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Spiele sind Spiele. Und Spiele spielt man für gewöhnlich zu Ende. Man hört auch beispielsweise bei einem Brettspiel nicht mittendrin auf. In einem Spiel geht es primär darum zu gewinnen oder zu verlieren. GAME OVER! Man spielt entweder gegen einen anderen Spieler oder gegen die KI. Die alten 8 Bit-Spiele vor knapp 30 Jahren erzählten nur in den wenigsten Fällen eine Geschichte. Das waren dann üblicherweise Rollenspiele. Doch Spiele wie Super Mario, Castlevania, Metroid und dergleichen hatte keine Story. Es gab vielleicht eine kurze Einleitung, die erklärt, worum es in diesem Spiel geht und ein Ziel. Das war alles. Und das ist eigentlich auch alles. Es ging nicht um irgendwelche Story-Twists oder spektakulär inszenierte Cut Scenes. Es ging lediglich darum: Erreich ich das Ende des Spiels oder nicht? Es ging um Skill. Und man hat es so lange versucht, bis man es geschafft hat ... oder auch nicht.
Heute hingegen funktionieren Spiele ganz anders. Es sind meist große "Spielwiesen" (Open World), wo man tun und lassen kann, was man will. Und obendrein gibt es auch noch eine (Haupt-)Handlung, der man bei Interesse folgen kann ... oder auch nicht. Man hält sich halt so lange in dieser (virtuellen) Welt auf, so lange man Lust hat und irgendwann lässt man es bleiben und sieht sich eine andere Welt an. Ich denke, dass viele Spiele dieser Tage ihren Sinn verfehlen und deshalb auch nicht mehr zu Ende gespielt werden.