In einer virtuellen Welt schaue ich nicht einfach alles an, nur weil es ja eh nicht echt ist. Zielen und Schießen ist für mich ein Gegenstand des Spiels und des Weiterkommens - wie Ziel schießen. Zumal man ja in Spielen überwiegend in die Rolle der Guten schlüpft. Das ist so mein Hintergedanke.
Zwischen Kindern in einem Spiel zu quälen/vergewaltigen oder Bösewichte und Monster abzuschießen, liegt ein gewaltiger Unterschied, zumal es für mich als empfindliche Frau niemals tragbar wäre.
Ich hab auch keine Shooter lieber, nur weil ich Leichen weiter zerstückeln kann. Das find ich dann schon wieder eklig - und etwas sinnlos.
Aber in den Medien soll den ganzen naiven Sofazombies ja aufgedrückt werden: "Vorsicht, Killerspiele machen ihren jungen, unschuldigen Sohn zu einem Amokläufer, wenn er es 5 Stunden am Stück spielt!" Und das ist völlig unrealistisch! Genau so wie man an einem Spiel ein Attentat planen oder das Zielen üben kann.
Ein Spiel alleine bringt niemanden zu so etwas. Dazu gehört mehr (die Psyche, Wut, Ärger) und ausserdem macht es - wie bei Alkohol - die Menge. Nur dass ich Alkohol als viel gefährlicher einstufe. Es sind alles gefährliche Dinge, die der Mensch "einnimmt" und süchtig oder krank von werden kann.