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    Retroklassiker von damals, aber mit mehr Geld und aufwand

    Das ist ein Thema über das ich mir hin und wieder Gedanken mache, es ist nämlich dieser:

    Stell dir vor es ist 1992, der SNES ist da, man der Mega Drive/Genesis ist da, und man hat noch gute Erinnerungen an den NES, und diese Konsolen haben Klassiker! Systemseller! Quasi Sachen die so gut sind dass man über nichts anderes mehr reden kann, klar, sowas gibt es heute immer noch, aber darum soll es hier gehen, nämlich wenn manche Franchises so fantastisch damals waren, warum gelten so viele davon heute also kaum der rede wert? Und ich rede hier nicht von vergessen, denn viel kommt ja dank der Indie Szene und Retro Gaming youtubern alá AVGN ja wieder zurück. Oder sind nur noch kleine indie Produkte, während andere in der AAA Branche heute immer noch stark laufen?

    Mal ein beispiel: Nintendo hat damals sehr viele franchises gehabt, und was die machen ist eigentlich die heute genau so stark zu behalten als damals... meistens (geh zurück in die Box F-Zero), aber ja: Donkey Kong Country war damals kult, und Donkey Kong Country gibt es noch heute in Form von Tropical Freeze, und das mit einem ordentlichen Budget dahinter und guten Verkaufszahlen. Aber allgemein ist da Nintendo eher ne ausnahme, ich mein die machen auch irgendwie AAA 2D Platformer, etwas was sonst niemand macht und andere in dem falle indie oder bestenfalls mittelgroße Produktionen bleiben.

    Aber mal ein Gegenbeispiel, und jetzt auch eins das mehr oder weniger die idee für den Thread inspiriert hat: Mega Man! Ich habe mich diesen Sommer quasi aus dem nichts in Mega Man verliebt. Ich habe nur Teil 2 gespielt, weil ich lust auf was kurzes hatte, und die Legacy collection war plötzlich offen und man fuchst sich schnell durch 2, war ganz ok, dann hat man noch kurz darauf 3 probiert, weil das auch irgendwo einen kultstatus hat (aber nicht so einen großen wie 2) bevor man was anderes spielt... und ich war so dermaßen davon begeistert, ich habe den ganzen Sommer nichts anderes gemacht als den Großteil der Serie gespielt, und zwar einiges, in diesem Sommer habe ich locker weit über 100 Stunden in die Mega Man Serie verbracht, und ist mal eben in null Komma nichts zu einen meiner Lieblingsfranchieses überhaupt geworden (aber ich schweife ab, ich muss mal diese Liebe zu Mega Man in einem anderen Rahmen zum Ausdruck bringen), aber wie konnte ich 100 Stunden Mega Man schaffen? Weil es einfach so viel Mega Man gab! Verschiedene Serien mit verschiedenen Settings und Charakteristiken und Gameplay elementen, welche aber zum Großteil zur selben Timeline gehören und doch so verschieden sind, so ein wenig wie die verschiedenen Star Trek Serien wenn ich einen vergleich ziehen muss (oder Jojo, aber wer interessiert sich hier schon für Anime?), aber das ist das Ding: wenn es damals so riesig war und es soooo viele verschiedene Spiele gab, warum ist es heute so klein? Und wenn es mal wieder aus der versenkung geholt wird, warum ist es dann so Nieschig mit moderaten verkaufszahlen, wo doch Mega Man 2 damals so ein massiver erfolg war?
    Oder ich geh mal so weit: Mega Man 11 kam, und es war ein mittelklasse produziertes Spiel, eigentlich ein weiteres 2D Jump n run, welches "Cutscenes" in Form von Still images und statischen ingame models mit immerhin ein wenig voiceacting hatte. der Produktionsaufwand war quasi das, was man von so einem Spiel auch erwartet. Warum erwähn ich das? Nun, schauen wir zurück zu Mega Man Zeiten auf der PS1! Mega Man 8 und X4 hatten richtige, aufwendig produzierte animierte cutscenes, die noch heute verdammt gut aussehen und garantiert nicht billig waren! Weißt du, deine Cutszene kann entweder so aussehen, oder auch einfach SO! Klar, die waren damals schon nicht perfekt, während heute Mega Man 11 voiceacting hat das in Ordnung ist, hatten 8 und X4 einfach lachhafte Syncros, und anscheinend hat man sich damals schon verkalkuliert, weshalb X5 und X6, auch PS1 spiele, wieder Statische Bilder als Cutscenes hatte (ZX für den DS wiederum hatte wieder animierte cutscenes, wenn auch im kleineren Rahmen, aber es zeigt dass der Wille immer noch da war für das ganze auch ein bisschen Geld auszugeben). Aber dennoch: der Aufwand war da, und der fehlt heute einfach.
    Dann natürlich das offensichtlichere: Die Serie ist nun langsamer was releases angeht, damals kamen die spiele förmlich ausgeschissen, mehrere waren auf einmal in der Produktion, fast jährlich erschien eins, heute gab es nach Mega Man 10 2010 einfach 8 jahre Pause (!), bis Mega Man 11 kam, und jetzt ist wieder 2 Jahre tote Hose, bis hoffentlich bald ein wahrscheinliches Mega Man X9 kommen wird (zumindest deuten alle Indizien und aussagen der Entwickler darauf)... und die X Serie ist seit 2005 (!) im Koma wenn man Rereleases und ein PSP Remake nicht mit zählt (und selbst das ist schon Jahre her)... immerhin gibt es dafür ne Erklärung, Serien veteran Keiji Inafune hat Capcom verlassen, und dann wusste man nicht mehr was man damit machen will, bis er selber Mighty No.9 verbockt hat und man sehr wahrscheinlich darauf hin mit Mega Man 11 mit ein wenig mehr Fürsorge aus dem Fiasko einen Gewinn von den enttäuschten Fans schöpfen wollte. Und somit hat man langsam... SEHR langsam wieder an Fahrt aufgenommen...


    Ok, jetzt haben wir einen halben Geschichtsunterricht in Mega Man gehabt (sorry, ist halt was wofür ich viel offen habe ), wie wäre es mit ein paar anderen Beispielen: wie wäre es mit, äh, Ninja Gaiden? Klar, das Ding ist inzwischen auch wieder tot, aber dennoch: in der ersten Xbox/360 Era hatte es aus dem nichts einfach wieder ein Reboot in AAA Manier gehabt, so einfach aus dem nichts! Seit dem NES war die Serie abgeschlossen, niemand hat mehr nach einem neuen Teil gefragt, und plopp: Aufwendiges Reboot, nicht 2D Jump N run wie damals, nein, 3D Hack n Slay mit ordentlich Mula hinter der Produktion, zu einer Zeit wo das original quasi vergessen war... wie ist das passiert, während andere NES Klassiker, nehmen wir mal hier Blaster Master, heute mit der Zero Serie weiterhin eine Indie Serie ist? Und was ist eigentlich mit Sega? Alle Mega Drive klassiker außer Sonic sind heute maximal indie ware (grüße an ToeJam & Earl Back to the Groove und dem bald kommenden Alex Kidd in Miracle World HD), während bei Square Enix mit Trials of Mana ein ordentliches Remake kommt von einem Spiel, welches außerhalb von Japan nie erschien!
    Es sind halt solche Fragen.

    Und um sowas soll sich der Thread hier drehen, was ist heute quasi vergessen? Was hätte eine Kostspielige Neuauflage verdient, welches, ich wiederhole. keine kleine Produktion ist, sondern ein aufwendiges Produkt, und wie könnte man das umsetzen und was ist da passiert dass es nicht mehr so teuer ist?
    Geändert von Herr-Semmelknoedel (11.11.2020 um 21:20 Uhr)

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