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  1. #441
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    Zitat Zitat von Ankylo Beitrag anzeigen
    Unterbesetzt beim Staat?
    ...
    Na nicht unterbesetzt, sagen wir mal lieber, in manchen Abteilungen sitzen zu viele. Wenn ich da an unseren städtischen Reinigungsdienst denke, der sich u.a. um offene Schlaglöcher kümmert. Drei Mann stehen rum und schauem dem 4ten dabei zu, wie er das Loch stopft.

    Und die AfD ist sicherlich keine Partei für die "wirklich Reichen" (so ein toller Begriff wie "das Böse", schön abstarkt und allg.). Die AfD besteht eher teilweise aus ehemaligen CDUlern, die was gegen die aktuelle Europapolitik haben. Die wirklich Reichen sollten SPD wählen, schließlich waren es Schröder und Co, die damals den Steuersatz für Kapitalgesellschaften abartig niedrig gemacht und den neuen Sklavenlohnsektor (genannt Mini-Job und Zeitarbeit) geschaffen haben.

    Zitat Zitat von Foxioldi Beitrag anzeigen
    ... Gerade nach der Wende hat ja 90% der DDR - Bürger gejubelt, weil sie jetzt endlich an freien und gerechten Wahlen teilnehmen können - und jetzt nehmen sie ihre Chance nicht war.
    Wahlfreiheit bedeutet aber auch, dass ich nicht wählen muss, wenn nur Parteien zur Auswahl stehen, die sich regelmäßig selbst verraten. Und wenn es eine gerechte Wahl sein soll, dann dürfte diese Landeswahl nicht gelten. Weil hier eindeutig eine Minderheit und nicht die Mehrheit entschieden hat. An sich müssten sie es so oft wiederholen, bis sie auf ü50 % Wahlbeteiligung kommen. Und wenn sie nicht wissen, wie sie Wähler motivieren sollen. Dann sollten sie endlich mal damit anfangen Politik für den Bürger zu machen, statt diesen zu verarschen (wie z.B. bei der einen Bundeswahl. CDU = Mehrwertsteuer wird nicht erhöht, SPD = Steuer wird um 2 % erhöht. Danach kam die große Koalition mit 3 %, weil 0% + 2% = 3% ).
    Geändert von Lakko (03.09.2014 um 14:08 Uhr)

  2. #442
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    Zitat Zitat von Ankylo Beitrag anzeigen
    Unterbesetzt beim Staat?
    Dazu mal ein konkretes Beispiel:

    Zu DDR-Zeiten war das Revier Hohwald ca. 750 Hektar groß und wurde von 8 Waldarbeitern betreut. Diese wurden nach Leistung bezahlt, haben also mehr geleistet als der Waldarbeiter von heute. Heute ist das Revier ca. 1600 hektar groß und wird, zusammen mit dem Nachbarrevier, von 5 Waldarbeitern bearbeitet. Das macht 3200 Hektar für 5 Waldarbeiter. Und aufgrund des völlig überhasteten Waldumbaus ist deutlich mehr Aufwand nötig als damals.

    Die zusätzliche Arbeit wird dann von Privatunternehmern erledigt, die ihren Angestellten zwischen 7 und 9 Euro Stundenlohn zahlen. Das liegt aber nicht daran das die so geizig sind, sondern das der Staat zumeist die billigsten Unternehmer nimmt, häufig auch aus dem Ausland. Der niedrige Lohn und der Zeitdruck, wirken sich dann natürlich auch massiv auf die Qualität aus.
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  3. #443
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    [QUOTE=Lakko;9516073
    Wahlfreiheit bedeutet aber auch, dass ich nicht wählen muss, wenn nur Parteien zur Auswahl stehen, die sich regelmäßig selbst verraten. Und wenn es eine gerechte Wahl sein soll, dann dürfte diese Landeswahl nicht gelten. Weil hier eindeutig eine Minderheit und nicht die Mehrheit entschieden hat. An sich müssten sie es so oft wiederholen, bis sie auf ü50 % Wahlbeteiligung kommen. Und wenn sie nicht wissen, wie sie Wähler motivieren sollen. Dann sollten sie endlich mal damit anfangen Politik für den Bürger zu machen, statt diesen zu verarschen (wie z.B. bei der einen Bundeswahl. CDU = Mehrwertsteuer wird nicht erhöht, SPD = Steuer wird um 2 % erhöht. Danach kam die große Koalition mit 3 %, weil 0% + 2% = 3% ).[/QUOTE]


    Sicher, Wahlfreiheit bedeudet auch, das man nicht wählen braucht, in der DDR gab es auch welche, die nicht gewählt haben, ein Zwang gab es auch nicht, aber es sind doch viele wählen gegangen aus Angst....,ein gewisser Druck war schon vorhanden.

    Wenn ich aber so zurück denke, wo ein einiges Deutschland war, hatten sehr viele ehemalige DDR - Bürger die Meinung, das sie endlich frei wählen können und sie sich sicher sein konnten, daß keine Wahlmanipulation (mehr)ist.
    Und gerade selbst zu entscheiden, nahm eigentlich auch den Druck und die Angst.
    Deshalb kann ich das nicht nachvollziehen, warum jetzt nicht mal mehr 50% wählen gehen.
    Zeugt eigentlich davon, daß mehr Menschen mit dieser Politik absolut nicht zufrieden sind, aber da hilft ein totales Zurückziehen absolut nicht, bewirkt gerade das Gegenteil.
    Es stehen genug jetzt Parteien zur Wahl, da wählt man eben eine kleine Partei, geht zumindest die Stimme für die "Großen" Parteien verloren und die würden wenigstens mal einen Denkzettel verpaßt bekommen.

    Finde es auch nicht richtig, das eigentlich eine "Nichtwählerpartei" bestimmt, wer ganz vorn steht.
    Eine Wahlbeteiligung unter 50% kann doch nicht entscheiden...,wer die stärkste Kraft sein soll.

    Und das Politik für alle Bürger gemacht wird, das ist für mich wahrscheinlich nur ein Wunsch.
    Es ist und bleibt in erster Linie erstmal ein kapitalistisches Gesellschaftssystem, wo auch alle Parteien dementsprechend im Grunde danach ausgerichtet sind.
    Der Kern bleibt.
    Aber Sozialismus funktioniert auch nicht und da ich einen guten Vergleich zwischen beiden Systemen jetzt habe, war es mitunter in der DDR zu sozial.
    Geändert von Foxioldi (03.09.2014 um 18:54 Uhr)
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  4. #444
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    Zitat Zitat von Samsas-Traum Beitrag anzeigen
    Die zusätzliche Arbeit wird dann von Privatunternehmern erledigt, die ihren Angestellten zwischen 7 und 9 Euro Stundenlohn zahlen. Das liegt aber nicht daran das die so geizig sind, sondern das der Staat zumeist die billigsten Unternehmer nimmt, häufig auch aus dem Ausland. Der niedrige Lohn und der Zeitdruck, wirken sich dann natürlich auch massiv auf die Qualität aus.


    Ja, das stimmt und hoffentlichn geht der Schuß mal früher oder später nicht nach hinten los, ich habe absolut keine Lust mehr, in einem dritten Gesellschaftssystem zu landen, wäre ja dann der Feudalismus , da wäre mir dann schon die Urgesellschaft noch am liebsten
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  5. #445
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    Ich denke nicht, dass viele Leute nicht wählen gehen, weil sie unzufrieden sind, sondern weil es viele nur noch einen Scheiß interessiert. Ansonsten geht man hin und wirft den Zettel weiß ein.

    Ich bin jedenfalls zufrieden, dass bei uns hier Wahlpflicht ist. Wer nicht geht bekommt also eine Strafe. Natürlich ist das bei uns noch nötige zu haben, weil wir einfach ein sehr kleines Land sind. Wenn dann noch mehr als die Hälfte nicht wählen geht entscheiden mal einfach schnell mal um die 250k Leute über ein Land.

    Jedenfalls denke ich, dass in einer Demokratie wählen nicht nur eine Freiheit sein sollte die jedem zusteht, sondern eine Pflicht sein sollte.

  6. #446
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    Zitat Zitat von Foxioldi Beitrag anzeigen
    ...
    Deshalb kann ich das nicht nachvollziehen, warum jetzt nicht mal mehr 50% wählen gehen.
    ....
    Weil man nur noch Scheiße wählen kann.

    Sämtliche Parteien auf dem Wahlzettel sind doch verlogen udn haben den Bürger mehrmals verraten. Und aus Protest würde ich nie die Nazis wählen oder die Kommunisten (womit ich die Linke meine). Da verstehe ich es, dass die Leute daheim bleiben.

    Das mit der Wahlpflicht kommt darauf an, ob es auch eine Möglichkeit für Leute gibt, die mit nix auf dem Zettel zufrieden sind. Und hier würde ich jede Wahl unter 50 % gnadenlos nicht werten, weil eindeutig die Minderheit über die Mehrheit entschieden hat. Die meisten sind ja nicht einmal politikmüde, wie es heißt. Die sehen sich halt durch die deutschen Parteien nicht in ihren Interessen vertreten.

    Ich gehe immer zur Wahl und wähle halt das kleinere Übel.

    Aber dennoch verstehe ich die Leute, die daheim bleiben. Das beste Beispiel war doch bei der vorletzten BW die FDP, die hatten vor allem von den sonst Nichtwählern einen riesigen Vertrauensbonus erhalten udn wurden dann derbe verarscht. Als die Vergünstigungen für Hoteliers durch war, hat die FDP nen Scheiß für ihre Wähler gemacht. Deswegen fliegen sie aktuell auch zurecht aus den Parlamenten.
    Geändert von Lakko (03.09.2014 um 19:19 Uhr)

  7. #447
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    Zitat Zitat von Wiinator Beitrag anzeigen
    Jedenfalls denke ich, dass in einer Demokratie wählen nicht nur eine Freiheit sein sollte die jedem zusteht, sondern eine Pflicht sein sollte.

    Mit diesen Zeilen kann ich mich anfreunden.
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  8. #448
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    Zitat Zitat von Lakko Beitrag anzeigen
    Weil man nur noch Scheiße wählen kann.

    Da hast du ja nicht mal unrecht.

    Bist du tatsächlich der "Lakko" aus "früheren Zeiten"...?
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  9. #449
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    Zitat Zitat von Wiinator Beitrag anzeigen
    Ich bin jedenfalls zufrieden, dass bei uns hier Wahlpflicht ist.
    Davon halte ich relativ wenig, weil ich befürchte das all die dummen Leute in den unteren Sozialschichten dann irgendwelche extremen Parteien wählen. Die meisten von denen sind jetzt sicher zu faul zu wählen, sie denken sie ändern ja sowieso nix am Ergebnis. Wenn man solche Leute, bei denen ja prinzipiell Ausländer und Moslems am eigenen Scheitern schuld sind, jedoch zur Wahl zwingt, wäre das für die NPD und andere extreme Parteien sicher sehr von Vorteil.
    Nüchtern betrachtet war es besoffen besser

  10. #450
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    Zitat Zitat von Foxioldi Beitrag anzeigen
    Da hast du ja nicht mal unrecht.

    Bist du tatsächlich der "Lakko" aus "früheren Zeiten"...?
    nope

    @Samsas-Traum:


    Da macht mir die linke Seite mehr Angst. Die NPD ist ein kleiner Haufen Idioten, die sich iwann selbst erledigen. Aber die Linke fischt sehr gerne am links-radikalem Rand und gewisse Kreise in der SPD ebenfalls.

    @Neues Thema:

    Was sagt ihr eigentlich dazu, dass wir den Kurden nun Waffen liefern?

    Ich finde das nicht so toll, da die Kurden und Türken ja nicht grade Freunde sind. Und sobald die IS - Milizen weg sind, werden die Kurden die Knarren garantiert nicht zurückgeben.

  11. #451
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    Von einer Wahlpflicht halte ich auch nicht soviel, wohin zu viel "Pflicht" führt, hat man ja an der DDR gesehen....

    Sehe das auch wie Samsas, da wäre die NPD noch an der Macht...,und dann, "Gute Nacht".

    Zum neuen Thema - Waffenlieferungen halte ich für falsch.
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  12. #452
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    Zitat Zitat von Foxioldi Beitrag anzeigen
    Von einer Wahlpflicht halte ich auch nicht soviel, wohin zu viel "Pflicht" führt, hat man ja an der DDR gesehen....

    Sehe das auch wie Samsas, da wäre die NPD noch an der Macht...,und dann, "Gute Nacht".

    Zum neuen Thema - Waffenlieferungen halte ich für falsch.
    Eine Wahlpflicht ist für mich genau der Gegensatz zum Freiheitsgedanken der Demokratie. Für mich ist das eine zu starke Bevormundung, auch wenn es bei uns auch genügend gibt.
    Außerdem wüsste ich nicht, warum ich wählen sollte, wenn ich nicht möchte. Theoretisch könnten dann alle, die nicht wählen wollen einfach einen ungültigen Stimmzettel abgeben. Das würde dann auf das gleiche Ergebnis hinauslaufen.

    Ein Problem für die geringe Wahlbeteiligung ist Sachsen ist für mich auch das Wahldatum. Warum legt man eine so immens wichtige Wahl, immerhin die zweitwichtigste nach der Bundestagswahl, auf den letzten Ferientag. Da haben die Planer mal wieder ohne Ahnung geplant.

    Zum Thema Waffenlieferungen und -exporte habe ich schon einen Beitrag verfasst.


    1933/34 | 1937/38 | 1960/61 | 2009/10 | 2012/13 | 2014/15

  13. #453
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    Ich hoffe mal, dass in Thüringen und in Brandenburg eine höhere Wahlbeteiligung heute ist, als das in Sachsen der Fall war - aber ich denke, das wird nicht viel anders aussehen
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  14. #454
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    Soeben habe ich bei MDR-Aktuell gesehen, das die Linke unterschrieben hat, die DDR als Unrechtsstaat zu erkennen. Bis jetz war das eigentlich der letzte Funken links in dieser Partei, aber auch den haben sie ausgelöscht. Die kriechen seit Jahren immer allen anderen Parteien in den Arsch, hauptsache es lohnt sich für sie. Und jetzt auch noch die DDR pauschal als Unrechtsstaat zu bezeichnen, ist echt arm. Auch wenn ich selber die DDR nie miterlebt habe, aber soviel ich weiß konnte man dort unbeschwert und vernünftig leben, wenn man sich eben an bestimmte Regeln hielt. Daher ja der Begriff Nischengesellschaft. Man konnte nicht alles, aber doch einiges machen. Ich hätte gerne mal Foxis Meinung dazu.

    Und das schlimmste an dieser Aktion der Linken: Jetzt ist der Weg frei für eine Rot-Rot-Grüne Koalition in Thrüringen. Das ist echt die Politik gewordene Beulenpest. Eine realitätsfremdere Rgierung kann es nicht geben, auch wenn der Schaden in Thüringen nicht so groß wie z.B. in Sachsen wäre. Parteien die gegen Kohle- UND Atomstrom sind, sollten keine Ministerpräsidenten stellen. Ich kann nur hoffen das es sich die SPD nochmal anders überlegt, in diesem Fall ist die CDU das kleinere Übel.
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  15. #455
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    Zitat Zitat von Samsas-Traum Beitrag anzeigen
    Ich hätte gerne mal Foxis Meinung dazu.
    Also - das die Linke die DDR generell als Unrechtsstaat anerkannt hat, kann ich nicht akzeptieren.
    Man hätte zumindest Punkte angeben sollen, wo wirklich Unrecht war - und das betrifft die getöteten Menschen an der Mauer, die Verfolgung von Menschen, die einfach nur mal ihre Meinung gesagt haben und die eben nicht in das sozialistische System gepaßt haben und die damit verbundenen Folterungen in den Gefängnissen.
    Und auch die sehr eingeschränkte Reisemöglichkeiten, insbesondere Reisen nach Westdeutschland und Westberlin, denn viele DDR - Bürger hatten da Verwandte - das war "Gefangenschaft".

    Ansonsten war das Gesundheits - und Bildungssystem (abgesehen hier vom Staatsbürgerkundeunterricht) vorbildlich und kostenlos für jeden - ein genereller Unrechtsstaat war es nicht.
    Jeder hatte ein Recht auf Schule, Ausbildung und Arbeit.
    Und gerade diese Sachen wurden mir erst richtig bewußt, wie wichtig das ist, als ich in das kapitalistische System kam - das ist ein Punkt, wo jetzt Unrecht herrscht.
    Von daher gibt es auch jetzt einiges, was menschenunwürdig ist und es gibt in jedem Staat Punkte, die mit Menschenrechte absolut nichts zu tun haben.
    Deshalb kann ich es nicht nachvollziehen, ständig nur Mißstände in der DDR aufzuzeigen, nach 25 Jahren müßte das nun schon mal durch sein und es war nicht alles schlecht.

    Was mich persönlich betrifft, ich habe 35 Jahre in der DDR gelebt, ich konnte einen Beruf frei wählen, ich konnte ein Studium absolvieren und hatte danach Arbeit und am Monatsende ein paar Mark in der Tasche.
    Auch wenn es nicht viel gab, Grundnahrungsmittel waren recht billig und auch verfügbar - hungern mußte niemand und Obdachlose gab es auch nicht.
    Auf einiges mußte man schon verzichten bzw. lange bzw.viele Jahre warten, aber das war beiweitem nicht so nervenaufreibend, als es jetzt in vielen Dingen ist.
    Ein Auto mußte mit 18 nicht sein - das man eine Ausbildung machen konnte und dann Arbeit hatte sehe ich viel wichtiger an.

    Ich könnte jetzt noch vieles dazu schreiben, aber das würde den Rahmen sprengen.

    Abschließend nur so viel, ich konnte mir nicht aussuchen, wo ich leben hätte wollen, die DDR war und ist meine Heimat und es gab Gesetze und Richtlinien, an die sich eben die Bürger halten mußten, und auch jetzt gibt es das, es kann auch nicht jeder machen was er will und hat sich an Vorgaben zu halten, nur ist es jetzt nicht so durchsichtig und es wird vieles geschickt "umschleiert".
    Ich habe mich an die Gesetze der DDR gehalten und mache das zwangsläufig auch jetzt, jeder Staat hat eben seine Vorgaben, an die sich alle zu halten haben und das muß auch sein.

    Ehe Mißverständnisse aufkommen - ich weine der DDR nicht nach, ich habe bzw.mußte mich auch in diesem System durchfitzen, zwar auf eine andere Art und Weise, aber mir wurde in der DDR nichts geschenkt und jetzt auch nicht.
    Aber von einem Freiheits - und Rechsstaat erwarte ich jetzt einfach mehr, hauptsächlich ist es völlig menschenunwürdig, dass ca.4 Millionen Menschen von der Gesellschaft ausgeschlossen werden und mitunter ins totale aus geschoben werden, selbst wenn der Staat Hilfen gibt, die aber bei weitem nicht einem Sozialstaat gerecht werden und andererseits Milliarden von EUROS nur verschwendet werden, sei es in unnötigen Bauwerken oder anderen sinnlosen Projekten.

    Ich weiß, viele von euch können einiges nicht verstehen - sei es, weil sie in Westdeutschland schon immer gelebt haben und/oder eben zu jung sind.

    Die DDR gehört einfach zur Geschichte dazu und sollte nicht so unter dem Tisch gekehrt werden, so wie es eigentlich jetzt die Linkspartei macht, das ist nicht in Ordnung.
    Auch aus Fehlern kann man sehr viel lernen, dazu ist es aber wichtig, das man zu den Fehlern steht - einen gesamten Staat auszublenden, nur um Macht zu erlangen, finde ich nicht richtig.

    Ich hatte eine unbeschwerte Kinder - und Jugendzeit, die ich nicht missen möchte, wir hatten kein Auto, einen TV erst sehr spät, keinen PC usw., ich hatte aber damit absolut kein Problem.

    Die TV - Bilder, als die Mauer fiel, werde ich nie vergessen, einerseits war ich richtig glücklich, das viele Familien wieder zusammengekommen sind und ein einheitliches Deutschland wieder war und andererseits hatte ich regelrecht Angst, was mich in einem kapitalistischen System erwartet, denn dieses kannte ich nur aus dem Unterricht.
    Geändert von Foxioldi (25.09.2014 um 11:57 Uhr)
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  16. #456
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    DDR = Unrechtsstaat? - Nein!

    Trotz Überwachungsstaat und debilen Politikgedöns haben die Leute ihr Ding gemacht. Man nehme nur die Punk, Skater und Breakdance-Bewegung, die es auch in der DDR gab.

    DDR = Unrechtsstaat? – JAAAA *Fackel anzünde und Honecker-Bild verbrenn*

    - Stasi
    - Debile Propaganda (wie sie aktuell der Spiegel und die Zeit betreibt)
    - und die Mauer

    @Thema:
    Das Thema ist so schwer. Egal was man sagt, jede Seite wird es gegen einen verwenden. Ich bin in der DDR aufgewachsen und bin aktuell sogar froh darüber, wenn ich so den Kindergarten/ die Schule heute betrachte. Dennoch war das System scheiße. Ein Land, welches das Volk einsperrt und es bespitzelt. Wo dich mündliche/ schriftliche Kritik so bestraft, als hättest du jemanden umgebracht.

    Dann doch lieber Parteiendiktatur so wie heute.

    Einfluss hat man keinen, aber wenigstens kann man meckern.

    P.S.: die neue Frisur steht dem para gar nicht und ich frage mich, ob Foxi den Eulenspiegel im Abo hat.

    @Off-Screen:
    Habe nur ich ZAPP als Newsletter im Abo?

    Edit:

    zum glück habe ich nicht so lange in der DDR gelebt wie Foxi. die arme
    ParakoopaReloaded hat "Gefällt mir" geklickt.

  17. #457
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    Zitat Zitat von Lakko Beitrag anzeigen
    ...und ich frage mich, ob Foxi den Eulenspiegel im Abo hat.
    ...zum glück habe ich nicht so lange in der DDR gelebt wie Foxi. die arme
    Ich habe nur die N-Zone und das Ct - Magazin im Abo....

    Einerseits bin ich ganz froh, so lange in der DDR gelebt zu haben, was jetzt so mit den Menschen gemacht wird, finde ich auch nicht in Ordnung.
    Aber da hat jeder seine Meinung und jeder sieht es eben anders.

    Wenn jetzt mal ein kleines Männlein (oder auch Weiblein) käme und ich hätte einen einzigen Wunsch frei - ich würde mir wünschen, daß Jeder eine Ausbildung machen könnte und Jeder eine Arbeit hätte.
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  18. #458
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    Zitat Zitat von Foxioldi Beitrag anzeigen
    Wenn jetzt mal ein kleines Männlein (oder auch Weiblein) käme und ich hätte einen einzigen Wunsch frei - ich würde mir wünschen, daß Jeder eine Ausbildung machen könnte und Jeder eine Arbeit hätte.
    Würde ich mir auch wünschen, allerdings wünsche ich mir auch, dass die Leute so viel Geld verdienen, dass sie sich im Leben auch etwas leisten können. Leider schaffen es viele nur gerade so über die Runden.
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  19. #459
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    Zitat Zitat von Ankylo Beitrag anzeigen
    .. allerdings wünsche ich mir auch, dass die Leute so viel Geld verdienen, dass sie sich im Leben auch etwas leisten können. Leider schaffen es viele nur gerade so über die Runden.
    Ganz genau, das ist eigentlich der wichtigste Punkt, was mich jetzt so richtig stört.
    Aber nach 25 Jahren hab ich es schon langsam kapiert, was Kapitalismus ist.....
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  20. #460
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    Aber die Möglichkeiten sind doch heute viel größer. Man muss nur Eigeninitiative zeigen. Selbst wenn du ohne Schulabschluß die Penne verlassen haben solltest, kann man es bis zum Studium schaffen, danach.

    Zitat Zitat von Foxioldi Beitrag anzeigen
    ... Aber nach 25 Jahren hab ich es schon langsam kapiert, was Kapitalismus ist.....
    Das ist nun wieder peinlich. :-/

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