AW: Uncharted 2
So, bin jetzt auch durch. Insgesamt ein sehr unterhaltsames Game, was mir insgesamt besser gefallen hat, als der Vorgänger.
Handlung und Präsentation sind stimmig, die Spielzeit wirklich solide und die Schauplätze doch sehr abwechslungsreich. Ich mag zwar diese modernen Settings (Museum, Stadt, etc.) nicht so sehr, aber insgesamt ist die Mischung wirklich gut gewesen. Was da an virtuellen Kulissen entworfen wurde ist echt beeindruckend und sehr stimmig. Im Gegensatz zu etwa TR, wo man immer das Gefühl hat die Level sind nur jeweils durch Hinweise am Ende verbunden, so wirkt U2 doch wie aus einem Guss. Wirklich ne feine Sache und auch die Kletterpassagen und (kleine) Rätsel waren glücklicherweise auch zahlreicher, als im Vorgänger. Besonders gelungen waren einige Passagen, wo auch noch alles um einen herum einbricht. Gut, teilweise stark konstruiert, aber es ist ein Spiel und es wirkt gut.
Nicht schön fand ich dagegen die teilweise stark eingestreuten Actionpassagen. Nichts gegen Action an sich, aber bei der Art von Spiel wäre mir weniger lieber und außerdem finde es nicht so schön sehr lange gegen X Gegnerwellen kämpfen zu müssen. Ist ja durchaus ein wenig herausfordernd, wenn nach und nach von allen Seiten Verstärkung kommt, aber die Wellenkämpfe sind nun nicht mein Ding. Schleichen war eine durchaus feine Ergänzung, nur leider noch nicht ganz ausgereift. Wäre schön, wenn man in einem U3 dann durch die Art und Weise des Vorgehens bestimmen kann, ob man nun gegen X Wellen kämpfen will oder nur die (wenigen) Wachen ausschalten möchte und dann Ruhe im Gebiet hat. Mitunter haben die Wachen entweder nix bemerkt, wenn man am leisen Meucheln war, aber an anderer Stelle richtetetn sofort alle die Waffe auf einen, wenn 10 Meter weiter die Leiche eines Gegners – mit Verzögerung – gefunden wurde. Da wissen dann plötzlich alle, wo man ist.
Ebenfalls nicht doll waren IMO die „Bosskämpfe“ im Game, die mir – wie ein wenig der Zuglevel – leicht gestreckt vorkommen und so gelungen finde ich es auch nicht, wenn menschliche / menschenähnliche Angreifer so viel einstecken, die eigene Spielfigur aber nach wenigen Treffern ausgeschaltet ist.
Ende war leider – wie schon in Uncharted 1 – sehr stark auf Ballern konzentriert, aber hat doch mehr Spaß gemacht, als die unzähligen Wellen in den letzten U1-Leveln. Nur irgendwie ist es schade, da die Entwickler wirklich geniale Szenarien entworfen haben und man ballert nur rum und öffnet dann eine Tür. Da wäre mehr drin gewesen.
Als Kleinigkeit würde ich bei den Negativpunkten auch noch einige Steuerungsprobleme nennen. An einigen Wänden wollte sich Drake nicht wirklich gut festhalten, ab und zu konnte eine Kante nur nach 1-2 Versuchen gegriffen werden und ich hätte stellenweise auch gerne ein wenig Kontrolle über die Kamera bei Kletterpassage gehabt. Das Schwingen am Seil ist fürn Arsch, wenn man nicht nur einfach nach vorn abspringen muss und das Aufsammeln von Waffen / Munition (und Secrets) finde ich ausgesprochen umständlich. Wäre mir lieber man könnte etwa Munition direkt durch Drüberlaufen aufsammeln und müsste nur zum Waffenwechsel eine Taste drücken.
Aber insgesamt, wie gesagt, hat es mir doch gut gefallen.
Ach das Wendecover ist nett, aber welcher Idiot war für den 10€-mydays-Gutscheinaufkleber auf dem Cover verantwortlich? Das geht ja mal gar nicht.
