nyls am 09.09.2008 12:57 schrieb:@bernard89: Nach den von Joachim Herrmann im Interview mit der Zeit geäußerten Plänen wäre aber der Import von sogenannten "Killerspielen" zukünftig eine Straftat. Da der Jugendschutz dank des Grundgesetzes einen hohen Stellenwert hat, wäre solch ein Verbot von sogenannten "Killerspielen" auch für Erwachsene möglicherweise sogar verfassungskonform. Eine wirksame Kontrolle des Importverbotes wäre jedoch durch den Wegfall der Zollkontrollen innerhalb der EU und durch Raubkopien aus dem Internet natürlich fast unmöglich.
Es hat keiner dazu aufgerufen, die Wahl komplett zu boykottieren oder irgendwelche radikalen Parteien zu wählen. 99% der Leser des Aufrufs werden wohl auch clever genug sein, um sich eine eigene politische Meinung bilden zu können und den Aufruf als reine Wahlempfehlung der Redaktion zu sehen. Die Entscheidung was jeder Leser dann wählt, bleibt ihm dann schließlich immer noch selber überlassen.
Wie ja jetzt schon mehrfach gesagt wurde, hat hier niemand jemanden aufgefordert "antidemokratische" Parteien zu wählen, sondern lediglich dazu geraten einige wenige demokratische nicht zu wählen. Die Entscheidung liegt bei jedem selbst.bernard89 am 09.09.2008 12:11 schrieb:Bei einer Wahl geht es doch nicht darum, wie Politiker zu einem bestimmten Hobby stehen! Wichtig ist doch zunächst mal, dass man demokratische Parteien wählt (SPD, CDU, FDP, Grüne) und sich nicht von dem sozialistischen oder nationalistischen Gelaber einmüllen lässt. Die Stellung zu Spielen bei diesen Politikern ist so oder so nicht aus Überzeugung, sondern zur Stimmsicherung der älteren Generationen, sowie besorgter Eltern. Jugendlichen und Kindern, so diese Politiker, kann man eh auf den Schlips treten, da sie nicht wahlberechtigt sind.
Im Endeffekt geht mir der ganze Quark doch am -sonstwo- vorbei. Will ich ein Uncut Spiel haben und bin auch alt genug (ich halte die PEGI nicht für schwachsinnig),, so hole ich mir einen Import aus Österreich - auch nicht wesentlich teurer. Durch den Boykott demokratischer Parteien hingegen geht eine viel größere Gefahr davon aus, antidemokratische Parteien zu stärken - denn, wie jeder weiß, Prozente ermitteln sich immer aus der Gesamtheit der Wähler!!!
Also Schluss mit diesem geistig morbiden Krams. -.-
) jetzt ein Politiker Sport für verfassungswidrig erklären würde, würden wahrscheinlich Millionen Menschen auf die Straße gehen und die Wahl des Politikers wäre nahezu ausgeschlossen. Ich denke man darf das übertragen.dsr159 am 09.09.2008 22:34 schrieb:"Was die Chinesen dürften, sollten wir auch dürfen"
Sollen jetzt auch Menschenrechte, Meinungsfreiheit und Patentgesetze missachtet werden? :-o
bernard89 am 10.09.2008 14:43 schrieb:Politiker stehen im Hinblick auf Videospiele unter Zugzwang. Der Großteil der Bevölkerung wird durch unsachliche, nicht neutrale Forschungsergebnisse oder schwachsinnige Reportagen über den Zusammenhang von Attentaten Jugendlicher und Videospielen auf den Trichter gebracht, dass Videospiele das Gewaltpotenzial erhöhen usw. Ich muss sagen: Tatsächlich finde ich es moralisch nicht in Ordnung, wenn zwölfjährige den Zweiten Weltkrieg spielerisch erfahren, da sie 1. keinerlei Hintergrundkenntnisse haben und 2. es einen Kinderschutz geben muss. Das Problem liegt dabei aber eigentlich an der Inkonsequenz der Eltern während der Erziehung. Die schieben ihre Erziehungstätigkeit dann letztlich auf die Politik, die Schulen und die Gesellschaft. Damit hat sich schon ein Teufelskreis gebildet. - Soviel zum Zugzwang der Politik.
Weiterhin: Die CSU ist eine "erz-"konservative Partei. Wer die CSU wählt, wählt eben nicht die Liberalen. Genau deshalb aber Kampagnen dagegen anzuzetteln finde ich einfach schwachsinnig. Und tatsächlich gibt es doch wohl wesentlich wichtigere Sachen, als seine Hobbies auszuüben - nämlich in Freiheit zu leben. Dadurch, dass man die Wahl boykottiert, werden aber die Ausreißer wie die Linken oder die Rechten verstärkt. Das sollten wir nicht zulassen. Darum geht es mir.