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  1. #1
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    Lootboxen & Microtransaktionen in Videospielen - Allgemein

    LOOTBOXEN in Videospielen
    Allgemeine Diskussion


    Da sich das Thema um die Lootboxen nicht auf alle Spiele-Threads so ausbreiten soll, mach ich jetzt mal einen seperaten Thread auf wo ihr alles zu dem leidigen Thema Lootboxen posten könnt, SpielĂŒbergreifend. Viel Spaß
    "Erstaunlich, jedes einzelne Wort was du sagtest, war falsch!"
    Luke Skywalker





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  2. #2
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    Mit einem eigenen Thread pusht man das Thema ja noch mehr. Ich wusste vor 2 Monaten nichtmal was das genau ist. ^^

    Meine Meinung ist wer Geld fĂŒr Items ausgeben will solls machen.
    Ich versteh die Konzerne schon, man verkauft ein Spiel und hat dann trotzdem noch die Möglichkeit noch mehr Umsatz zu generieren.

    Es soll ja noch immer romantische Zocker geben die meinen, Spiele werden entwickelt um dem Spieler zu gefallen.
    Nein, es geht immer nur um die Kohle.
    Wie ein Hollywoodfilm, wenn die Umsatzprognosen nicht passen wird gar nicht erst produziert.


  3. #3
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    Die einzigen Spiele in denen meines Erachtens Lootboxen Sinn manchen sind solche, die eine reine zufallsbasierte Sammelmechanik als Kernelement des Gameplays haben. Das trifft auf Sammelkartenspiele und eben noch Modi wie Ultimate Team zu. In den meisten anderen Spielen scheitert dies, da ich als Spieler eine gewisse Progression erwarte, die mir Lootboxen nicht liefern können. Wenn ich beispielsweise in einem Rollenspiel genĂŒgend Gegner besiege, dann wird frĂŒher oder spĂ€ter ein seltener Gegenstand auftauchen. Paradebeispiel hierfĂŒr sind Borderlands oder Diablo. Alternativ gibt es immer noch die Möglichkeit bestimmte Questreihen abzuschließen oder Gebiete zu erkunden, um Waffen und RĂŒstungen zu erhalten.

    Durch ein System mit Lootboxen werden bisherige Systeme ab absurdum gefĂŒhrt, da eine natĂŒrliche Progression fehlt und ich abhĂ€ngig davon bin, was in Lootboxen finde. In der RealitĂ€t habe ich noch den Vorteil, dass ich mir genau dieses PĂ€ckchen Sammelkarten von Magic the Gathering oder Paninisticker aussuchen kann. Somit habe ich einen geringen Einfluss auf die Entscheidung, obwohl es nach wie vor vom Zufall abhĂ€ngt, was ich erhalte. Bei Videospielen erledigt dies ein Algorithmus, der fĂŒr mich unverstĂ€ndlich ist. Ich kann meistens nur den Preis der Lootbox auswĂ€hlen und erhalte dann eben das Loot. Ohne Einblick in die Entwicklung von Videospielen zu haben, gehe ich davon aus, dass es nicht zufĂ€llig ist, was ich erhalte, denn Spieler mĂŒssen bei Laune gehalten und zusĂ€tzlich noch motiviert werden. WĂ€hrend in der RealitĂ€t durchaus zehn Nieten in Folge möglich sind, wird bei Lootboxen wohl eben der genannte Algorithmus dafĂŒr sorgen, dass ich hin und wieder eben ein seltenes Item oder eine AusrĂŒstung erhalte, die mich dazu motiviert weiterzumachen.

    Persönlich kann ich diesem System keinerlei Vorteile abgewinnen. Zumal es sehr schwierig ist ĂŒber das Thema allgemein zu diskutieren, da jedes Spiel das System anders interpretiert und umsetzt. Zumindest im Einzelspielermodus hat das System exakt 0,0 verloren und gehört auch verboten.
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  4. #4
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    Avatar von LouisLoiselle
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    Wenn man konsequent ist, gehört sowas dann auch hier rein.

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  5. #5
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    habe kein problem mit lootboxen oder allgemein mikrotransaktionen. man muss nur einen gesunden mittelweg fahren. sobald es in den mikrotransaktionen items gibt, die einen große vorteile gegenĂŒber anderen, die kein geld investieren, verschaffen, wird es kritisch und das spielerlebnis wird zerstört. daran geht eigentlich jedes spiel (zum glĂŒck) frĂŒher oder spĂ€ter zu grunde. wenn dann anderes anbieten, zb kaufbare skins etc...
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  6. #6
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    Avatar von Ankylo
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    Zitat Zitat von FxGa Beitrag anzeigen
    habe kein problem mit lootboxen oder allgemein mikrotransaktionen. man muss nur einen gesunden mittelweg fahren. sobald es in den mikrotransaktionen items gibt, die einen große vorteile gegenĂŒber anderen, die kein geld investieren, verschaffen, wird es kritisch und das spielerlebnis wird zerstört. daran geht eigentlich jedes spiel (zum glĂŒck) frĂŒher oder spĂ€ter zu grunde. wenn dann anderes anbieten, zb kaufbare skins etc...
    Dann noch lieber Mikrotransaktionen, da ich mir dort vorher aussuchen kann was ich möchte und nicht einfach Mist bekomme. Die beiden Begriffe werden auch in einen Topf geschmissen, wobei Lootboxen zufallsbasierte Mikrotransaktionen sind. Zumindest Skins habe ich mir schon fĂŒr die Wrestlinggames gekauft, da ich gerne mit dem alten Undertaker spiele.


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  7. #7
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    Avatar von gamechris
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    Die einzigen Spiele, die m.E. Lootboxen und Ähnliches haben dĂŒrften sind Free to Play-Spiele. Dort hat man eben noch nicht 60 EUR fĂŒr ein Spiel ausgegeben und es ist somit die einzige Einnahmequelle fĂŒr den Entwickler.
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  8. #8
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    Zitat Zitat von FxGa Beitrag anzeigen
    habe kein problem mit lootboxen oder allgemein mikrotransaktionen. man muss nur einen gesunden mittelweg fahren. sobald es in den mikrotransaktionen items gibt, die einen große vorteile gegenĂŒber anderen, die kein geld investieren, verschaffen, wird es kritisch und das spielerlebnis wird zerstört. daran geht eigentlich jedes spiel (zum glĂŒck) frĂŒher oder spĂ€ter zu grunde. wenn dann anderes anbieten, zb kaufbare skins etc...
    Bis jetzt habe ich nur CoD4 auf PS4 gespielt wo mir Lootboxen aufgefallen sind, manche erspielen sich die Credits fĂŒr exklusive Waffen, ander kaufen sie sich halt.
    Hab mir 2 exklusive Waffen erspielt und benutze sie nicht großartig, da sie nicht besser als die Standartwaffen sind.
    Genauso sollte es sein.
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  9. #9
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    Avatar von paul23
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    HĂ€ngt davon ab wie Microtransaktionen ins Spiel eingebunden sind. Sind sollten nicht aufdringlich als ein wichtiger Teil eines Spiels, integriert sein. Und mittlerweile artet das Ganze einbisschen aus, finde ich. Das EA dies zu spĂŒren bekam, war somit sehr wichtig.

    Lootboxen gehen aber mMn gar nicht. Klar, die Publisher wollen verdienen, aber an dieser Stelle endet nein VerstĂ€ndnis diesbezĂŒglich. Romantik hin oder her. @Beefi
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  10. #10
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    Avatar von JulianPK
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    Zitat Zitat von FxGa Beitrag anzeigen
    habe kein problem mit lootboxen oder allgemein mikrotransaktionen. man muss nur einen gesunden mittelweg fahren. sobald es in den mikrotransaktionen items gibt, die einen große vorteile gegenĂŒber anderen, die kein geld investieren, verschaffen, wird es kritisch und das spielerlebnis wird zerstört. daran geht eigentlich jedes spiel (zum glĂŒck) frĂŒher oder spĂ€ter zu grunde. wenn dann anderes anbieten, zb kaufbare skins etc...
    Hab ebenfalls kein Problem mit Lootboxen, im Grunde ist mir das egal. Wenn es richtig gemacht wird, bietet es auch einen Mehrwert, so wie die von dir angesprochenen Skins. Z.b. bei Overwatch, da hat entsteht eigentlich kein Nachteil fĂŒr Spieler, die ihre Lootboxen nicht öffnen. Gleiches in Rainbow Six: Siege, da kann man aus dem Spiel heraus ein paar Skins mit Lootboxen erspielen (sind da solche Karten).
    Als kleines Gimmick, ohne dass Vor- und Nachteile fĂŒr die Spieler entstehen finde ich das System okay, wenn es dann wirklich spielĂ€ndernd ist, dann sind Lootboxen natĂŒrlich sinnlos bzw. unfair.
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  11. #11
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    Avatar von Beefi
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    Zitat Zitat von paul23 Beitrag anzeigen
    Klar, die Publisher wollen verdienen, aber an dieser Stelle endet nein VerstĂ€ndnis diesbezĂŒglich. Romantik hin oder her. @Beefi
    Die Publisher wollen nicht dein VerstÀndnis sondern dein Geld.
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  12. #12
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    Avatar von Herr-Semmelknoedel
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    Belgium says loot boxes are gambling, wants them banned in Europe | PC Gamer

    Ui ui ui ui ui, dass die gleich so große GeschĂŒtze ausfahren...

    mal sehen ob das was wird, ich glaube zwar nicht, aber vielleicht kann man mit mehr hinweisen auf diese und erhöhte Alterseinstufungen rechnen.

    Ich bin ja froh dass das ganze inzwischen in so einem negativen Licht steht. Die letzten Wochen haben sicher den Verkaufszahlen von Lootboxen in einigen spielen geschadet wĂŒrde ich vermuten

  13. #13
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    Avatar von LOX-TT
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    Niemals wird das passieren. ZusÀtzliche Warnhinweise schon eher, eventuell auch Alterserhöhungen auf 18 bei 16er Games mit dieser Funktion. Aber das wars dann auch
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  14. #14
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    Zitat Zitat von LOX-TT Beitrag anzeigen
    Niemals wird das passieren. ZusÀtzliche Warnhinweise schon eher, eventuell auch Alterserhöhungen auf 18 bei 16er Games mit dieser Funktion. Aber das wars dann auch
    Es gibt einige große (amerikanische) Konzerne wo der EuGH Strafen in Milliardenhöhe ausgesprochen hat. Da ging es primĂ€r Wettbewerbsvorteile. Betroffen davon waren/sind unter anderem Microsoft, Apple und Google.

    Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass man hier auch durchgreift. Vor allem im Sinne des Konsumentenschutzes hĂ€tte man auch eine begrĂŒndbare Argumentation.

    Zumal es ja auch etwas ist, was man ohne grĂ¶ĂŸeren Aufwand entfernen kann. Siehe aktuell Battlefront II. Ein kleines Update und das wars.

    Es wĂ€re zumindest ein gutes Vorzeichen und eine Warnung fĂŒr kĂŒnftige Spiele. Es gibt keine vernĂŒnftige Argumentation die Lootboxen rechtfertigt. Man zahlt Geld, weiß aber nicht was man genau bekommt. Ist ja bei Battlefront II genauso.

  15. #15
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    Avatar von paul23
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    Zumindest diskutiert man sowas mittlerweile, und das find ich wichtig. Wurde auch langsam Zeit.
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  16. #16
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    Die britische GlĂŒcksspielaufsicht hat entschieden: Lootboxen sind kein GlĂŒcksspiel
    Zitat Zitat von play3.de
    Die Kontroverse um Lootboxen in AAA-Spielen wie „Star Wars Battlefront 2“ ging in den vergangenen Tagen sogar in die Politik, sodass unter anderem bereits Politiker aus Belgien und Hawaii entsprechende Regulierungen fordern. Auch die britische GlĂŒcksspiel-Aufsicht hat sich inzwischen mit dem Thema befasst und gibt zu verstehen, dass sie zumindest auf dem aktuell geltenden Recht keine Maßnahmen ergreifen können, um Lootboxen in Spielen verbieten oder regulieren zu können.


    Der Executive Director Tim Miller von der britischen GlĂŒcksspiel-Aufsicht erklĂ€rte genauer, warum man aktuell keine Möglichkeiten habe, die Lootboxen zu regulieren. Um als GlĂŒcksspiel zu gelten, muss es um einen Geldeinsatz gehen oder etwas, was zumindest außerhalb des Spiels wieder in Geld umgewandelt werden kann. Da beispielsweise die Sternenkarten in „Star Wars Battlefront 2“ außerhalb des Spiels nicht wieder verkauft werden können, handelt es sich nicht um GlĂŒcksspiel.


    Dennoch möchte man das Thema nicht auf sich beruhen lassen, da man das Problem erkannt hat, dass Eltern ihre Kinder vor solchen Methoden schĂŒtzen wollen. „Viele Eltern interessiert es nicht, ob eine AktivitĂ€t der rechtlichen Beschreibung von GlĂŒcksspiel entspricht“, sagte Miller. „Ihre Hauptsorge liegt darin, dass es ein Produkt gibt, das ein Risiko fĂŒr ihre Kinder darstellen könnte. Wir sind besorgt ĂŒber die zunehmende Menge der Beispiele, bei denen die Grenze zwischen Videospiel und GlĂŒcksspiel immer mehr verschwimmt.“


    Abschließend sagte Miller, „egal ob es GlĂŒcksspiel ist oder nicht, wir alle haben die Verantwortung, die Kinder und jungen Menschen in Sicherheit zu wiegen.“ Ob das letztendlich ein Aufruf an die Vernunft aller ist oder ein Aufruf fĂŒr alle anderen Behörden, sich mit dem Thema zu befassen bleibt abzuwarten. Auch die belgische GlĂŒcksspielaufsicht untersucht Lootboxen derzeit.
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  17. #17
    Erfahrener Benutzer
    Avatar von gamechris
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    lol, genau wie ich schon an anderer Stelle gesagt habe. Lootboxen sind noch schwachsinniger als GlĂŒckspiel, weil man eben nicht mal was Handfestes dabei gewinnen kann. Die Nachricht sagt im Endeffekt aus, man kann nichts dagegen tun, weil man quasi nichts von Wert gewinnen kann, obwohl man Kohle dafĂŒr ausgeben muss. Wenn man bei Lootboxen wenigstens die Chance hĂ€tte, auch wieder Geld raus zu bekommen, dann könnte man was dagegen machen.
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  18. #18
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    CSU, SPD und Freie WĂ€hler stellen EilantrĂ€ge bezĂŒglich der Lootbox-Thematik
    Zitat Zitat von play3.de
    Nachdem internationale Politiker Lootboxen und Mikrotransaktionen bereits unter dem Aspekt des GlĂŒcksspiels untersuchen lassen, ist das Thema inzwischen auch schon in der deutschen Politik angekommen. So wurde in der 117. Sitzung des Bayerischen Landtags gestern bereits ĂŒber mehrere DringlichkeitsantrĂ€ge zu den Themen Lootboxen, GlĂŒcksspiel und Jugendschutz abgestimmt. Da die AntrĂ€ge zum Teil gewĂ€hrt wurden, wird sich die von der CSU gefĂŒhrte Bayerische Staatsregierung demnĂ€chst mit dem Thema beschĂ€ftigen mĂŒssen.


    Gleichzeitig wolle man die Kommission fĂŒr Jugendmedienschutz einbeziehen, da man eine bessere AufklĂ€rung der Jugendlichen, mehr Transparenz von den Herstellern und eine ÜberprĂŒfung der gesetzlichen Handlungmöglichkeiten fordert. Die Freien WĂ€hler fordern in ihrer Initiative außerdem, dass Spiele mit kostenpflichtigen Lootboxen oder Ă€hnlichen Methoden keine Jugendfreigabe mehr von der USK erhalten.


    Es wird begrĂŒndet: „In der Computerspiele-Industrie nimmt ein Trend deutlich zu, dass in Computerspielen zusĂ€tzliche Inhalte ĂŒber sogenannte ‚Beuteboxen‘ (engl. ‚loot boxes‘) kĂ€uflich erworben werden können oder sogar mĂŒssen. Dieser Trend, der zunĂ€chst vor allem bei sog. ‚Free2Play‘-Titeln, also Spielen bei denen eine Art ‚Basis-Spiel‘ gratis angeboten wird, fĂŒr zusĂ€tzliche Einnahmen sorgte, wird zunehmend auch in Vollpreisspielen eingesetzt, um den Herstellern / Vertreibern der Spiele ĂŒber den Erstverkauf hinausgehend möglichst dauerhafte Zusatzeinnahmen zu ermöglichen.“


    Zudem heißt es: „In diesem Zusammenhang ist auch eine Entwicklung erkennbar, wie zum Beispiel beim topaktuellen Titel ‚Star Wars: Battlefront2‘ der Firma Electronic Arts (EA), dass solche Beuteboxen nicht vorzugsweise ‚kosmetische‘ Inhalte gegen Zusatzgeld bereitstellen, sondern fĂŒr das Spielgeschehen und den Spielerfolg wesentliche Elemente enthalten sollen.“


    Geht es nach dem medienpolitischen Fraktionssprecher Michael Piazolo, so handelt es sich bei den Lootboxen eindeutig um GlĂŒcksspiel. Eine Änderung des Jugendschutzgesetzes sowie klare Vorgaben fĂŒr die USK und die BundesprĂŒfstelle fĂŒr jugendgefĂ€hrdende Medien (BPjM) wurden dementsprechend gefordert. Auf diese Weise wolle man die Spiele oder deren Spielmechaniken nicht verbieten, sondern fĂŒr einen besseren Jugendschutz sorgen. Dieser Antrag wurde jedoch abgelehnt.
    Eigene EilantrĂ€ge zu dem Thema haben CSU und SPD mit Erfolg gestellt. Die Sozialdemokraten forderten: „Die Staatsregierung wird aufgefordert, dem Landtag schriftlich und mĂŒndlich zu berichten, wie sie den zunehmenden Einsatz von offensichtlichen GlĂŒcksspielelementen in Computerspielen jugendschutzrechtlich bewertet, welche konkreten SuchtgefĂ€hrdungen von Kindern und Jugendlichen sie erkennt und welche gesetzgeberischen Handlungsmöglichkeiten und HandlungsauftrĂ€ge sie sieht: mit Blick auf das Jugendschutzgesetz, auf die Leitlinien fĂŒr die PrĂŒfung und Altersfreigabe durch die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) und die BundesprĂŒfstelle fĂŒr jugendgefĂ€hrdende Medien (BPjM) und mit Blick auf den GlĂŒcksspiel-Staatsvertrag (GlĂŒStV).“


    Seitens der CSU heißt es in dem Antrag: „Die Staatsregierung wird aufgefordert, 1. sich weiterhin fĂŒr einen zeitgemĂ€ĂŸen Jugendschutz bei Online-Computerspielen einzusetzen und 2. die Problematik der sog. Lootboxen verstĂ€rkt bei den Maßnahmen zur Förderung der Medienkompetenz in Bayern zu berĂŒcksichtigen.“ Spiele mit Lootboxen generell erst ab 18 Jahren zugĂ€nglich zu machen, lehnt man hingegen ab.
    "Erstaunlich, jedes einzelne Wort was du sagtest, war falsch!"
    Luke Skywalker





  19. #19
    Erfahrener Benutzer
    Avatar von Mysterio_Madness_Man
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    Zitat Zitat von LOX-TT Beitrag anzeigen
    Spiele mit Lootboxen generell erst ab 18 Jahren zugÀnglich zu machen, lehnt man hingegen ab
    Ich frage mich worauf man da genau hinaus möchte. Soll es insgesamt milder ausfallen als eine grundsÀtzliche Einstufung ab 18, oder strenger?
    Ich sehe es schon kommen, dass Spiele wie FIFA in Zukunft nicht mehr in Deutschland erscheinen dĂŒrfen.
    Unterhalten sich zwei Kerzen: „Ist Wasser eigentlich gefĂ€hrlich?“ „Davon kannst du ausgehen.“

  20. #20
    Erfahrener Benutzer
    Avatar von PSYCHOBUBE
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    Blog-EintrÀge
    18
    Ich finde bei Spielen die sowieso teuer sind, sind lootboxen, die das Spiel erheblich beeinflussen ziemlich frech.


    Bei spielen die eigentlich umsonst sind ist es noch was anderes.
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