hatte ich auch die Meinung, dass es unmöglich sei, dass ein mörder Entschädigung kriegte. Habe meine Meinung aber geändert.
Wenn man ein fehler begeht (wie der Beamte), dann sollte man auch dazu stehen. Egal wie berechtfertigt es ist. Da kenne ich eine sehr gute Szene aus Star Trek: In einem großen Kampf mussten einige Offiziere von der Enterprise andere Schiffe kommandieren. Unter anderem ein Androide, der keine Emotionen hat aber trotzdem den wunsch hat menschlich zu sein, namens Data. Alle Offiziere mussten die Befehle von Captain Picard befolgen. In einer Situation bemerkte Data, dass ein Befehl Picards ein Fehler sein könnte und machte das Gegenteil. Er hat dadurch sämtliche Leben gerettet. Trotzdem, nachdem alles zu Ende war, ging er freiwillig zu Picard und zeigte er sich quasi selbst an, da er Befehle missachtet hatte. Er war bereit, für sein Verhalten gerade zu stehen, obwohl er dadurch Leben gerettet hatte. Und das fand ich gut. Wenn ich dieser Polizist gewesen wäre, dann hätte ich so gehandelt wie Data.
Ich habe in diesem Thread das Gefühl, dass du ein riesen Hass auf die DDR haben musst. So wie du schreibst wirkt es so. Und bestimmt hast du deine Gründe.
 

soranPanoko

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Es gibt eben immer Subjektive eindrücke und Objektive.
Als Gericht muss man Objektiv bleiben, als betroffener ist das vollkommen unmöglich. Objektiv sind das nunmal 2 Fälle, da gibt es kein Wennn und aber
 
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Es gibt eben immer Subjektive eindrücke und Objektive.
Als Gericht muss man Objektiv bleiben, als betroffener ist das vollkommen unmöglich. Objektiv sind das nunmal 2 Fälle, da gibt es kein Wennn und aber

Wenn man mit den Betroffenen zu sehr mitfühlt, auch wenn man keiner ist, dann ist es auch schwierig die beiden Fälle objektiv zu sehen. Ist wohl menschlich. Und solange deswegen niemand zu Schaden kommt, ist es meiner nach auch in Ordnung so. Vorrausgesetzt dass die Menschenrecht Gesetze weiter befolgt und verteidigt werden. Auch bei Gäfgen. Schliesslich leben wir in einer Demokratie und dazu gehört Meinungsfreiheit. Und jeder sollte die eigene Meinung bekanntgeben dürfen ohne Angst davor zu haben, von anderen angezählt zu werden. (kleiner wink mit den Zaunpfahl;))
Schlimm wird es, wenn Hass geschürt wird, wie ich einmal bei der Bildzeitung gesehen hatte (im Kiosk, Überschrift war riesig) Und zu guter letzt: Auch Richter sind nur Menschen.
 

Foxioldi

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Der Kindsmörder Gäfgen erhält jetzt vom Land Hessen wegen der Folterandrohung 3000 EURO Entschädigung.

Ob die Eltern des Jungen auch entschädigt werden ...?
 
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undergrounderX

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Wenn man bedenkt, dass die Folter "nur" 3000 Euro Entschädigung kostet, ist doch alles halb so wild. Meinetwegen soll jeder Kindermörder 3000 Euro bekommen, solange es die Chance erhöht das Kind noch zu retten.
 
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Hoffentlich werden die Eltern des Jungen mit noch mehr Geld entschädigt. Eigentlich sollten sie schon deswegen Entschädigung bekommen, weil der Mörder ihres Kindes Entschädigung bekam.

ich weiß nicht was ich von dem Urteil halte. bin froh dass es nur 3000 Euro sind.

Einerseits ist man in ein Rechtsstaat, wo Foltern verboten ist. Selbst Androhungen gehören mit zu. und wenn nichts getan wird, wenn einem Beamten ein Ausrutscher passiert, dann könnte es immer leichter passieren, das irgendwelche Menschen ihre Macht über andere (z.B. Gefangene) missbrauchen. Und es wäre nur eine Frage der Zeit bis es unschuldige Menschen darunter leiden müsse.

andererseits: was ist mit dem Opfer? der Junge musste in seinen letzten Stunden seines Lebens in wahnsinniger Angst verbracht haben. Viel schlimmer als das was Gäfgen "erleiden" musste. Am Ende stirbt der Junge. Angehörige werden für immer ein großen Verlust haben. Und unter besonderer Schmerzen. nicht nur das opfer leidet, sondern die ganzen Angehörige. der Schmerz der entsteht wenn jemand stirbt, so ein schmerz könnten die Angehörige bis mit ins Grab nehmen. Und wenn sie das Urteil sehen, dass der Mann, der das Leben einer Familie zerstört hat, 3000 euro Entschädigung bekommt.......
 

Ankylo

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ich weiß nicht was ich von dem Urteil halte. bin froh dass es nur 3000 Euro sind.

Einerseits ist man in ein Rechtsstaat, wo Foltern verboten ist. Selbst Androhungen gehören mit zu. und wenn nichts getan wird, wenn einem Beamten ein Ausrutscher passiert, dann könnte es immer leichter passieren, das irgendwelche Menschen ihre Macht über andere (z.B. Gefangene) missbrauchen. Und es wäre nur eine Frage der Zeit bis es unschuldige Menschen darunter leiden müsse.

Die Höhe ist bei dem ganzen unerheblich. Magnus Gäfgen ist es auf gut deutsch scheißegal wie viel er bekommt. Sein einziges Ziel war, dass er recht bekommt und dies hat er erreicht. Der Mann ist nicht blöd, der hat immerhin sein erstes juristisches Staatsexamen geschafft. Ansonsten ist nur ein Psychopath, der das Rampenlicht liebt. Der wollte diesen Prozess, damit er zusätzlich noch Aufmerksamkeit erhält, sich praktisch inszenieren, um im Gedächtnis der Leute zu bleiben. Das Bizarre ist eigentlich, dass er ein schönes Leben hätte haben können. So viel ich weiß hat er zumindest einiges an Vermögen gehabt. Aber sein Verlangen diese Straftat zu begehen war größer.

Mit Rechtsstaat sprichst du das richtige Wort aus. Wir leben in einen Rechtsstaat. Auch wenn es ungerecht erscheinen mag, aber die Androhung von Folter steht in keinem Verhältnis zu den Menschenrechten. Angenommen sie wäre in diesem Fall Gäfgen tatsächlich als angebracht anzusehen, dann entsteht eine Diskussion. Wann ist (die Androhung) Folter gerechtfertigt? Wenn der Täter männlich oder weiblich, jung oder alt ist? Wenn es sich bei dem Opfer um eine Frau oder Mann oder Kind handelt? Ist sie bei Diebstahl genauso angebracht wie bei einem Mord oder einer Vergewaltigung? Sobald man diese Fragen stellen muss, dann ist das Prinzip des Rechtsstaats aufgehoben.

Ich möchte Gäfgen auf keinen Fall verteidigen. Seine Tat ist widerlich und dafür hat er bereits seine gerechte Strafe erhalten, die er verdient hat. Aber die Androhung von Folter darf niemals passieren, egal wie die Falllage ist. Das man das als Betroffener vollkommen anders sieht als ein neutraler Beobachter ist mir auch klar.
Zu deiner Frage, ob die Eltern des getöten Kindes entschädigt werden. Grundsätzlich ist dies möglich, da meines Erachtens nach durch die Ermordung ihres Sohnes ihre psychische Gesundheit massiv geschädigt wurde. Allerdings kann ich dir leider keine konkrete Gerichtsentscheidung nennen, aber ich bin mir sicher dass darüber bereits verhandelt wurde.
 
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ich frage mich ob Gäfgen damals, als es noch nicht raus war ob der Junge noch lebte oder nicht, es mit Absicht eingefädelt hat, so dass irgendwann einer der Polizisten in Verzweiflung gerät und eine Straftat wie Folterandrohung machte. wenn er Psychopath ist, dann würde ich es ihm sogar zutrauen. Und da er nicht dumm ist. Vielleicht hatte er damals mit Absicht die Beamten im Glauben gelassen, dass der Junge noch leben könnte. Obwohl er schon längst tot war.

was meint ihr?
 

Foxioldi

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ich frage mich ob Gäfgen damals, als es noch nicht raus war ob der Junge noch lebte oder nicht, es mit Absicht eingefädelt hat, so dass irgendwann einer der Polizisten in Verzweiflung gerät und eine Straftat wie Folterandrohung machte. wenn er Psychopath ist, dann würde ich es ihm sogar zutrauen. Und da er nicht dumm ist. Vielleicht hatte er damals mit Absicht die Beamten im Glauben gelassen, dass der Junge noch leben könnte. Obwohl er schon längst tot war.

was meint ihr?

Ich könnte mir sowas durchaus vorstellen, daß er die Beamten da mit seiner zynischen Art noch so richtig in Wallung gebracht hat.., vielleicht hat er sowas noch richtig gebraucht, da er ja schon paar Semester Jura studiert hat, und sich da doch mit den Gesetzen ausgekannt hat,ist er auf Dummenfang gegangen - und es hat auch funktioniert....

Und trotzdem halte ich diese Entschädigung für eine große Schweinerei!
 
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