Vor allem weil der Amiibo Modus auf winzigen Brettern gespielt wird, die man aber nur nutzten kann, wenn man den Amiibo hat. Hier will man Kohle machen.
Eigentlich braucht man nur einen Amiibo um den Amiibo-Party-Modus zu starten. Auf dem Spielbrett erscheinen dann nähmlich hin und wieder Medallien, mit denen man die Bretter der anderen Charaktere freizuschalten und später auch spielen kann, ohne die entsprchende Figur besitzen zu müssen.
Aber nun zum Thema:
Auch ich muss mich leider, was die kaum vorhandene Qualität des Spieles angeht, meinen Vorrednern anschließen. Ich habe mir Mario Party 10 vorgesten geholt und in insgesamt gut 11 Stunden alle Modi und Spielbretter gespielt.
Der größte Kritikpunkt ist schon mal der Party-Modus.
Nach dem, was man in MP9 dort gegenüber den Vorgängern alles verändert hat, war ich davon überzeugt, dass der Party-Modus zumindest bei den Heimkonsolen-Ablegern eigentlich nicht noch tiefer sinken könnte. Aber Mario Party 10 hat mich nun eines besseren belehrt! Jetzt gibt es nur noch 5 von anfang an verfügbare und gar keine freischaltbaren Spielbretter. Die Patie dauert im Schnitt nur lächerliche 25 Minuten. Bei MP9 waren es immerhin 35-40. Die Spielführer-Ereignisse sind auch dem Rotstift zum Opfer gefallen. Erstmals gibt es auch überhaupt keinen Story-Modus für einen Spieler mehr. Auch wenn Mario Party vorwiegend ein Multiplayer-Titel ist, überhaut keinen 1 Spieler-Modus anzubieten, geht gar nicht!
Der Bowser-Modus scheint wohl hauptsächlich nur dazu zu dienen, das Wii U-Game-Pad in das Spiel einzubinden. Aber ein wirklich großer Mehrwert ist er auch nicht. Zumal er auf den selben Spielbrettern gespielt wird, wie der Party-Modus, wobei jedoch nur 3 davon anwählbar sind. Er bringt aber immerhin etwas Abwechselung herein. Und gerade die Bowser-Minispiele gehören zu den Minispielen die einigermaßen gelungen sind und auch Spaß bringen. Sonst sind die Minispiele weniger gelungen als in den früheren Teilen der Mario-Party Reihe. Ein zu großer Teil von ihnen wirkt viel zu simpel und einfallslos. Leider gibt es auch zu viele Spiele mit Glücksfaktor.
Der Amiibo-Party-Modus hätte das Spiel noch retten können. Schließlich werden hier, wie in den Teilen 1-8, Münzen gesammelt und Sterne gekauft. Und es gibt sage und schreibe 10 verschiedene Spielbretter die man auch vierteln und miteinander kombinieren kann. Aber die Bretter sind winzig klein und alle vom Grundriss und der Lage der einzelnen Felder her identisch aufgebaut. Nur 3 "!"-Felder und ein Ereignis, das beim Vorbeigehen ausgelöst wird, unterscheiden sich von Brett zu Brett. Die Dauer der Patie lässt sich nicht einstellen und dauert immer 10 Runden. Und die Musik ist auf allen Spielbrettern gleich, wenn nicht gerade eine Amiibo-Figur zieht. (Dann ertönt ein charakterspezifisches Musikstück) CPU-Spieler wandern hingegen als Pappaufsteller übers Brett.
Ebenfalls ist mir negativ aufgefallen, dass das Spiel kein Titelbild, keine Einleitungssequenz und keine Titelmusik hat. Nach dem Starten des Spiels kommt, wie bei allen Wii U-Spielen, der Ladebildschirm und danach sofort das Hauptmenü. So viel Lieblosigkeit hätte ich Nintendo wirklich nicht zugetraut.
Mein Fazit:
Mario Party 10 ist zwar immer noch lange kein Rohrkrepierer. Ein bisschen Spaß macht es ja schließlich doch. Aber wegen der vielen oben genannten, negativen Veränderungen gegenüber früheren Ablegern, kann es allenfalls den härtesten Mario Party-Fans wirklich empfohlen werden.