OUYA - Die neue Android-Konsole

daumenschmerzen

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Entwickler: OUYA (Gegründet von Julie Uhrman)
Betriebssystem: Android 4.0
Preis: 99$ (Europäischer Preis noch nicht bekannt. Man kann sie aber importieren - 20€ für den Versand)
Release: USA - März 2013 / Europa - Nicht bekannt​

http://www.zeit.de/digital/games/2012-07/ouya-android-konsole-kickstarter schrieb:
Ouya – eine Android-Spielekonsole erobert Kickstarter
Die Ouya-Konsole basiert auf Android, kostet 99 Dollar und setzt auf Free-to-play-Spiele. Bei Kickstarter sammeln die Macher gerade Millionensummen für das Projekt ein.

950.000 US-Dollar – so viel mussten mindestens über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter zusammenkommen, damit die hübsch designte Android-Spielekonsole Ouya fertiggestellt und ausgeliefert werden kann. Einen Tag nach dem Start der Crowdfunding-Kampagne sind es bereits 2,6 Millionen Dollar.

Geht es so weiter, wird Ouya bis zum Abschluss der Kickstarter-Finanzierung am 9. August 2012 mehrere Millionen US-Dollar zugesichert bekommen und vielleicht sogar einen neuen Rekord erreichen.

Das kalifornische Unternehmen Ouya scheint einen Nerv zu treffen, in einem Bereich, in dem sich die etablierten Konsolenhersteller wie Nintendo, Sony Computer Entertainment und Microsoft bisher schwertun. Die Ouya-Konsole kostet unter 100 US-Dollar, jeder kann für sie programmieren, und das Hauptaugenmerk liegt auf Free-to-Play-Titeln.

Spielen soll wieder günstiger werden, für Entwickler und Spieler. Ouya verlangt deshalb laut eigenen Angaben nur eines von den Entwicklern: Wenigstens ein kleiner Teil des Spiels muss kostenlos zugänglich sein – und sei es als Demo. Und da Ouya auf Android basiert, können Entwickler ihre bestehenden Android-Apps leicht auf Ouya veröffentlichen.

Doch auch die Entwicklung von AAA-Titeln, umfangreichen und teuer produzierten Spielen, soll Ouya revolutionieren können. "Vergesst Lizenzgebühren, Handelsgebühren und Publishing-Gebühren", heißt es in der Projektbeschreibung auf Kickstarter.

Dort finden sich auch einige technische Daten zur Spielekonsole, die an einen Fernseher angeschlossen werden soll. Ouya wird mit einer Tegra-3-Quad-Core-CPU, 1 GByte RAM, 8 GByte internem Speicher, HDMI (bis 1080p), WLAN nach IEEE 802.11b/g/n, Bluetooth LE 4.0, USB 2.0 und einem drahtlosen Gamepad ausgestattet sein. Als Betriebssystem ist Android 4.0 vorinstalliert. Das Gamepad weist zwei Analogsticks, ein D-Pad, acht Actionknöpfe, einen Systembutton und ein Touchpad auf.

Für das schlichte, moderne Design von Ouya ist Yves Behar verantwortlich. Behar arbeitete bereits an der Jambox und am OLPC (One Laptop per Child). Ouya-Chefin Julie Uhrmann arbeitete zuvor bei Vivendi Universal, IGN und Gamefly.

"Wir wollen den Markt durchrütteln", sagt Uhrman und bittet deshalb um Unterstützung über Kickstarter. Mit den bisherigen finanziellen Mitteln sei das nicht mehr möglich gewesen.

Ouya könnte, anders als viele gescheiterte kleine Konsolenprojekte, in den Markt für Spielekonsolen durchaus Bewegung bringen. Immerhin hat das Projekt prominente Unterstützung, darunter wohl auch Ed Fries, der unter anderem bei Microsoft tätig und dort bis 2004 für die Etablierung und Vermarktung der Xbox verantwortlich war.

Ein Vorteil ist, dass Sony und Microsoft noch keine Nachfolger der PS3 und der Xbox 360 in Aussicht gestellt haben, und dass Nintendo gerade erst anfängt, für die Wii U zu werben.

Die Ouya-Konsole soll im März 2013 an Kickstarter-Unterstützer ausgeliefert werden. Sie kann über Kickstarter ab 99 US-Dollar vorbestellt werden, Europäer müssen 20 US-Dollar mehr für den Versand zahlen. Ein Controller liegt bereits bei, für einen zweiten werden 30 US-Dollar mehr fällig.

Uhrman zeigt sich überwältigt von der unerwartet hohen Unterstützung und verspricht, sich nun über Übererfüllungsziele (stretch goals) beim Erreichen bestimmter Geldbeträge Gedanken zu machen. Das dient auf Kickstarter in der Regel dazu, das Interesse zu steigern und das jeweilige Produkt zu verbessern oder mitunter auch schneller auf den Markt zu bringen. Ideen für stretch goals nimmt Ouya unter der E-Mail-Adresse [email protected] entgegen.

Außerdem können an Ouya interessierte Spielefans in einer Surveymonkey-Umfrage fünf Spiele oder Genres angeben, die sie am liebsten auf der Android-Spielekonsole sehen würden. "Wir werden euch nicht enttäuschen", verspricht die dankbare Uhrmann.

Hier geht es zur Kickstarterseite von OUYA.

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Tjaaa, mittlerweile interessiere ich mich auch für den kleinen Würfel. Eine PS3/4 wird das Ding nicht ersetzen können, aber zu dem Preis? Man denke an all die Spielkonzepte, die Möglichkeiten... Könnte auch für jene attraktiv werden, die der Action in Spielen überdrüssig sind und nach innovationen Ideen suchen. Ich bin jedenfalls gespannt und behalte das Ding als Snack für zwischendurch im Auge. :)
 
Zuletzt bearbeitet:

Ankylo

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Ich halte Ouya für eine willkommene Abwechslung. Das Gerät ist für mich in erster Linie nicht eine Konsole, sondern ein Mediencenter bei dem nicht nur Spiele, sondern auch Sachen wie Bilder, Musik und Filme abrufbar sind. Außerdem ist der Preis wirklich günstig.

Ältere Spiele wie GTA III oder Max Payne sind bereits für Androidgeräte erhältlich. Diesen werden denke ich dann auch für Ouya erscheinen und wohl auch mit Controller spielbar sein. Ein Prequel zum Zombiegame Human Element wurde ebenfalls bereits bestätigt. Außerdem rechne ich in Zukunft mit weiteren tollen Games.

Diese vermeintliche Androidkonsole geht einen anderen Weg als die Etablierten und hat eine faire Chance verdient. Möglicherweise sieht so die Zukunft der digitalen Unterhaltung aus. Mich macht das Ding auf jeden Fall schon einmal mehr an als die PS3.
 
R

Retro-Fan

Gast
Schön, dass noch jemand anderes dem Würfel eine Chance gibt :)

Wie Ankylo sagte, die Macher wollen mit Ouya einen andern Weg gehen, der bedingt durch Android auch gegeben ist, da sich (notfalls mit Custom-Roms (nö, die sind nicht illegal)) auch andere Anwendungen installieren lassen.
Für 99,- macht man hier mit Sicherheit einen guten Kauf.

Bleibt zu hoffen, dass das Gerät seinen Weg hierhin findet, ich hätte nur ungern Interesse daran, 120 für den Import zu zahlen, auch wenn ich nun über die nötigen Mittel verfüge.

Und ganz ehrlich, wenn so viele Spiele aus der Vergangenheit, ihren Weg auf Android finden, hat man für das Geld auch nichts zu meckern, das Teil funktioniert ja auch mit PS3-Pad, wenn Bluetooth an Bord ist.

Es stimmt, die Kritiker von Digital-Only werden bemängeln, dass man seine Spiele nicht im Laden mit Verpackung und Beschreibung kaufen kann, dafür lassen sie sich offline auf eigenen Datenträgern sichern, so ist zu mindestens meine größte Sorge, dass man seine Käufe verliert, wenn der Entwickler diese vom Netz nimmt, nicht vorhanden.
Schon mal kein so drastischer Schritt, in diese Richtung und auch sehr benutzerfreundlich.

Dazu kommt, dass 99,- noch immer weniger sind, als 300-500 für die nächste Generation, von denen die neuen Spiele, auch wenn sie geil sind, auch mindestens 30,- als Players Choice, Platinum oder XBOX Classics kosten.

Für Menschen mit geringen Einkommen, die gerne spielen wollen, ein sehr guter Ersatz, wie ich finde :top:

Da können auch keine meister, LOXe oder Schneemänner was gegen setzen ;)
SCNR
 

Ankylo

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Falls es jemand interessiert, Gamestar hat als erste deutschsprachige Gamingseite einen Test zu Ouya veröffentlicht. Dabei geht man explizit nicht von einer Konsole aus, sondern hat es als Multimediagerät getestet. Lesen lohnt sich auf jeden Fall.
 
R

Retro-Fan

Gast
Ich bleibe dabei, dass das Gerät interessant bleibt, gerade der Möglichkeit wegen, es auch als Mediacenter zu benutzen.
Wer weiß, vielleicht bringen die Benutzer ja später auch Open Kang [1], die CyanogenMod [2], oder noch besser FirefoxOS [3] und Ubuntu [4] (kein Debian, aber besser als nichts) dafür, dann würde ich mir das Gerät nochmal genauer anschauen.

[1] - dontknow.me/at - Dereferrer Service [Anonymoused]
[2] - dontknow.me/at - Dereferrer Service [Anonymoused]
[3] - dontknow.me/at - Dereferrer Service [Anonymoused]
[4] - dontknow.me/at - Dereferrer Service [Anonymoused]
 
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