AW: Spieletest - L.A. Noire im Test für PS3 und Xbox 360 - Ab heute im Handel erhältlich
Ich habe das Spiel zwar noch nicht durch gespielt aber nach 5 Stunden Spielzeit gibts schon einmal ein Zwischenfazit:
L.A. Noire ist was das Flair angeht einfach super.Man fühlt sich wirklich als würde man einen Film spielen. Die Mimik und Gestik der Figuren ist Hammer und bringt nicht nur Schmerz und Wut,Entsetzen , Angst ,Entäuschung und Hass sondern auch Liebe , Freundschaft und Humor sehr gut zum Ausdruck.
Das Spiel fesselt , es zieht einen in seinen Bann.Gute Musik , gute Grafik und trotz dem hohen Anteil an dialogen und rätseln bleibt das ganze spannend.Der Actionanteil kommt ein wenig kürzer , für mich dennoch nicht zu kurz.
Jedoch muss ich leider schreiben das so gut das Spiel auch ist , mir persönlich der Teil der Detektivischen Arbeit zeitweise noch etwas zu linear und kurz kommt.
Beispiel 1:
In einer Gasse in der ein Mord verübt wurde findet man als Spieler in der Rolle von Phelps einige Patronenhülsen.Diese werden aber als nicht relevant eingestuft obwohl sie von der Mordwaffe stammen.
Ansich Schade den könnte Phelps doch schon durch diese auf die Art der Waffe schließen.Aber diese Option fehlt ganz in dem Spiel.
Beispiel 2:
Der Spieler findet am Tatort diverse Zigaretten und Zigarettenschachteln. Man kann diese aber nicht näher untersuchen weil von vorneherein diese als irrelevant eingestuft werden.Warum? Warum kann man diese nicht nach speichelrückständen , lippenstiftabdrücken ect . untersuchen?
Selbst wenn diese für den Fall nicht von belangen währen, hätte man doch so auch falsche Fährten legen können die den Spieler noch länger am Fall hätten knobeln lassen.
Selbiges gilt für Flaschen, Gläser ect.
Beispiel 3:
Findet der Spieler mal eine Schußwaffe die die Mordwaffe ist dann kann man diese nicht nach Fingerabdrücken ect. untersuchen.Alle Schußwaffen scheinen registriert zu sein , daher werden die immer über ihre Registriernummer dem Besitzer zugeordnet oder der Waffenhändler kann diese einem Käufer zuordnen.
Beispiel 4:
Am Tatort befindet sich nahe der Leiche eine Handtasche , wie man sieht besteht der Inhalt aus einem Lippenstift und einem Schlüsselbund mit Anhänger.Untersuchen kann man aber nur den Lippenstift . Warum ?
Währe es nicht logisch dem Schlüssel einem Schloß von einer Tür und einem Zuhause zuweisen zu können (wobei der Schlüsselanhänger onehin so aussieht wie eine Plakete auf dem eine Adresse oder ein Name stehen könnte.) ?
Im späteren Verlauf des Falles bricht man in das Haus des Opfers ein indem man die Tür eintritt.Der Türschlüssel den man nicht nutzen kann liegt immer noch am Tatort in der Handtasche neben der Leiche .
Beispiel 5:
Am Tatort liegt eine männliche Leiche . Das Opfer ist verheiratet wie man durch Zeugenaussagen erfährt.Beim untersuchen der Leiche bzw. deren Hände sieht man aber keinen Ehering.Weil es einfach keine Option gibt nach diesem zu suchen , diesen finden zu können ect. was ein wenig den Eindruck vermittelt das man bei der Programmierung des Spieles schlichtweg vergessen hat den verheirateten Opfern einen Ehering zu verpassen.
Praktisch gesehen braucht man keine Ehering schlielich reicht ja die Zeugenaussage um klar zu machen das das Opfer verheiratet war aber spätestens beim nächsten Fall bei dem wieder ein Opfer auftaucht das eigendlich einen Ehering haben müsste aber auch keinen aufweist wird das ganze etwas merkwürdig . Aus diesen Fällen wird auch nicht ersichtlich das der Ring gestohlen sein könnte oder ähnliches.Trotz detailliertes Ansicht der Hände und der Option diese untersuchen zu können fehlt der Ring genauso wie ein Ringabdruck.
Beispiel 6:
Ein Totschlag wird verübt . Im Zuge der Ermittlungen findet man bei einem verdächtigen einen Baseballschläger.Phelps hebt den auf und stuft diesen sofohrt als irrelevant ein.Erst später wird klar warum dieser als Mordwaffe ausscheidet da man danach irgendwann erfährt das die Mordwaffe wohl soetwas wie ein Stahlrohr oder ähnliches wahr.
Fazit:
Dadurch das viele der findbahren Gegenstände an den tatorten von Phelps selbst beim anschaun schon als irrelevant eingestuft werden obwohl das nur jemand einstufen kann dessen Fall nach Drehbuch abgespielt wird , geht viel potential und auch ein Teil der Spannung flöten die ansonsten dem Spiel ein noch grösseres Ausmaß verschaffen könnte.
Für L.A: Noire 2 wünschte ich mir mehr Freiheit.So z.b auch alle am Tatort gefundenen Objekte auch wirklich eintüten und in einem Labor analysieren zu können anstatt sie nur kurz anzuheben , anzuschaun und dann möglichst wieder genauso hin zu legen und liegen zu lassen wie diese zuvor vorgefunden werden konnten.
Zudem währe es schön wenn man zuvor gefundene Gegenstände auch nutzen könnte.Wozu verschlossene Türen eintreten wenn man zuvor am Tatort eigendlich die Schlüssel finden konnte?