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Online-Spielesucht als Krankheitsbild: WHO und APA forcieren Einstufung

Maik Koch

Redakteur
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Das ist wieder so nen Thema wo eigentlich alles Auslegungssache ist. Ab wann ist man eigentlich Spielesüchtig? Zugegeben, wenn mich ein Game fesselt und ich Zeit habe, kann ich auch mal locker 6 Stunden am Stück zocken (Kopfweh vorprogrammiert XD).
Viele meiner Freunde zocken nach wie vor täglich WOW (im Schnitt 1-3 Stunden). Zählt das auch schon als Krankheit?
Schönstes Argument, was ich auch schon oft an den Kopf geworfen bekommen hab: "Mach doch was sinnvolles!" Hmm ja und was z.B.? Auch ist der Begriff "Zeitverschwendung" hier völlig deplatziert, denn im Grunde genommen ist alles Zeitverschwendung, denn sterben müssen wir eh alle irgendwann mal. Ich weiß, dass ist jetzt überdramatisiert, aber Ihr merkt auf was ich hinaus will. Eine Sammelleidenschaft könnte man ja auch als Krankheit bezeichnen...

Ich schweife ab. Fakt ist, auf einen gemeinsamen Nenner bei diesem Thema werden die nicht kommen und selbst wenn es als Krankheit diagnostiziert wird, was soll dann die Heilung sein? Antibiotika hilft doch bei allem :P
 
Grundsätzlich hast du wohl recht, aber es gibt auch eindeutige Anzeichen für eine Sucht.
Wenn jemand sein soziales Leben krass vernachlässigt und/oder sozial verkümmert, weil er von Morgend bis Abends ausschließlich Videospiele konsumiert, dann ist das ohne Zweifel als Sucht zu bezeichnen.
Oder wenn jemand so viel Geld für Videospiele ausgibt, dass er sich dafür hoch verschuldet - auch das ist dann ganz sicher als Sucht zu bezeichnen.

Und natürlich kann man mit Therapien helfen, jemanden wieder auf einen vernünftigen Weg zu bringen - sogar ohne Antibiotika ;)
 
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