Black Flag war nicht schlecht, aber es gab mir zuviele Seeschlachten, das war irgendwie immer das selbe und total öde nach einiger Zeit.
Die Seeschlachten waren bombastisch und das beste am ollen AC3. Wenn der Nachfolger jetzt dieses Feature nimmt, und es sinnvoll ins Spiel integriert (denn in AC3 waren die Schiffspassagen beinahe komplett optional), dann hat irgendjemand bei Ubisoft was richtig gemacht. Chapeau!
Unity geht wieder zurück zu den Wurzeln und nähert sich da wieder mehr dem zweiten Teil.
Ein bisschen buggy war aber jeder Teil, es wäre unfair zu behaupten, dass Unity da schlimmer wäre als die Vorgänger, Bugs und Glitches gab es auch damals schon
Das sie die Kämpfe wieder vereinfacht haben und dieses etwas unhandliche Grabschsystem aus AC3 über Bord geworfen haben, fand ich durchaus begrüßenswert. Allerdings haben sie dann sämtliche Sympathien verspielt, indem sie dieses bescheuerte Rummgerolle ernsthaft als einzige Möglichkeit implementiert haben feindlichen Gewehrkugeln auszuweichen. Das bremst die Kämpfe gewaltig, reißt einen aus dem Fluss und geht tierisch auf die Nüsse. Letztendlich haben sie's verschlimmbessert. Das ist echt nichts was man positiv erwähnen kann.

Das Ausmaß an Bugs mit den Vorgängern vergleichen zu wollen ist ja mal auch feinste Schönrederei. Das Spiel war in einem desaströsen Zustand. Punkt. Dagegen wirkte sogar das schändliche Assassin's Creed 3 zum Release fertig. Und das war mir auch schon zu verbuggt.
Wenn aber ein Spiel in so einem unfertigen Zustand wie Unity erscheint, dann merkt man das dem Spiel immer an, da kann man patchen soviel man will. Und auch, wenn sich spürbar Besserung zeigt, komplett geheilt wird das Spiel nie. Und da ist ein Verriss wie ihn Unity erfahren hat mehr als gerechtfertigt in meinen Augen.
Unity ist meiner Meinung nach viel atmosphärischer und lebendiger als Black Flag. Man kann jetzt viel mehr Gebäude betretenn und das virtuelle Abbild von Paris ist hervorragend gelungen.
Paris sieht wirklich fantastisch aus, ist atmosphärisch und hast du nicht gesehen. Sonderlich lange hält es das aber nicht aufrecht. Man hat sich relativ schnell an der Stadt sattgesehen und sonst kriegt man immer wieder die exakt selben Ereignisse präsentiert, die immer gleichen Aufstände, die nichts eigenes haben. Paris verfeuert sein Pulver echt schnell und hat dann wirklich überhaupt nichts mehr zu bieten. Die Stadt beginnt zu zerbröckeln und zeigt sich als bloße Fassade. Lebendig wirkt da überhaupt gar nichts mehr. Da haben andere Open-World-Titel (insbesondere die von Rockstar) die Messlatte einfach viel zu hoch gelegt.
Black Flag hatte überraschenderweise den längeren Atem. Womöglich, weil die Karibik letztendlich doch abwechslungsreicher ist als die große Metropole Paris.
Black Flag ist zwar ein sehr cooles Spiel, aber irgendwie kein richtiges Assassins Creed im Stile der alten Teile.
Black Flag war nun mal was anderes, und gerade deswegen so gut! Eine tolle Piraten-Atmo, die in Videospielen eh unterpräsentiert ist. Arrrr!