1. #1
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    'Mr. Moto In Danger Island'


    Informationen findet ihr im Haupthread.

    Die Filmbesprechung startet spätestens am 11.07. ! Um irrelevantes Geblubber zu vermeiden, bleibt der Thread bis dahin zu. Wer früher fertig ist, sagt bescheid und dann mach ich ihn auch früher auf.

    Die Originalversion könnt ihr euch auf Youtube ansehen:


  2. #2
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    Gestern Abend lief das Moto-Schiff bei mir ein

    Es gibt Filme, die altern in Würde. Mr. Moto gehört auf jeden Fall dazu. Auch wenn er schon über 80 Jahre auf dem Buckel hat, ist er immer noch schön anzusehen.
    Zum Film an sich lässt sich eigentlich nicht viel sagen, außer dass er herrlich erklärend ist Kein ewiges Rumdiskutieren, was denn jetzt eigentlich gemeint war vom Regisseur oder welches Element wie gedeutet werden soll: Nein, es soll genauso verstanden werden, wie es gezeigt wird.
    Die Figur des Moto war mir sehr sympathisch, mit seinem stets eloquenten Auftreten und der runden Brille.
    Beeindruckend fand ich die Storytwists gegen Ende. Sehr geschickt
    Auch wenn ich sagen muss, dass ich den Film aus ethnographischer Sicht interessanter fand denn aus filmischer: Die Darstellung der abergläubigen Schwarzen wär was für die Vorlesung

    Soviel zum ersten Eindruck. Fazit: 6/10
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  3. #3
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    Hab ihn neulich auch angeschaut und bin als einer, der Kriminalfilme dieser Art normalerweise meidet, natürlich ganz ohne Erwartungen herangegangen. Erfreulicherweise wurde ich sogar positiv überrascht. Die knapp 70 Minuten sind erstaunlich schnell vergangen, was nicht zuletzt am genialen Peter Lorre lag. Schauspielerisch zu jedem Zeitpunkt sehr souverän, kommt er auch noch so unglaublich sympathisch rüber (was übrigens ebenso für seinen "Gehilfen" Warren Hymer gilt). Insgesamt finde ich, dass das Duo sehr gut zusammen gepasst hat und dem Streifen eine sehr angenehme witzige Note verliehen hat.
    Die Story ist auch recht ordentlich, imo keine tiefgründige Meisterleistung, aber durchaus interessant (mit ein paar Hängern im Mittelteil und einem netten Ende bzw. einer prima Wendung).
    Zur technischen Seite muss man selbstverständlich sagen, dass jedem bewusst sein sollte, dass der Film aus dem Jahre 1939 kommt und man deshalb keinen Effektorgien wie etwa in den neuen Bond FIlmen erwarten sollte. Trotzdem fand ich die Verfolgungsjagd am Ende für das Alter schon sehr ansehnlich.

    Wer Krimis ala James Bond mag, sollte sich Mr. Moto mal vormerken. Meiner Meinung nach ist der Film nämlich ziemlich gut gealtert und hat mich positiv überrascht. Würde ne höhere Wertung vergeben, aber bin nunmal kein ganz großer Genrefan, so gibt es gute

    6/10

    Punkte für "Mr. Moto In Danger Island" und Peter Lorre.
    Geändert von meisternintendo (01.07.2012 um 11:37 Uhr)
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  4. #4
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    Zitat Zitat von meisternintendo Beitrag anzeigen
    [...]
    Unterschreib ich genau so, du hast es deutlich schöner formuliert als ich
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  5. #5
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    Zitat Zitat von Taila Beitrag anzeigen
    Unterschreib ich genau so, du hast es deutlich schöner formuliert als ich
    Findest du?

    Danke
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  6. #6
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    Danger Island ist nicht der beste der Moto Filme, aber im guten Mittelfeld anzusiedeln. Mr. Moto und die Flotte z.b. hat ne recht tolle Spionagestory, die noch besser zum James Bond Vergleich passen würde, inklusive einem smarten Bösewicht, der nicht zögert die eigene Freundin zu erwürgen. Moto ist aber nicht nur ein netter, sondern auch ein eiskalter Typ, der Gegner ohne zu zögern beseitigt wenn sie seinen Plänen in die Quere kommen (z.b. in Mr. Moto und die Schmugglerbande).
    Diese Härte fehlte z.b. den Bond-Figuren viele Jahre lang, erst Timothy Dalton brachte sie in Lizenz zum Töten wieder ein, und Daniel Craig baute das Image vom harten Killer dann deutlich klarer aus.

    Aber ich schweife ab. Was man in den Moto Filmen hat, sind die Anfänge vieler Dinge, die heute zum Grundgerüst gehören. Nur als ein Beispiel das Element des "Buddy-Films". Die Figur des Boxers Twister gibt es in fast jedem Moto Film, ein tolpatschiger, lustiger Kerl, der oft als Assistent Motos auftritt. In Mr. Moto und der Wettbetrug z.b. gibt es in Motos Detektivkurs einen notorischen Kleptomanen, der dann jeden seiner Diebstähle selber aufklären will - zum schreien komisch. Schaut man sich heute Rush Hour mit Jackie Chan an, ist Chris Tuckers Figur genau das, was in diesen alten Filmen ihren Anfang nahm.

    Klar, die Story ist simpel. Damals waren Filme oft sehr kurz, und richtige ausführliche Geschichten und Charakterstudien kann man dann einfach nicht erwarten. Aber meiner Meinung nach ist die Geschichte dennoch unterhaltsam und vor allem zeitlos. Wärend die Miss Marple Filme mit Margaret Rutherford warscheinlich jeder kennt, ist die acht-teilige Motoreihe meiner Meinung nach etwas zu unrecht in der Versenkung verschwunden. In erster Linie freue ich mich, sie hier mal auf diesem Weg präsentieren zu können damit sie nicht in Vergessenheit geraten. Eine kleine, gute Filmreihe, mit einer tollen Hauptfigur, die man im Lauf der Reihe immer mehr schätzen lernt. Danger Island bekommt von mir persönlich eine

    7|10...mit noch Luft nach oben.
    Even now, I could cut through the five of you like carving a cake! - Barristan Selmy

  7. #7
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    Film eben geschaut. Dürfte mit Abstand der älteste Film gewesen sein, den ich je geschaut habe. Wurde gut unterhalten, auch wenn es natürlichb auffällt, dass Logiklöcher etc. noch nicht ganz so verfolgt wurde. Die meilenweit vorbeigehenden Kinnhaken im Sumpf z.B.
    Die Schauspieler machen ihre Sache gut, wobei ich nicht wirklich mit Moto warm wurde. Das wirkt mir etwas zu aufgesetzt. Dazu die Packung Schuhcreme, die er anscheinend in der Fresse hatte.

    Story war gut mit nem netten Twist.

    6/10
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  8. #8
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    *push*

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  9. #9
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    Sehr bald. Tut mir leid, das ist meine Schuld. Mal wieder.

  10. #10
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    Mr. Moto ist auf jeden Fall nicht der älteste Film, den ich gesehen habe. Das dürfte der gute, alte Dracula mit Bela Lugosi von 1931 sein (mein Vorschlag für Halloween btw. ). Ich habe also grundsätzlich kein Problem mit alten Filmen, auch wenn die Schauspieler damals noch ihre ganz eigene Art der Darstellung hatten. Nicht unbedingt schlecht, aber aus heutiger Sicht befremdlich. Deswegen schaue ich sie auch lieber im Original, da die deutsche Synchronisation oftmals doch recht blöd in meinen Ohren klingt.

    Was für mich aber klar ist: die 30er-Jahre hatten Stil.

    Die Schauspieler haben ihre Sache vor über 70 Jahren auf jeden Fall gut gemacht, wie ich finde. Was Louis jetzt sicher nicht hören will: Peter Lorre als Mr. Moto wirkt auf mich mit seiner schmierigen Frisur und seiner langsamen Sprechart wie ein gruseliger Handlanger von Dracula, sein Name klingt wie ein chinesischer Nudelverkäufer und ich finde ihn einfach nicht sympathisch.

    Das ist aber keine Kritik an Peter Lorre als Schauspieler, sondern mehr an der Figur und die sagt mir einfach nicht zu. Wie er aber agiert, finde ich interessant. Dennoch hat sein Auftreten irgendetwas, das ich nicht mag.

    Die Handlung, nun gut, nichts Besonderes, aber nicht schlecht. Habe mich nicht gelangweilt und ab dem Mord auf der Party fand ich es auch recht spannend. Die Kampfszene im Schlafzimmer mit anschließendem Hechtsprung aus dem Fenster war auch nicht schlecht, auf jeden Fall witzig.

    Alles in Allem zwar eine unterhaltende Stunde, besonders wenn man gern mal ältere Filme schaut, um sich an dem Handwerk und den schauspielerischen Leistungen älterer Tage zu erfreuen und der Film ist auch gut gealtert, dennoch kann ich mich mit der Figur des Mr. Moto irgendwie nicht anfreunden und der Plot war nur ein gewöhnlicher Krimi mit dem obligatorischen Twist.

    Ich gebe eine 6/10, was bei meinem Maßstab etwa "leicht über dem Durchschnitt" bedeutet und auf jeden Fall nicht in die Kategorie "Zeitverschwendung" fällt. Sofern man solche Filme mag natürlich.

    Und ich entschuldige mich nochmal für die Verspätung.

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