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  1. #61
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    Avatar von Skeletulor64
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    Gut, ich ringe mich mal endlich zu einem Fazit durch. Ein Haufen Zitate, auf die ich nochmal Bezug nehmen muss, und das wird wohl ein langes Stück Arbeit.

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    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
    War aber die Zeit wert, würd ich sagen. Also, die Charaktere sind authentisch, das ist mal viel wert. Und die Story gibt bislang auch was her.
    Highlight des Spiels ist tatsächlich aber im Moment noch der Soundtrack, der ist richtig gut.
    So viel konnte ich nach der ersten Episode sagen und der Ersteindruck konnte sich von vorn bis hinten auch festigen.
    Das Spiel hat alles, was es braucht, um fesselnd zu sein, darunter:
    • authentische Charaktere, die Empathie hervorrufen,
    • eine gut erzählte Story, die insbesondere durch ihre Spannung punktet,
    • eine aufsaugende Atmosphäre, was auch mit den anderen beiden Punkten zusammenhängt.

    Außerdem ist der Soundtrack großartig. Hab ich auch schon mal geschrieben. Den hör ich mir im Moment noch im Auto an. Herrlich entspannend, zumal ich auch ein sehr ungeduldiger Autofahrer bin. Die Musik fährt mich dann ein bisschen runter.

    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
    Dann hab ich ja noch ein paar Brocken Life is Strange vor mir. Die Story hab ich vor ein paar Tagen durchgespielt und sie hängt mir immer noch ziemlich oft am Tag im Kopf. Vor rund drei Jahren hab ich in diesem Zusammenhang - eine Story, die hängen bleibt - von BioShock Infinite gesprochen. Danach hab ich The Last of Us gespielt, auch so ein Titel. Danach kam aber tatsächlich nicht mehr viel, das mich so gepackt hat.
    Das fühlt sich dann wie ein Erlebnis an. Ein Spiel, das so packend ist, dass es auch nach dem Durchspielen nicht loslässt und nachdenklich stimmt. Irre. Eigentlich weiß ich noch immer nicht, wie ich das Spiel abschließend im Thread in Worte fassen soll. Deshalb krebse ich seit Tagen mit solchen Miniaussagen wie diesen hier rum. Am Ende werd ich wahrscheinlich alles zusammenkratzen, was ich bisher geäußert hab und packe noch andere Gedanken dazu. Das wird ein richtig buntes Müsli.
    Da haben wir’s nochmal. Eigentlich der wichtigste Kasten mit meiner Meinung, den ich hier posten werde. Das Spiel hat mich auch Tage danach noch beschäftigt. Und das zeugt schon von mehr Substanz als bloßer Unterhaltung.
    Ob das Spiel es nun will oder nicht, es bringt mich dazu, gewisse Entscheidungen auch auf mich und mein Leben zu beziehen. Klar kann ich vorm Bildschirm keinen so glaubwürdiges Szenario erschaffen, dass ich meine Entscheidungen an der Konsole genau so treffe, wie ich sie denn treffen würde, wenn ich in der Realität entscheiden müsste. Da ist das Ergebnis wohl immer verfälscht. Zumal ich natürlich in echt nicht an der Zeit drehen kann und einige Entscheidungen dadurch eh nicht auftauchen werden.

    Es gibt mir jedenfalls ein gutes Gefühl, wenn ich so ein Spiel mit mehr Gehalt als üblich gespielt habe. Das bringt mich zum Nachdenken und vielleicht beeinflusst es tatsächlich Entscheidungen, die ich künftig mal treffen werde. Wer weiß das schon?

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    Zitat Zitat von Sc4rFace Beitrag anzeigen
    Ich will MEHR! Ist jetzt fast eine Woche her seit ich mit Life Is Strange durch bin, das Spiel lässt mich aber nicht in Ruhe. […]
    Es beruhigt mich ja, dass es nicht nur mir so ging. Ich wollte die Spielwelt noch nicht verlassen, als es zu Ende war. Zu hoch war der Gewöhnungseffekt. Ich war in der Spielwelt drin. Gutes Zeichen und ein Pluspunkt für das Spiel.

    Am Ende ist es wie bei fast allen Spielen mit Schwerpunkt auf Entscheidungen: Es gibt festgelegte Enden und die Freiheit wird einem nur vorgegaukelt. Diese Tatsache erntet etwas Kritik bei auch anderen Spielern, aber das Gesamtwerk weiß zu überzeugen. Es steckt so viel Liebe in Life Is Strange, da kann man keinem böse sein.
    Kann man kritisieren, ja. Würde ich auch als Kritikpunkt nennen.
    Spoiler:
    Und wer will schon am Ende alle Handlungen während des Spiels verwerfen, nur um abschließend die Stadt zu retten? Es wurde schon mehrfach auf diese Art begründet und da ist durchaus was dran. Alle Entscheidungen wären verpufft, hätte man Chloe geopfert.
    Daran hab ich aber nicht mal gedacht. Ich konnte sie nicht einfach opfern, deshalb hab ich’s gelassen. War nicht leicht und ich hab kurz das Headset absetzen und durchschnaufen müssen, aber dann dachte ich mir auch, dass ja nicht zwingend alle Bewohner der Stadt sterben müssen, nur weil sie verwüstet wird. Und ich hab sowieso nicht verstanden, warum keiner auf die Idee kommt, die Stadt für ein paar Tage zu verlassen. Man sieht doch den Sturm aufziehen, also könnte man sich auch abmachen. Ne, wer das nicht einsieht, der hat eben Pech gehabt.
    Andererseits erschien mir das Entscheidungsspektrum in der Hinsicht auch zu eindimensional: Warum gibt es keine Möglichkeit, die ganzen Leute zu warnen? Wie so oft bei solchen Entscheidungsspielchen gibt es zu wenige Optionen und zumindest ich würde oftmals noch gern anders handeln können. Aber es ist auch verständlich, da man einfach nicht alles einbauen kann.


    Spoiler:
    Der Spieler wird am Ende verabschiedet mit Thanks for playing Season 1 und auch wenn die Entwickler sagen über Teil 2 wird nicht nachgedacht - alleine mit dieser Verabschiedung haben sie das Gegenteil bewiesen. Ich bin bereit für mehr. Interessant wird sein wie es weitergehen könnte. Mit einer möglichen Season 2 müssten sich die Entwickler zwangsläufig ein Ende zum "echten" Ende machen - sollte es mit den gleichen Charakteren weitergehen. Wobei mir auch etwas einfällt um mit Beiden fortfahren zu können.
    Spoiler:
    Kann mir nicht vorstellen, wie man das fortführen will. Das wäre schon hart, der Hälfte der Spieler so vor den Kopf zu stoßen, dass man ihr Ende zum falschen deklariert. Andererseits wurde das ja eh schon gemacht, was man anhand der Mühen, die in beide Enden investiert wurden, sehr gut erkennen kann.


    Nun wirklich kurz etwas zum Inhalt des Finales:
    Spoiler:
    Ich habe Arcadia Bay geopfert. War eine lange Entscheidung, am Ende ist es für mich die einzig konsequente. Damit habe ich auch das Gefühl meine Entscheidungen zuvor hätten etwas Gewicht (bei Chloe trifft das sogar zu). Erstaunlich finde ich wie ausgeglichen die Wahl der Spieler ausfällt (siehe Bilder unten)
    Spoiler:
    Finde ich auch erstaunlich, dass es sehr ausgeglichen ist.

    Und ich hab nach dem Ende nochmal kurz überlegen müssen, ob ich mich richtig entschieden habe. Das hat dann noch ein oder zwei Tage angehalten und dann war ich mit mir im Reinen. Sowas gab’s auch noch nie.
    Also, aus meiner Sicht war’s die richtige Entscheidung, Chloe zu retten.
    Im Übrigen heißt es „Arcadia Bay opfern“, nicht „Die Menschen von Arcadia Bay opfern“.
    Wie ich also schon gesagt habe, könnten die ja doch überwiegend überlebt haben. Und die paar Leute, die sich eben nicht aus der Schussbahn bewegen wollen, die können mich mal.
    Was kann Chloe jedenfalls dafür, warum sollte ich die opfern?

    Und nein, ich glaube nicht wirklich an sowas wie Schicksal und dass der Tod schon hinter ihr her war, ich also bloß das Unvermeidliche hinausgezögert habe.
    In dieser Hinsicht wollten die Entwickler den Spieler offenbar sehr in eine Richtung drücken. Tja, ohne mich. Ich bin nämlich auch kurzsichtig genug, um solche Versuche im ersten Durchgang nicht direkt zu bemerken.
    Insofern kann ich auch sagen, mir ist nicht aufgefallen, dass Chloe angeblich dem Tode geweiht ist. Hat sich unglücklich mit dem Fuß in den Zugschienen verhakt. Na und?
    Hat sich mit der Pistole in den Bauch geschossen. Kann passieren, wenn man auf diverse Gegenstände schießt und die Kugel abprallt.


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    Zitat Zitat von Ankylo Beitrag anzeigen
    Stattdessen will ich noch ein wenig auf das Drumherum eingehen bevor ich zu meinen großen und übertriebenen Kritikpunkten komme und schließlich begründe, warum es für mich persönlich das beste Spiel seit Jahren ist.
    Starkes Statement.

    Nicht so gut ist jedoch die Technik des Spiel.
    Boah, die war mir sowas von egal. Da hab ich nicht mal besonders drüber nachgedacht.

    Grafisch ist es noch okay, aber stellenweise hatte ich meine Probleme. Sicherlich spielt die Optik bei einem Adventure eine untergeordnete Rolle, aber das heißt nicht, dass es nicht gut aussehen darf. […]
    Darf es schon, aber man muss sicher bedenken, dass es fast als Indie-Titel rauskam. Okay, Square Enix steht dahinter, aber ein Retail-Release war ja nicht von Anfang an geplant. Und rein für einen Downloadtitel ist das schon schwer in Ordnung, was technisch geliefert wird.

    […] Telltale […] David Cage […]
    Telltale verweigere ich und daran wird sich auch nix ändern.

    Und David Cage ist eher ein Fall für Revolver. Seine beiden mir bekannten Werke - Heavy Rain und Beyond werden jedoch mit jeder Erinnerung, die ich daran habe, schlechter.

    Dann wollen wir mal zu meinen drei Kritikpunkten kommen. Ab jetzt wird ordentlich gespoilert.
    Achievements/Trophäen des Spiels
    Die dürften in solchen storylastigen Spielen eben nicht während des Spiels, sondern nur bei Kapitelende aufploppen.
    Hat auch schon jemand gesagt. Und welches Spiel macht das nochmal genau so? Grad vergessen, steht auch in meiner Liste drin.

    Ein zentrales Motiv des Spiels

    Spoiler:
    Es ging nämlich nicht um die Komponente der Fotographie, sondern fand ich auch um eine stark sexuelle Komponente, wenn nicht sogar Vergewaltigung. Zumindest hatte ich das Gefühl dies ansatzweise zu spüren. Beispielsweise als Chloe von ihrem Drogenkonsum mit Nathan berichtet. Fotos gab es doch keine? Also war für mich der logische Schritt, ob er sich an ihr vergangen hat. Leider schweigt sich das Spiel hierzu komplett aus.
    Spoiler:
    Sagst du, dass es darum ging. Den Gedanken hatte ich natürlich auch, weil er sehr naheliegend erscheint, wenn schon keine Details genannt werden, als davon gesprochen wird, dass Nathan Mädels unter Drogen gesetzt hat.
    Und es gab doch einen sexy SMS-Austausch mit Victoria, bei dem er fragt, was sie gerade trägt und sie offenbar nichts außer… boah, keine Ahnung, was genau.
    Aber war das nicht sogar zwischen Victoria und Nathan?
    Kann mir jedoch genauso gut vorstellen, dass der Idiot nur darauf aus war, mittels verstörendem Bild- und Videomaterial Druckmittel zu sammeln, um den Mädels die Zukunft zu verbauen. Auch wenn das zugegebenermaßen die harmlose Variante ist. Und ich mir eben nicht vorstellen will, dass er sich an Kate und an Chloe vergangen hat.


    Spoiler:
    Ich weiß nicht woran es liegt, aber hätte man tatsächlich solch ein heikles Thema eingebaut wäre es womöglich ein Skandal gewesen. Ein Spiel, das offen Vergewaltigung und Mord anspricht? Dass muss ein frauenfeindliches Spiel sein. So würde für mich der allgemeine Ton der Presse aussehen.
    Und ich geb dir recht, dass man eine große Chance hätte nutzen können. Andererseits wäre das Spiel dann nicht ab 12 und es hätte einen insgesamt nochmal deutlich düsteren Anstrich bekommen. Und es ist sowieso schon düsterer, als ich es mir im Voraus ausgemalt hatte.
    Nein, das ist ja wohl kein Spoiler.

    Das Ende des Spiele oder die letzte Entscheidung

    Spoiler:
    Ich entschied mich dafür Chloe zu retten, denn sie war mir wichtiger als Arcadia Bay. Darauf gehe ich später noch ein.
    Jop, mir auch.

    Spoiler:
    Allerdings habe ich mir nach dem Abspann des Spiels am nächsten Tag noch die zweite Option angesehen und Acradia Bay gerettet. Die Folge war, dass ich mich maßlos darüber geärgert habe, denn dies ist einfach eine bescheuerte Pseudoentscheidung gewesen. Man merkt finde ich ganz klar welches Ende die Entwickler favorisiert und auch als richtiges Ende beabsichtigt wurde. Nämlich die Stadt zu retten und Chloe zu opfern.
    Spoiler:
    Ja, das hat mir auch überhaupt nicht gefallen. Aber es war keine Pseudoentscheidung, denn du kannst immer noch frei entscheiden, welches Ende du nimmst. Dann stemme ich mich eben gegen die Entwickler. Mir doch egal. Anarchie im Blut!


    Spoiler:
    Man merkt dies auch sehr gut an der Länge der anschließenden Sequenz. Rettet man Chloe umarmen sie sich und fahren danach durch Arcadia Bay. Aber sind wirklich alle tot?[…]
    Spoiler:
    Ganz genau!
    Das war auch mein Gedanke, als ich mich für Chloes Überleben entschieden habe.

    Das Ende ist aber wirklich viel zu kurz gekommen, nachdem man sich dafür entschieden hat.


    Spoiler:
    Nimmt man jedoch die zweite Option bekommt man den für mich fast emotionalsten Moment des Spiel serviert als sich Chloe und Max noch einmal umarmen und Max am Ende einfach nur noch heult.
    Aber nur fast. Und deshalb kann man auch darauf verzichten.
    Spoiler:
    Trauriger fand ich’s noch, Chloe im Rollstuhl zu sehen und auch, die vermeintlichen Überreste von Rachel auf dem Schrottplatz zu finden.
    In beiden Szenen hab ich auch Tränen vergossen. Nicht massiv geheult, aber ein paar Tränen kamen mir schon. Eine Stufe mehr als feuchte Augen, könnte man sagen.


    Spoiler:
    Hätte man dies anders lösen können? Ich denke ja, indem sich Chloe weigert die Entscheidung von Max zu akzeptieren und sich einfach erschießt. Dadurch hätte man auch die Grundannahme des Spiel ändern können, indem man ganz klar und deutlich zeigt, dass man zwar den Lauf der Dinge ändern kann, aber eben nicht sein Schicksal.
    Spoiler:
    Auf diese Annahme von Schicksal hatte ich schon keine Lust. Aber klarerweise fallen dem Spieler immer mal wieder andere Entscheidungen ein als bloß die, die verfügbar sind. Das kann man den Entwicklern aber auch nicht zwingend ankreiden, schließlich ist ein Spiel immer irgendwo begrenzt.


    Spoiler:
    Dafür muss ich jetzt Erklärungsarbeit leisten und sagen, was für mich meine besten Spiele ausgemacht haben. Diese Spiele haben mich nicht allein aufgrund ihres Gameplays, ihrer Handlung oder ihrer Optik überzeugt, sondern weil sie mich auf einer persönlichen Ebene angesprochen, getroffen und mitgenommen haben.
    Da! Noch einer, der das so sagt.

    Spoiler:
    Genau so ging es mir zu Schulzeiten auch. Ich wollte nie der beliebteste Klassenkamerad sein, der allen imponiert und klasenübergreifend bekannt ist. Das lag mir einfach komplett fern. Hatte auch oft das Gefühl, dass ich irgendwie nicht zu 100% dazu passe und anders bin. Deshalb kommt es nicht von ungefähr, dass CM Punk mein großes Vorbild war, ist und immer sein wird. Dadurch kam ich mit Straight Edge und Punk in Berührung. Habe mir auch aus Spaß einmal die Fingernägel schwarz lackiert. Eigentlich wurden sie mir viel eher lackiert der langweiligen Unterrichtsstunde in Wirtschaft & Recht und der Banknachbarin sei Dank.
    Das sind vielleicht Details…

    Spoiler:
    Aus diesen Gründen kam für mich auch nur ein Ende in Frage, nämlich Chloe zu retten. Denn was hätte ich ohne Chloe gemacht? Ich wäre weiterhin Max geblieben und exakt nichts hätte sich an mir geändert. Ich wäre weiterhin das unauffällige Mädchen geblieben. Ich wäre weiterhin irgendwann an meiner eigenen Arbeit verzweifelt. Und am allerentscheidensten für mich ist ich wäre weiterhin einsam gewesen. […]
    Okay, okay. Gut und nachvollziehbar begründet.
    So oder so ähnlich hab ich das schließlich auch mit mir ausgehandelt.
    Spoiler:
    Jedenfalls dachte ich mir auch, dass Max ohne diese Freundin einen viel zu großen Verlust erfährt. Und nachdem man die beiden über das gesamte Spiel hinweg begleitet hat, kam das für mich nicht in Frage, dieses Duo wieder auseinanderzureißen.


    Spoiler:
    Persönlich glaube ich an so etwas wie Schicksal, weshalb ich auch die Prämisse des Spiels teile, dass man zwar Verläufe beeinflussen kann, aber das Ende und somit sein Schicksal nicht. Aus diesen Gründen hat mich Life is Strange angesprochen, getroffen und mitgenommen.
    Spoiler:
    Und du gehst aber nicht davon aus, dass Chloe weiterhin vom Tod verfolgt wird, weil das Schicksal vorgesehen hat, sie sterben zu lassen? Das ist ja die große Frage, nachdem man Arcadia Bay geopfert hat. Geht’s dann so weiter, dass Max Chloe immer wieder den Arsch retten muss?


    ==========================

    Zitat Zitat von Revolvermeister Beitrag anzeigen
    So, ich hab es auch endlich geschafft. Ein tolles, wirklich hervorragendes Adventure, das insbesondere die Titel von Telltale, die inzwischen eine gewisse Ermüdung zeigen, in ihre Schranken verweist.
    Sehr schön, ich verpasse also auch nix.

    Spoiler:
    Die Handlung entwickelt schnell eine starke Sogwirkung, die einen nicht mehr loslässt.
    Und da hätte man schon den Punkt setzen können.

    Spoiler:
    Außerdem wird ein gewisser Determinismus angedeutet, in dem Chloe, deren Tod anfangs verhindert wurde, wieder und wieder in lebensgefährliche Situationen kommt, als wolle die Welt ihren nicht eingetretenen Tod korrigieren, andererseits scheint die Sache letztendlich mit der Zerstörung der Stadt durch den heraufbeschworenen Tornado gegessen zu sein.
    Spoiler:
    Obwohl dieser Punkt natürlich sehr interessant klingt. Das ist dann die Frage, mit der man leben muss, wenn man die Stadt opfert. Und das kann ich eigentlich ganz gut. Ich rede mir einfach ein, dass Chloe ein langes, angenehmes und sorgenfreies Leben haben wird.


    Spoiler:
    Auch wenn ich es für eher schwach halte, dass der Psycho und vermeintliche Strippenzieher, der immerhin vier Kapitel lang gejagt wurde, einfach als tot deklariert und vom eigentlichen Mastermind abgelöst wird. Lahm! Da hätte mindestens ein On-Screen-Tod drin sein müssen! Ich frag mich ebenfalls wieso die letzte Etappe zu einem wirren, mitreißenden Fiebertraum ausartet, der stark an Batmans Angstgashalluzinationen aus Arkham Asylum erinnert. Ist natürlich gut gemacht und mitreißend, aber warum genau hat sie diese ... „Träume“?
    Spoiler:
    Ja, das ging mir auch zu schnell. Der Tod hätte drin sein müssen. Generell bin ich auch nicht in der Lage, Episode 5 zu verstehen. Da hätte mich eine Erklärung auch noch sehr interessiert.



    Überhaupt hat Life is Strange sehr viel gemein mit dem Visual Novel Steins;Gate, den ich derzeit auf der PS Vita „lese“.
    Aber wirkt das Spiel nicht abschreckend, wenn ich auf einen düsteren japanischen Stil nicht so besonders abfahre?

    Spoiler:
    Auffällig ist, dass ich hier den Joel aus The Last of Us mache. Das Mädchen retten, und den Rest praktisch verdammen. Es erschien mir einfach richtig so, ansonsten wäre ja so ziemlich alles wofür man sich den Allerwertesten aufgerissen hat umsonst gewesen. Das die Entwickler darüber anders denken, macht ein Vergleich der Endsequenzen jedoch überdeutlich und der Verlauf der Handlung an sich. Aber hey, wenn man mir die Wahl lässt, ergreif ich sie auch, dann ist mir persönlich auch Latte, was die Entwickler im Sinn hatten!
    Sehr schön, auch wieder gut formuliert.

    Zitat Zitat von Devilhunter2002
    Spoiler:
    Schlussendlich läuft es dann darauf hinaus: Wie weit würdest du gehen und was würdest du alles opfern um sie zu retten. (Ich hab die Stadt übrigens auch verdammt - Scheiss auf die Leute, ich will Chloe! haha)



    Zitat Zitat von Revolvermeister Beitrag anzeigen
    Spoiler:
    So ein schöner Anflug von Gottkomplex fehlt völlig, der sich aus den Kräften und der daraus resultierenden Macht ergeben müsste.
    Spoiler:
    Auch so eine Sache, die ich so plump gefunden hätte, dass ich froh bin, sie nicht gesehen zu haben. Dann lieber eine bescheidene Heldin, der stumpfe Klassiker.


    Gibt’s eigentlich was schöneres als Diskussionen, die sich völlig in Spoilerklammern hüllen?
    Ja, schrecklich, wie mein Beitrag wohl im Nachhinein aussieht. Ich schreibe das Ganze hier sogar außerhalb von VGZ, so viel könnte das noch werden.

    Aber mir geht auch langsam die Luft aus, ich kürze nun mal ab.

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    Gut, gehen wir nochmal kurz diese Begriffe „Anspruch“ und „Niveau“ durch.

    Zitat Zitat von Skeletulor64
    Für mich hat dieses Spiel Anspruch, weil es mir mehr gibt als stumpfe Unterhaltung, wie ich ja schon oben irgendwo erwähnt hab. Das Spiel versetzt mich in eine nachdenkliche Stimmung, es bringt mich auch zum Lächeln. Es bringt mich dazu, gewisse Szenarien im Spiel auf mein eigenes Leben zu projizieren und erinnert mich an Erlebnisse aus meinem Leben. Und das ruft wiederum eine ganze Palette von Emotionen in mir hervor.
    Deshalb hat das Spiel aus meiner Sicht Anspruch. Man könnte sagen, "es spricht mich in meinem Inneren an". Dafür müsste ich dann quasi das berühmt-berüchtigte Prädikat "wertvoll" zücken.
    Ganz zu schweigen davon, dass es nicht allzu viele Spiele gibt, die mich in einer solchen Art, auf einer solchen Ebene berühren. Viele Spiele sind nunmal kaum mehr stumpfe Unterhaltung. Was ich übrigens nicht schlecht reden möchte, denn ich stehe auf stumpfe Unterhaltung. Kann ich nicht oft genug sagen. Auch stumpfe Unterhaltung kann mich einsaugen und mich die Probleme des Alltags für eine Weile vergessen lassen. Das klingt immer so geschwollen, aber ich meine es auch wirklich so. Und bin stolz drauf, ein Hobby zu haben, das mich überhaupt in einer solchen Weise beeinflussen kann.
    Jo, das kann ich nach wie vor so stehen lassen. Klingt vielleicht ein bisschen schmalzig, aber ich meine das trotzdem so. Davon abgesehen bin ich ein Softie.
    Spiele, die mir Spaß machen, gibt’s haufenweise. Und Spiele mit einer oder mehreren unterhaltsamen Storys gibt’s auch genug.
    Aber es kommt nicht allzu oft vor, dass mich die Handlung und gewisse Szenarien nach dem Spielen noch beschäftigen. Ist im Bereich der Filme auch nicht anders. Oftmals ist es nur Unterhaltung für den Moment. Ist der Film vorbei, dann war’s das auch mit der Handlung.

    Hier allerdings haben die Entwickler mehr erreicht. Und davor ziehe ich den Hut.

    Zitat Zitat von Skeletulor64
    Glaube immer mehr, dass es ein düsteres, trauriges Ende geben wird. Das sind reine Vermutungen, aber leichte Kost ist es nicht unbedingt. Das Spiel ist packend, die Charaktere laden zum Mitfiebern ein und eigentlich wünsche ich mir nur irgendwie ein glückliches Ende. Andererseits halte ich das schon beinahe für unrealistisch.
    Spoiler:
    Und im Nachhinein würde ich sagen, dass meine Vermutung bestätigt wurde.
    Das Ende war in keinem Fall leicht zu verdauen und man wurde vielmehr sukzessive darauf vorbereitet, ein hartes Ende zu erleben. Verdammt!


    ==========================

    Zitat Zitat von Revolvermeister Beitrag anzeigen
    Also ich hab Ankys Ausruf des Schreckens immer wie folgt interpretiert:
    Spoiler:
    Ihm hat wohl einfach nicht Max' Eingreifen in die Vergangenheit a la Ashton Kutcher am Ende der Episode gefallen. Denn - och nee! - Chloe ist plötzlich im Rollstuhl! Ging ja grandios nach hinten los die Aktion! Bravo, Max! Du Hipster!
    Spoiler:

    So extrem ist mir das Hipster-Getue eigentlich gar nicht ins Auge gestochen.


    Ja, mag sein. Jeglichen Anspruch möchte ich dem Spiel nun auch nicht absprechen, aber in meinen Augen, war es eben weniger als das Spiel zu Beginn vermuten lässt und damit entstand bei mir automatisch das Gefühl, dass es einfach zu wenig war. Ist vielleicht ein bisschen früh darüber noch mal zu philosophieren. Da kann man ja noch einmal ansetzen, wenn du fertig bist.
    Vom wissenschaftlichen Standpunkt betrachtet mag das Spiel eher mager ausfallen, das stimmt. Aber ich finde es auch überhaupt nicht erstrebenswert, dem Spieler mit einem Bildungsauftrag auf die Füße zu steigen, der sich auf Chaostheorie, den Schmetterlingseffekt und dergleichen fokussiert. Letztlich sehe ich es als Unterhaltungsmedium, nicht als Bildungprojekt.
    Und ich glaube, da gehen unsere Auffassungen auseinander.
    Ich brauche nicht das Gefühl, in wissenschaftlicher Hinsicht schlauer geworden zu sein, um ein Spiel anspruchsvoll zu nennen. Es kann auch schon reichen, wenn das Spiel mich zum Nachdenken anregt und insbesondere im Gedächtnis bleibt, selbst wenn die Glotze schon wieder aus ist.

    Uh, jetzt wird das Wort aber bei der Wurzel gepackt!
    Es ist gut geschrieben, soweit gehe ich selbstverständlich mit. Anspruch hat es auch, nur vermodert der ein wenig im Keller und niemand fängt damit so recht was an, soweit meine Meinung. Aber für mich heißt halt ein hohes Niveau (was ich trotz dem ein oder anderen Schlagloch Life is Strange nicht absprechen will) nicht automatisch Anspruch.
    Klar, da müssen wir auch trennen. Niveau würde ich auch im anderen Kontext gebrauchen. Niveau gehört für mich eher in die Kategorie von Qualität, kann sich rein auf den Unterhaltungswert beschränken. Anspruch hat was mit „wertvollem“ Medium zu tun, das über Unterhaltung hinausgeht. Da würde ich mal den Formulierungsvorschlag „regt zum Nachdenken an“ wagen. Auch knackige Rätselspiele würde ich darunter aufzählen.

    Ein weiteres Beispiel: The Walking Dead ist ebenfalls hervorragend geschrieben (die erste Staffel von Telltale, die Comics von Kirkland, die Serie auch ... stellenweise), aber ich käme nie darauf, dem irgendeinen Anspruch zu unterstellen. Dafür finde ich den Grundgedanken „Wie ändert sich der Mensch, wenn die Gesellschaft nicht mehr existiert“, was mittels der Zombieapokalypse gezeigt wird, viel zu banal in seiner Ausführung.
    Ich glaube, ich mach Anspruch sehr stark von der Existenz einer Meta-Ebene abhängig und davon, was der Titel eigentlich vermitteln will.
    Meta-Ebene ist gut. Also brauchst du auch etwas Nachhaltiges, etwas Bleibendes? Eine Nachricht, die das Spiel dir mit auf den Weg gibt?

    Ansonsten auch gut, dass ich mir The Walking Dead dann wohl schenken kann. Hat jedenfalls noch keiner geschafft, mir einen Grund zu nennen, weshalb ich die Serie schauen sollte.

    Klar, nichts gegen stumpfe Unterhaltung!
    Aber, Butter bei die Fische, Handlungen in Videospielen sind meistens Müll oder dünner als ein Blatt Papier. Deswegen wird ja auch im Prinzip alles abgefeiert, was dicker als der Durchschnitt ist, da ist es auch völlig unwichtig, ob so ein Haufen Story ein wenig streng riecht (Ich schaue in deine Richtung, Cage!).
    Immer drauf auf den Cage.

    Na ja, ich hab wohl keine allzu großen Ansprüche, wenn ich lediglich Unterhaltung möchte. Vielleicht liegt es daran, dass ich deine Aussage dazu nicht ganz verstehe.
    Filme bieten in den meisten Fällen dann ja auch nix besonderes, würd ich mal behaupten.

    Aber so würde ich es generell nicht formulieren. Insgesamt bin ich mit Storys in Spielen ganz zufrieden, muss ich sagen. Auch bei Resident Evil 4 wäre ich nie auf die Idee gekommen, zu meckern. War okay.

    Spoiler:
    Na, was sag ich? Samariter!
    Ich hab die Kohle eiskalt mitgehen lassen. Leck mich kreuzweise, du fauler Direx mit Trinkproblem!
    Meine Knarre hatte ich übrigens auch noch.
    Spoiler:
    Ja, auch in Spielen kann ich meine Grundsätze nicht so ganz über Bord werfen. Es sei denn, es geht um solche Standardaktionen wie Gegner umlegen. Oder überfahren.
    Andererseits hast du auch wieder recht, der Direktor ist schon ein komischer Typ gewesen.


    Zitat Zitat von Revolvermeister Beitrag anzeigen
    Nur über meine Leiche!
    Spoiler:
    Die schlampig verbuddelt wurde und auf dem ollen Schrottplatz dahinmodert, weil eine neue Kulisse zu aufwändig wäre

    Jetzt heißt es Farbe bekennen! Ätsche-Bätsche!
    Spoiler:
    Wobei ich es auch immer wieder lustig finde, wenn man schon zu Beginn am Ort des Geschehens rumläuft oder eben direkt zu Beginn das Arschloch des Spiels erblickt, ohne es zu wissen. Und genauso auf dem Schrottplatz entspannt Faxen macht, während die beste Freundin dort angeblich begraben liegt.


    Also bitte! Life is Strange spielt natürlich handlungstechnisch recht weit oben mit, mit großem Abstand vor allem, was David Cage je gemacht hat und je machen wird, aber Bioshock Infinite und The Last of Us spielen trotzdem noch mal in einer ganz anderen Liga, schließlich sind das ja Spiele, die inhaltlich komplett abgestimmt sind und keine Frage offen bleibt. Denn im Gegensatz zu Life is Strange ist bei den beiden anderen Titeln halt wirklich alles vorhanden. Man muss nur genau genug hinschauen. Teilweise sehr genau. Aber es ist da. Sehr hohes Niveau.
    Bei Life is Strange bleiben mir hingegen zu viele Fragen offen. Und da kann man auch gerne genauer hinschauen. Die Fragen bleiben trotzdem offen.
    Na, wenigstens willst du mir die beiden Titel nicht schlecht reden.
    Zumindest muss man im Falle von The Last of Us aber auch gestehen, dass es dort leichter ist, keine offenen Fragen übrig zu lassen. Was ist schon eine Pilzpandemie verglichen mit Zeitreisen?
    Und BioShock Infinite? Ja, da wurde vermutlich sehr sauber gearbeitet. Da hat man sich aber auch vorgenommen, einen wissenschaftlichen Anstrich zu benutzen. Ganz besonders durch Rosalind und Robert Lutece. Superbe Charaktere!

    Also, dein Zug.
    Spoiler:
    Spoiler:


    PS: Mit Doppel-Posts verhält es sich wie mit Big Macs: sie sind groß, aber der Royal mit Käse ist einfach besser!
    Das hast du doch nur geschrieben, weil du einen Spruch raushauen wolltest.
    Der Royal mit Käse schmeckt überhaupt nicht besonders.

    ================================================== =============
    ================================================== =============

    Glaube, ich hab’s jetzt. Hoffentlich ohne Fehler bei den Zitat-Klammern oder - noch wichtiger - bei den Spoiler-Klammern.
    Und vor allem hab ich keinen Bock mehr. Hat ja fast länger gedauert als eine Episode des Spiels.

    Hierauf wird doch niemand antworten. Viel zu lang, dieser Post.
    Geändert von Skeletulor64 (12.06.2016 um 23:01 Uhr)
    Holt ihn euch, Jungs!


  2. #62
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    Habe mir den Text jetzt grob durchgelesen, aber kann leider aufgrund der fortgeschrittenen Uhrzeit nicht mehr darauf eingehen, deshalb nur ein Punkt.

    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
    Und ich geb dir recht, dass man eine große Chance hätte nutzen können. Andererseits wäre das Spiel dann nicht ab 12 und es hätte einen insgesamt nochmal deutlich düsteren Anstrich bekommen. Und es ist sowieso schon düsterer, als ich es mir im Voraus ausgemalt hatte.
    Nein, das ist ja wohl kein Spoiler.
    Das Spiel hat in den USA sowieso ein Mature Rating, da Drogen vorkommen. Deshalb kann ich dieses Argument leider nicht gelten lassen.


    Wer eine kompetente Meinung zu Life is Strange hören möchte, dem empfehle ich erneut sich ein Bier aufzumachen. (Gibt es übrigens auch bei iTunes.)


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  3. #63
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    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
    Hierauf wird doch niemand antworten. Viel zu lang, dieser Post.
    Doch, ich tu's! War doch klar!
    Zuerst das Relevante zu Life is Strange, dann das Triviale. Gern geschehen, Internet!

    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
    Spoiler:
    Im Übrigen heißt es „Arcadia Bay opfern“, nicht „Die Menschen von Arcadia Bay opfern“.
    Wie ich also schon gesagt habe, könnten die ja doch überwiegend überlebt haben. Und die paar Leute, die sich eben nicht aus der Schussbahn bewegen wollen, die können mich mal.
    Was kann Chloe jedenfalls dafür, warum sollte ich die opfern?
    Spoiler:
    Ist aber irgendwie 'ne komische Aktion aus der zerstörten Stadt zu verschwinden. Beim Aufräumen mithelfen kam Thelma und Louise wohl nicht in den Sinn, Hauptsache weg ...
    Ich bin übrigens der Ansicht, dass da der Großteil drauf gegangen ist. Alle tot und verschüttet. War mir aber trotzdem egal.


    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
    Boah, die war mir sowas von egal. Da hab ich nicht mal besonders drüber nachgedacht.
    Also auf mich wirkte die Grafik immer bewusst leicht verwaschen, was auch zu den den „Fotos“ auf den Sozialen Netzwerken passt, weil das einfach der Stil des Spiels ist. Vielleicht ist die Grafik ja eine Imitation der Polaroidkamera, durch deren Linse Max die Welt praktisch sieht?


    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
    Spoiler:
    Sagst du, dass es darum ging. Den Gedanken hatte ich natürlich auch, weil er sehr naheliegend erscheint, wenn schon keine Details genannt werden, als davon gesprochen wird, dass Nathan Mädels unter Drogen gesetzt hat. [...]
    Kann mir jedoch genauso gut vorstellen, dass der Idiot nur darauf aus war, mittels verstörendem Bild- und Videomaterial Druckmittel zu sammeln, um den Mädels die Zukunft zu verbauen. Auch wenn das zugegebenermaßen die harmlose Variante ist. Und ich mir eben nicht vorstellen will, dass er sich an Kate und an Chloe vergangen hat.
    Spoiler:
    Mensch, das waren doch Fotografen! Die haben sich mit dieser Vergewaltigungsknipserei ausgedrückt. Das war Kunst! Nichts mit Druckmitteln. Bei Nathan wurde ja zumindest stark angedeutet, dass dieser von seinem Vater misshandelt wird. Der hat auf die Art und Weise seinen Kummer und Schmerz verarbeitet. So zumindest meine Ansicht.


    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
    Spoiler:
    Ja, das ging mir auch zu schnell. Der Tod hätte drin sein müssen. Generell bin ich auch nicht in der Lage, Episode 5 zu verstehen. Da hätte mich eine Erklärung auch noch sehr interessiert.
    Spoiler:
    Sollte vielleicht ihren inneren Kampf darstellen? Wäre zumindest meine Erklärung. Die finde ich aber unbefriedigend, weshalb ich die Frage nach dem Sinn trotzdem gestellt habe. Vielleicht hat einer 'ne Antwort parat, die mir gefällt.





    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
    Spoiler:
    Auch so eine Sache, die ich so plump gefunden hätte, dass ich froh bin, sie nicht gesehen zu haben. Dann lieber eine bescheidene Heldin, der stumpfe Klassiker.
    Spoiler:
    Du findest es vielleicht übertrieben, aber letztendlich halte ich die Entwicklung nur für „natürlich“ und fast schon zwingend. Denn wenn du die Zeit wieder und wieder zurückdrehen kannst, dann genießt du Narrenfreiheit, um nicht zu sagen Kräfte, die denen eines Gottes gleichkommen und jedem anderen Menschen bei weitem überlegen sind. Wenn Chloe vom Zug überrollt wird, ist das nicht schlimm, denn ich kann die Zeit ja zurückdrehen und es verhindern. Ich kann den Tod betrügen und Menschen wieder lebendig machen. Und wenn ich Menschen wieder zum Leben erwecken kann, dann kann ich sie auch umbringen. Das ist auch gar nicht schlimm, denn ich kann deren Tod ja wieder rückgängig machen. Leben, Tod ... triviale Dinge, völlig bedeutungslos.
    Ich persönlich hatte auch solche Momente. Auf dem Schrottplatz kommt Drogendealer Frank und ist auf Ärger aus. Ich halte mich bedeckt, schieße nicht und er schnappt sich die Knarre. Das war unbefriedigend. Was tue ich also? Die Zeit zurückdrehen, wie es an der Stelle jeder Gott tun würde. Diesmal werd ich schießen. Und wenn mir das Ergebnis nicht gefällt, dann dreh ich die Zeit noch mal zurück und niemanden wird was passiert sein.

    In meinen Augen verliert man bei so einer Fähigkeit ab einem gewissen Punkt zwangsläufig den Respekt vorm Leben selbst, sowie dem Seelenheil seiner Mitmenschen. Und ich persönlich finde es Schade, dass Max in der Hinsicht praktisch nichts gezeigt hat.


    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
    Vom wissenschaftlichen Standpunkt betrachtet mag das Spiel eher mager ausfallen, das stimmt. Aber ich finde es auch überhaupt nicht erstrebenswert, dem Spieler mit einem Bildungsauftrag auf die Füße zu steigen, der sich auf Chaostheorie, den Schmetterlingseffekt und dergleichen fokussiert. Letztlich sehe ich es als Unterhaltungsmedium, nicht als Bildungprojekt.
    Und ich glaube, da gehen unsere Auffassungen auseinander.
    Ich brauche nicht das Gefühl, in wissenschaftlicher Hinsicht schlauer geworden zu sein, um ein Spiel anspruchsvoll zu nennen. Es kann auch schon reichen, wenn das Spiel mich zum Nachdenken anregt und insbesondere im Gedächtnis bleibt, selbst wenn die Glotze schon wieder aus ist.
    Wenn ich beim Spiel nebenher noch was gelernt habe, ist das natürlich toll, aber in keinster Weise das, was ich gemeint habe.
    Spoiler:
    Aber zugegeben, ich hab mir ein Spiel erhofft, dass grübelnd auf das Raum-Zeit-Gefüge eingeht, darüber sinniert und damit spielt. Letztlich war's nur 'ne Geschichte über Freundschaft.
    Aber was ich massiv unschön finde, ist, dass der Science-Fiction-Teil so schlampig eingearbeitet wurde. Das Universum folgt keinem logischen Konzept um den Bruch im Zeitgefüge auszugleichen, von ein paar halbherzigen Beinahetoden Chloes mal abgesehen. Stattdessen schneit es, oder Wale werden an den Strand gespült. Das Universum wirkt machtlos und das finde ich im Kontext des Spiels unglaubwürdig.
    Und natürlich: Max' Kräfte werden nie geklärt und deren Ursprünge auch nie wirklich hinterfragt. Das nimmt aber so ein dermaßen zentrales Element im Spiel ein, dass da eine Begründung erfolgen musste. Und sei es nur etwas oberflächliches wie „Es war das starke Band der Freundschaft zwischen Max und Chloe“. Das hätte ich mir tatsächlich gereicht - es wäre natürlich eine recht schwache Erklärung, aber wieso denn nicht? Immerhin hat sie die Kräfte gekriegt, als Chloe gerade im Begriff war erschossen zu werden. Hauptsache es gäbe einen Grund.




    Noch ein paar Sachen zu Life is Strange.
    Das Spiel hätte in meinen Augen eher die doppelte Anzahl an Episoden gebraucht. Der Plot wird hier unheimlich schnell aufgebaut, das große Rätsel „Wer Laura Palmer umgebracht hat“ - Mist, falsche Serie! - wird im Handumdrehen gelöst und dann löst sich alles auch schon wieder auf.
    Spoiler:
    Die anderen Realitäten werden auch kaum mit Aufmerksamkeit bedacht. Die Realität in der Chloes Vater am Leben war hat etwa Max' komplett verändertes Umfeld nur kurz angestrahlt und sonst komplett unbeleuchtet gelassen und ist sofort zurück zu Chloe gewandert. Aber gerade die Tatsache, dass sie plötzlich einen komplett anderen Bekanntenkreis hatte, fand ich unheimlich spannend, das hätte ich liebend gerne noch weiter ergründet.

    Das Spiel wirkt stellenweise sehr stark gehetzt, man hätte sich mehr Zeit lassen müssen und die Geschichte auf mehr Episoden verteilen müssen.
    Was ich auch ein wenig unschön fand, war, dass Max ein wenig zum Spielball der Spieler wurde und der Willkür der Fans so ausgesetzt war. Da kam es manchmal zu Sachen, die dann weder zur Geschichte gepasst haben, noch zu Max, wo dahinter in ganz dicken Buchstaben FANSERVICE geschrieben stand.
    Spoiler:
    Etwa wenn man Chloe in Episode 3 ein Küsschen gibt und sie am Ende opfter: dann gibt es einen dicken Lesbenkuss, der komplett unnatürlich wirkt und wohl nur dafür da ist, dass irgendwelche „Shipper“ einer abgeht.
    Zumal es ja eindeutig zwischen ihr und Warren (den Namen hab ich jetzt nachschlagen müssen, weil er mir nicht einfallen wollte) gefunkt hat. Den hab ich aber ein wenig vernachlässigt, weil Max in meinen Augen eben mit anderen Dingen beschäftigt war. Schließllich gab es vermisste Schülerinnen zu finden und geilen Quatsch mit der Manipulation der Zeit anzustellen, da hab ich doch keine Zeit für den Planet der Affen!


    ================================================== =============
    So, ab hier wird es langsam trivial!
    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
    Meta-Ebene ist gut. Also brauchst du auch etwas Nachhaltiges, etwas Bleibendes? Eine Nachricht, die das Spiel dir mit auf den Weg gibt?
    Also eine Botschaft muss schon drinnen sein, wie ich finde.
    Beispiel Spec-Ops: The Line. Ich zitier an dieser Stelle einfach mal Jörg Friedrich, Lead Level Designer des Spiels: „Was wir in Spec-Ops: The Line zeigen ist [...] was Krieg aus Menschen machen kann, wozu Krieg Menschen treiben kann, und das Krieg was ist,
    was an ihnen nicht unbeschadet vorübergeht.“
    Aber das ist auch nur die Spitze des Eisbergs bei Spec-Ops: The Line.



    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
    Na ja, ich hab wohl keine allzu großen Ansprüche, wenn ich lediglich Unterhaltung möchte. Vielleicht liegt es daran, dass ich deine Aussage dazu nicht ganz verstehe.
    Meine Aussage war im Prinzip, dass Videospielhandlungen häufig besser bewertet werden, als sie eigentlich sind, einfach weil bei Videospielen diesbezüglich der Anspruch extrem niedrig ist. Nur so kann ich mir erklären, warum den Cage nicht alle Menschen auslachen.
    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
    Filme bieten in den meisten Fällen dann ja auch nix besonderes, würd ich mal behaupten.
    Ist schwierig zu pauschalisieren und stark abhängig, von welchen Filmen genau überhaupt die Rede ist.
    Aliens beispielsweise setzt sich (kein Scherz) mit dem Vietnamkrieg auseinander, in dem die dortigen Soldaten anfangs selbstbewusst auftreten (ich möchte die Szene hervorheben, in der einer der Soldaten, gespielt von Michael Biehn, glaub ich, sich euphorisch über die Überlegenheit ihrer Ausrüstung auslässt) am Ende jedoch den nackten Xenomorphen, die ihre Umgebung mit einbeziehen klar unterliegen. Der Film übt so auch Kritik an anderen Produktionen (zum Beispiel Rambo 2), die beim Aufgreifen des Vietnamkriegs oft den amerikanischen Soldaten als Überlebenswunder darstellen, der sich schlammbeschmiert zwischen Sträuchern tarnt und Fallen legt, in die die Vietnamesen tappen, während es in der Realität genau andersherum war.

    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
    Na, wenigstens willst du mir die beiden Titel nicht schlecht reden.
    Zumindest muss man im Falle von The Last of Us aber auch gestehen, dass es dort leichter ist, keine offenen Fragen übrig zu lassen. Was ist schon eine Pilzpandemie verglichen mit Zeitreisen?
    Ist natürlich ungerecht, weil Zeitreisen fiktiv sind und der Cordiceps-Pilz aus The Last of Us echt. Der befällt nur eben Ameisen statt Menschen.

    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
    Und BioShock Infinite? Ja, da wurde vermutlich sehr sauber gearbeitet. Da hat man sich aber auch vorgenommen, einen wissenschaftlichen Anstrich zu benutzen. Ganz besonders durch Rosalind und Robert Lutece. Superbe Charaktere!
    Bioshock Infinite hat viel mehr gemacht, als „einen wissenschaftlichen Anstrich zu benutzen“. Ken Levine hat tatsächlich Videospiele im Einklang mit Quantenphysik gebracht. Die verschiedenen Zeitachsen mit ihren Variablen und Konstanten sind im Prinzip nichts anderes als verschiedene Spieldurchläufe. Du kannst zehn Leute dieselbe Schießerei spielen lassen und bei niemanden würde es gleich ablaufen, weil jeder anders handelt. Aber es gibt bei jedem bestimmte Aktionen oder Stellen, die ihm der Entwickler quasi aufzwingt, seien es Zwischensequenzen, oder das Öffnen einer Tür um in den nächsten Abschnitt zu kommen. Variable und Konstanten.
    Das deutet sich auch gleich zu Beginn des Spiels an.
    Spoiler:
    Im Ruderboot als die Luteces Booker zum Leuchtturm bringen und sich darüber unterhalten, ob er wohl mitrudern wird. Einer der beiden entgegnet, dass er das nicht wird, weil er das nie tut, und er hat Recht, weil der Spieler ja überhaupt keinen Ruderknopf hat!
    Und als sie schließlich anlegen, grübeln sie, ob Booker wohl irgendwann aussteigen wird (sofern man das nicht sofort tut). Wieder antwortet einer der beiden, dass er das irgendwann tun wird und siehe da: die einzige Aktion in diesem Boot ist die, an Land zu gehen. Super gemacht!



    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
    Und David Cage ist eher ein Fall für Revolver.
    Ich kann nichts dafür, Monsieur Cage (ein Franzose mit englischem Pseudonym find ich auch komplett bizarr und daneben, dass der noch nicht von seinen Landsleuten als Volsverräter beschimpft und totgeprügelt wurde ist mir schleierhaft ... Das ist jetzt aber kein Aufruf zur Gewalt! ) ist schließlich für furchtbare Handlungen verantwortlich, die von den Leuten auch noch als gut empfunden werden.
    Wie ist denn eigentlich sein Erstlingswerk, Nomad Soul gewesen? Auch so furchtbar?
    Bei Fahrenheit weiß man ja wie das ist. Fängt genial an und geht beschissen weiter. Am Ende ergibt das Spiel nicht mal mehr Sinn.
    Ach Cage, wärste doch beim Spielemusik komponieren geblieben!
    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
    Seine beiden mir bekannten Werke - Heavy Rain und Beyond werden jedoch mit jeder Erinnerung, die ich daran habe, schlechter.
    Wundert mich nicht.

    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
    Die dürften in solchen storylastigen Spielen eben nicht während des Spiels, sondern nur bei Kapitelende aufploppen.
    Hat auch schon jemand gesagt. Und welches Spiel macht das nochmal genau so? Grad vergessen, steht auch in meiner Liste drin.
    Von aufploppenden Trophäen krieg ich nie was mit, weil ich Benachrichtungen ausgestellt habe.


    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
    Aber wirkt das Spiel nicht abschreckend, wenn ich auf einen düsteren japanischen Stil nicht so besonders abfahre?
    Bei Steins;Gate? Nee, abschreckend dürfte eher die unfassbare Menge an Text sein (auf englisch), wenn einen nicht die japanische Sprachausgabe vertreibt. Ich hab mit dem Spiel immerhin über fünfzig Stunden verbracht. Fünfzig! Alles nur lesen. Und weil die Charakterveränderung der Hauptfigur, in dessen Kopf man quasi steckt, echt gut gemacht ist.


    ===========================================
    Ach du liebe Zeit! ()
    Wieso ist es denn plötzlich so spät?
    Geändert von Revolvermeister (13.06.2016 um 01:15 Uhr)
    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
    Wuuuhh, Risiko. Ein Rebell. Die Anarchie bricht aus!!
    Spoiler:

  4. #64
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  5. #65
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    Habe nochmal die erste Episode auf der PS4 gespielt, da kostenlos und wie vor 2 Jahren Lust/gespannt, wie es weiter geht in der 2. Episode. Denke, ich werde es mir kaufen (aufn Angebot warten...?) , da ich Bock drauf habe,. Scheiß auf die ganzen Gamer and Tumblr und Gronkh girls.
    Zögern heißt verlieren

  6. #66
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    Gönns dir, war sehr begeistert vom Spiel, wenn auch nicht komplett vom Ende. Kann von meiner Seite dir nur eine vollste Kaufempfehlung ausprechen. Mit dem auf Angebote warten musste mal schauen, wie sehr du es weiter spielen willst. Kostet für PC ja nur 10€ als Disc (zB. bei Saturn) und alle 1-2 Monate kommt auch mal nen Angebot für 5€ der komplette Download. Auf Konsole ist das Spiel immer noch auf dem Preisniveau vom Release bis etwas drüber.
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  7. #67
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    Zitat Zitat von T-Bow Beitrag anzeigen
    Scheiß auf die ganzen Gamer and Tumblr und Gronkh girls.
    Äh, wat?
    Was hat denn das mit dem Spiel zu tun? Und was zum Geier sollen Gronkh Girls sein?
    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
    Wuuuhh, Risiko. Ein Rebell. Die Anarchie bricht aus!!
    Spoiler:

  8. #68
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    Zitat Zitat von DryBone Beitrag anzeigen
    Mit dem auf Angebote warten musste mal schauen, wie sehr du es weiter spielen willst. Kostet für PC ja nur 10€ als Disc (zB. bei Saturn) und alle 1-2 Monate kommt auch mal nen Angebot für 5€ der komplette Download. Auf Konsole ist das Spiel immer noch auf dem Preisniveau vom Release bis etwas drüber.
    Ich habe mich komplett der PS4 bzw. Konsole verschrieben, zocke so gut wie gar nicht mehr am PC. Wäre was anderes, wenn man seinen Steam mit dem PSN-Account zusammenführen könnte. Mag es nicht, ein Bruchteil der Spiele, Speicherstände, Installationen, Trophäen, Freunde etc dort, und den anderen Teil woanders zu haben.

    Jedenfalls kostet das Spiel bzw. der Season Pass im Store 17€, also etwas günstiger als zu Release, da die erste Episode ja mittlerweile dauerhaft kostenlos verfügbar ist. Weiß nicht, ob ich es mir für 17€ kaufen, auf Disc oder auf ein Angebot im Store warten soll. Denke letzteres, da ich aktuell eh noch viel mit Dark Souls 3 beschäftigt bin und bald der Easter Sale ist (wann ist mal kein Sale im Store..).

    Zitat Zitat von Revolvermeister Beitrag anzeigen
    Äh, wat?
    Was hat denn das mit dem Spiel zu tun? Und was zum Geier sollen Gronkh Girls sein?
    http://forum.videogameszone.de/video...ml#post9582507
    Zögern heißt verlieren

  9. #69
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    Ja, ich erinnere mich vage ...
    und die Fanbase von dem Ding ist wirklich ein Haufen penetrant nerviger Weicheier, die zu nah am Wasser gebaut sind („das Ende ... soooo traurig! )
    Spoiler:

    Aber Butter bei die Fische, die Fanbase, die nicht völlig überreagiert und einem dabei tierisch auf den Sack geht, gibt es nicht.
    Und was sind denn jetzt eigentlich Gronkh Girls?
    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
    Wuuuhh, Risiko. Ein Rebell. Die Anarchie bricht aus!!
    Spoiler:

  10. #70
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    Habe es mir nun doch geholt. Die zweite Episode finde ich eher so naja. 5 Flaschen zu finden hat für mich denselben spielerischen Mehrwert wie die Müllabfuhr-Mission von GTA 5. Ansonsten sind die einzelnen Akten (Diner, Duschen,..) nicht wirklich spannend.

    Die Kommentare von Max zu den einzelnen Sachen, die man betrachten kann, gefallen mir. Muss mich noch dran gewöhnen, dass Objekte im Inventar bleiben, wenn man die Zeit zurückdreht.

    ---

    Hinzugefügt am 10.04.2017:

    Dritte Episode abgeschlossen und, "totally fucked up", für gut befunden. Letzten Minuten waren intensiv, hab Bock auf mehr.
    Geändert von T-Bow (12.04.2017 um 06:58 Uhr)
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  11. #71
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    Vierte Episode fand ich exzellent.

    Spoiler:
    Da mehrmals Detektiv-Arbeit gefragt war, ich öfter als geplant zurückgespult habe und man zusätzlich Kate im Krankenhaus besucht hat, war es definitiv die längste Episode (für mich). Bisher auch die Beste, u.a. weil die Story stark voran geschritten ist. Ich bin zudem Fan von Parallelwelten und dem Schmetterlingseffekt, der Anfang der 4. Episode hat sich daher nach wie vor sehr intensiv angefühlt und gleich die erste Entscheidung war heftig. Finde es nur etwas doof, dass die Welt in Life is Strange Schwarz/Weiß und nicht Grau gehalten wird, was die Realitäten angeht. Hätte gerne gehabt, dass der (sympathische) Vater von Chloe überlebt und sie nicht behindert wird. Aber gut, ist wahrscheinlich nur eine Realität von vielen und man hat es aus dramaturgischen Zwecken gemacht.

    War allerdings auch froh, dass man zurück in die "eigene" Welt gekehrt ist, ansonsten wären alle vorherigen Entscheidungen grundlos gewesen.

    Chloe ist sehr impulsiv.. und ich fand es ziemlich plötzlich, als Chloe erschossen wurde. Einfach so, eiskalt, aus dem nichts. Hoffe, Max kann noch zurückspulen bzw. wieso hat sie es nicht einfach getan? Keine Kraft mehr dazu gehabt? Ich gehe stark davon aus, dass "Samuel" der Lehrer, und somit der Vater von Nathan ist oder sich als dieser ausgegeben hat.


    Interessant zudem, wie viel die Musik ausmacht und dass es keinerlei Quicktime-Events gibt. Tut richtig gut! Durch die ganzen Querverweise auf andere, reale Medien fühle ich mich als Teil dieser Welt.

    Meine bisherigen, wichtigen Entscheidungen:

    Spoiler:
    Episode 1; https://abload.de/img/download1shu26.jpg
    Hab verpeilt, dass das geschossene Foto im Inventar bleiben würde nach rewind

    Episode 2: https://abload.de/img/download21kudx.jpg
    Chloe soll sich mal nicht so zickig anstellen, gibt noch andere auf der Welt. Frank habe ich ursprünglich versucht zu erschießen..

    Episode 3: https://abload.de/img/download31pugt.jpg
    Bei dem Geld war ich mir erst nicht sicher, aber Frank steht nun auch so auf meiner Seite. An die Waffe habe ich gar nicht mehr gedacht und anscheinend auch völlig übersehen.

    Episode 4: https://abload.de/img/download4k4ua6.jpg
    Es war falsch, aber Nathan hat es verdient. Bei dem Wohnwagen habe ich unbeabsichtigt so viel falsch gemacht, wie man nur kann.. erstmal mehrere Male meine Story verfälscht. Victoria bin ich stets dumm gekommen, hab sie beleidigt etc.

    Edit: Oh, habe mir noch gar nicht die "kleinen" Entscheidungen angesehen.


    Und hab' Semmelknoedel gefunden:

    Spoiler:
    Geändert von T-Bow (12.04.2017 um 16:52 Uhr)
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  12. #72
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    Die fünfte und letzte Episode von Life is Tumblr hat mir insgesamt nicht gefallen. Habe mir extra viel Zeit gelassen, alles untersucht etc, aber gegen Ende wollte ich es einfach nur noch fertig haben. Nach den vorherigen 4 Episoden habe ich besseres erwartet... Kam doch alles sehr "rushed" rüber, passend dazu hatte ich einen Bug, wo ich die Zeit nicht mehr zurückspulen konnte (obwohl vorgegeben), Max' Lippen waren die ganze Zeit über verschlossen, als sie mit Warren geredet hat und einmal ging der gesamte Sound des Spiels flöten.

    Spoiler:
    Die Traum-Sequenz war mir insgesamt zu lang und ich mag es einfach nicht, nur geradeaus zu gehen plus in die Zeit springen da, in die Zeit springen dort.. man biegt sich halt alles zurecht bis zur allerletzten Entscheidung. Wieso kann Maxine in ihre Realität zurück, ohne ein bestimmtes Bild scharf stellen zu müssen? Blöd auch, dass man nie erfährt, woher Max die Kraft hat. Sie hat sie einfach. Mhm, okay, lieber gar keine, als eine schlechte Erklärung.*
    Als wären den Entwicklern die Ideen ausgegangen bzw. man schnell was auf die Beine stellen musste. Die letzte Entscheidung fand ich lahm und natürlich wieder nur Schwarz/Weiß.

    Ende war meh, somit ist mein Gesamteindruck schlecht. Nein, warte, heiße ja nicht Tommi. Spiel ist sehr gelungen und bin froh, dass ich es mir letztendlich doch gekauft habe. Kann nur nicht nachvollziehen, was nach der 5. Episode so sehr im Kopf festhängen oder gar traurig sein soll, waren die anderen Episoden doch deutlich intensiver. Da es hier mal erwähnt wurde: Das Ende von der ersten Staffel von The Walking Dead von Telltale hat mich viel mehr mitgenommen.

    Spoiler:
    Kann aber auch daran liegen, dass mir Chloe letztendlich egal war. Mir gefiel ihre impulsive Art einfach nicht. Rückblickend betrachtet ging es viel zu viel um Chloe, seltener aber um Max selbst. Revolvermeister, wie kommst du darauf, dass der Kuss Max lesbisch/bi gemacht hat? Meine Max war nach mir stets bi (oder unschuldig, wie es Mark sagt), Warren der beste Freund (nicht geküsst, aber umarmt), Max hatte schlichtweg keine Interesse an eine ernsthafte Beziehung, in meinem Spielverlauf nach meinen Entscheidungen.


    *Und ja, Revolver, ich kenn deine Meinung bzw. welche Erklärung du gerne dazu gehabt hättest. Habe mich nachträglich durch den Thread gelesen. Skele: Packe mehrere Spoiler hintereinander doch bitte in einem großen Spoiler. Es war eine Qual, sich hier alles nachträglich durchzulesen und sich dabei totzuscrollen. Jeden einzelnen Satz zu zitieren vergrault eher...
    Geändert von T-Bow (13.04.2017 um 09:03 Uhr)
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  13. #73
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    Spoiler:
    Zitat Zitat von T-Bow Beitrag anzeigen
    Revolvermeister, wie kommst du darauf, dass der Kuss Max lesbisch/bi gemacht hat? Meine Max war nach mir stets bi (oder unschuldig, wie es Mark sagt), Warren der beste Freund (nicht geküsst, aber umarmt), Max hatte schlichtweg keine Interesse an eine ernsthafte Beziehung, in meinem Spielverlauf nach meinen Entscheidungen.
    Das liegt daran, dass besagtes Küsschen in Episode drei (glaub ich?), eben die Abschlussszene triggert, wenn man Chloe opfert, bei der sie sich heftig küssen. Und das find ich immer noch total bescheuert und mit der Subtilität von schlechter Fan-Fiction gesegnet.
    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
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    Spoiler:

  14. #74
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    Achso. Dachte, Max küsst Chloe so oder so.
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  15. #75
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    @T-Bow:

    Deine Beschreibung vom Spiel ist ziemlich ähnlich meiner. Ich fand die ersten beiden Episoden etwas besser als du, aber vor allem die dritte und vierte haben mich sehr gepackt. Von der letzten war ich ähnlich enttäuscht und hatte auch das Gefühl, dass sie es bei den angekündigten 5 Episoden belassen mussten und die Geschichte irgendwie beenden wollten.

    Dass es viel um Chloe ging empfand ich nicht als störend. Hatte kein Problem mit "meinen" Entscheidungen, die Geschichte einer anderen Person zu beeinflussen. Im Nachhinein gefällt mir dieser Ansatz vllt sogar noch besser.
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  16. #76
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    Ich schreibe einfach mal hier weiter und nicht im LIS 2 Thread, da es sich um ein Prequel handelt und nur 3 Episoden stark ist.




    Wenn du das lieber im anderen Thread hast, T-Bow, dann musst umschieben. Wie auch immer, mein erstes Highlight dieser E3.
    Geändert von Sc4rFace (12.06.2017 um 00:26 Uhr)

  17. #77
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    Passt schon. Habe zwar nicht wirklich Lust auf ein Prequel, da ich bereits genug von Chloe hatte, aber ich werde es sicherlich früher oder später spielen. Und es wird übrigens nicht von Dontnod entwickelt (keine Ahnung, wie es um den Autor steht).
    Geändert von T-Bow (12.06.2017 um 03:44 Uhr)
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  18. #78
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    Square Enix und Deck Nine Games geben bekannt, dass sie an dem Action/Adventure Life is Strange: Before the Fall (PS4, Xbox One) arbeiten. Episode 1 von 3 soll am 31.08.17 in Europa erscheinen.

    Before the Storm ist die Reaktion der Entwickler auf die Bitte der Spieler, Arcadia Bay erneut besuchen zu können. Ashly Burch, die ursprüngliche Synchronsprecherin für Chloe, ist wieder dabei, und zwar diesmal als Mitglied des Autorenteams.

    Ashly ist eine Emmy-nominierte Autorin, die den Dialog für eine jüngere, 16-jährige Chloe schreibt. Diesmal leiht die Schauspielerin Rhianna DeVries Chloe ihre Stimme.

    Ashly arbeitet zusammen mit einem Team aus Autoren bei Deck Nine unter der Leitung von Hauptautor Zak Garriss. Das Autorenteam arbeitet daran, eine reichhaltige Geschichte über drei Episoden zu erschaffen, die vor den Ereignissen des ersten Spiels stattfindet und sich auf das Aufeinandertreffen zwischen Chloe und Rachel konzentriert.

    Im Gegensatz zu Max kann Chloe die Zeit nicht zurückdrehen. Chloes scharfe Zunge führt dazu, dass sie mit dem leben muss, was sie sagt, und wie schon zuvor wird jede Tat und jede Entscheidung über kurze, mittlere oder lange Sicht Konsequenzen haben.

    Die Entwickler wissen, dass viele Spieler liebend gern mehr von Max sehen würden. Aufgrund der Art, in der das erste Spiel endete, wollten sie nicht eine Spielerentscheidung als die Richtige darstellen - eine Ansicht, die in der Community starken Anklang gefunden hat.

    Sie werden den Spielern trotzdem eine Gelegenheit bieten, noch einmal Max in einer in sich selbst geschlossenen "Lebewohl"-Episode zu spielen, die lange vor den Ereignissen in Before the Storm spielt. Diese eigenständige Episode ist nur als Teil der Deluxe Edition von Life is Strange: Before the Storm erhältlich.



    Werde aufjedenfall zugfreifen....Diese Abschiedsepisode von Max deutet auch daraufhin, dass Life is Strange 2 neue Charaktere haben wird. Aber ne Frechheit, dass es erstmal nur für die Deluxe Edition erscheint. Warum überhaupt so ne drecks Edition machen für ein 3-Episoden Spiel? Achja, $$$$$.....Dass es nicht von Dontnod entwickelt wird ist verständlich, sind diese doch aktuell mit Vampyr beschäftigt.

  19. #79
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