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    Episode 3: Was habe ich nur gemacht?!


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  2. #42
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    Zitat Zitat von Sc4rFace Beitrag anzeigen
    Das mal dazu. Jetzt spoilerfreies zu Episode 4: FĂŒr mich wahrscheinlich die schwĂ€chste Episode bis jetzt und es kam mir irgendwie auch sehr kurz vor, obwohl die Entwicklung lĂ€nger dauerte als vorgesehen.
    Bei mir war es mit vier Stunden bisher die lÀngste Episode. Bei den ersten drei habe ich immer gute drei Stunden gebraucht.

    Wer sich die Story versauen will liest ab hier weiter:
    Spoiler:
    Hundesohn! Ich hab es gewusst, dieser Bastard. Ich habe Jefferson ja angeschwÀrzt, weil mir alles andere einfach zu offensichtlich war und siehe da: Du Hundesohn!
    Spoiler:
    Ich hoffe ich kann den irgendwie sofort umbringen oder irgendetwas anderes anstellen.


    Zitat Zitat von DennisReisdorf Beitrag anzeigen
    Spoiler:
    Ich denke, genau da kommt aber das Selfie ins Spiel, das man zuvor mit Warren genau vor der Party gemacht hat.

    Zitat Zitat von Sc4rFace Beitrag anzeigen
    Spoiler:
    Das deckt sich mit der Tommi Theorie und ich denke auch, dass man zu dem Zeitpunkt zurĂŒck reisen wird. HĂ€tte spontan gesagt das passiert gegen Ende der Story und deshalb endgĂŒltig im Sinne von wir holen sie zurĂŒck wenn alles klar ist. WĂ€hrend ich das schreibe glaube ich aber fast es wird wie bei Episode 4 laufen und relativ frĂŒh passieren.
    Immerhin bin ich nicht die einzige Person mit diesem Gedankengang. Hat mich schon wÀhrend des Geschehens gewundert., weil es eben exakt genau das zweite Mal im Spiel ist.

    Episode 4 ebenfalls sehr gut, aber hat stellenweise ein wenig Potenzial liegen lassen und war fĂŒr mich auch extrem gestreckt.

    Spoiler:
    Warum muss dieser Warren eigentlich immer meine Max anbaggern? Dachte und hoffte, dass sie eine ernsthafte Beziehung mit Chloe eingehen wird. Habe mich auch die ganze Zeit bemĂŒht dies zu erreichen, denn die Chemie zwischen den beiden stimmt einfach.
    GeÀndert von Ankylo (05.02.2016 um 02:47 Uhr)


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  3. #43
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    Vorab meine restlichen Entscheidungen.

    Entscheidungen - Episode 3

    Spoiler:




    Entscheidungen - Episode 4

    Spoiler:




    Entscheidungen - Episode 5

    Spoiler:





    Zur Spielmechanik habe ich schon einiges gesagt, deshalb spare ich mir hierzu weitere AusfĂŒhrungen. Stattdessen will ich noch ein wenig auf das Drumherum eingehen bevor ich zu meinen großen und ĂŒbertriebenen Kritikpunkten komme und schließlich begrĂŒnde, warum es fĂŒr mich persönlich das beste Spiel seit Jahren ist.


    Als Fan von Alan Wake, Twin Peaks und Twilight Zone, inkl. zahlreicher Anspielungen auf die TV-Serien, fand ich das Szenario in Oregon im Pazifischen Nordwesten sehr gelungen, da es eine Örtlichkeit ist, die sich super fĂŒr atmosphĂ€rische Szenarien eignet. Leider sieht man ein bisschen wenig von typischen WĂ€ldern, dafĂŒr jedoch umso mehr von der KĂŒste. Die Schule und der Campus sieht auch gut umgesetzt auch wenn die GebĂ€ude von innen stark begrenzt sind. Da hat sich Dontnod Entertainment MĂŒhe gegeben und etwas ansprechendes auf die Beine gestellt.

    Nicht so gut ist jedoch die Technik des Spiel. Grafisch ist es noch okay, aber stellenweise hatte ich meine Probleme. Sicherlich spielt die Optik bei einem Adventure eine untergeordnete Rolle, aber das heißt nicht, dass es nicht gut aussehen darf. Als Paradebeispiel kann man Chloes Tattoo (kein Spoiler!) nehmen. In dieser Szene geht es noch, aber anfangs dachte ich mir, was ist dem TĂ€towierer denn da fĂŒr ein Unfall passiert. Sah wirklich nicht gut aus. Das ist vor allem schade, da es durchaus wichtige SchlĂŒsselszenen des Spiels (Tattoo als Artwork) darstellen soll. Auch Emotionen leiden ein wenig darunter, gerade was die Darstellung von Mimik angeht.

    Der große Unterschied zu den Adventure von Telltale ist, dass Telltale Charaktere benutzt um eine Geschichte zu erzĂ€hlen. Gerade bei The Walking Dead ist mir aufgefallen, dass manche Figuren nur kurz wirklich von Bedeutung waren, um die Story voranzutreiben. Dagegen gehen die Franzosen den anderen Weg. Sie benutzen die Geschichte von Life is Strange um Charaktere wie Max, Chloe, Nathan, Joyce, Warren, etc. rĂŒberzubringen und deren VerhĂ€ltnis steht im Vordergrund des Spiels. Das ist nicht besser oder schlechter, aber ein anderer Ansatz.
    Auf jeden Fall kann man den Verantwortlichen hoch anrechnen, dass sie wirklich tausendmal mehr Ahnung von Geschichte haben als David Cage mit seinem Pseudomist. Ich halte David Cage wirklich fĂŒr einen hervorragenden Designer und auch PrĂ€sentanten seiner Produkte, aber als Drehbuchautor hat er fĂŒr mich einfach versagt. Diese Aufgabe sollte er anderen Leuten ĂŒberlassen.


    Dann wollen wir mal zu meinen drei Kritikpunkten kommen. Ab jetzt wird ordentlich gespoilert.

    Achievements/TrophÀen des Spiels


    Spoiler:
    Ich bin weder Freund noch Feind von Achievements bzw. TrophĂ€en. Wenn es passt und ich Spaß habe, dann sammle ich sie gerne. Fand auch in Ordnung, dass im Spiel eigentlich alle durch bloßes Durchspielen freigeschaltet werden können und der Großteil einfach darin besteht die optionalen Fotos zu schießen. Mit diesen hatte ich jedoch ein riesengroßes Problem.

    Bei Episode 1-4 sage ich auch gar nichts, aber in Episode 5 empfand ich die einfach als so unpassend und einfach hirnrissig. Max befindet sich in einem Albtraum oder weiß gar nicht was sie zu tun hat. Was macht sie also? Richtig sie macht Fotos. An dieser Stelle hĂ€tte man darauf verzichten sollen, einfach weil es ab einem gewisse Punkt unpassend war und fĂŒr mich nicht mehr zur Handlung gepasst hat.

    Das ist nur ein kleiner Störfaktor der mir aufgefallen ist. FĂŒr die meisten dĂŒrfte es auch kein Problem gewesen sein, aber ich empfand es einfach als ĂŒberflĂŒsssig diesem Punkt.



    Ein zentrales Motiv des Spiels


    Spoiler:
    Ein sehr zentrales Motiv des Spiels war sicherlich der Fall um Rachel Amber und die Taten von Jefferson (Arschloch!) und Nathan, fĂŒr den ich sogar ein wenig Sympathie aufbringen konnte, weil er eigentlich nur ein Junkie bzw. an einer starken psychischen Krankheit leidet. An diesem Punkt fehlte den Entwicklern meiner Meinung nach der Mut.

    Es ging nĂ€mlich nicht um die Komponente der Fotographie, sondern fand ich auch um eine stark sexuelle Komponente, wenn nicht sogar Vergewaltigung. Zumindest hatte ich das GefĂŒhl dies ansatzweise zu spĂŒren. Beispielsweise als Chloe von ihrem Drogenkonsum mit Nathan berichtet. Fotos gab es doch keine? Also war fĂŒr mich der logische Schritt, ob er sich an ihr vergangen hat. Leider schweigt sich das Spiel hierzu komplett aus.

    Ich weiß nicht woran es liegt, aber hĂ€tte man tatsĂ€chlich solch ein heikles Thema eingebaut wĂ€re es womöglich ein Skandal gewesen. Ein Spiel, das offen Vergewaltigung und Mord anspricht? Dass muss ein frauenfeindliches Spiel sein. So wĂŒrde fĂŒr mich der allgemeine Ton der Presse aussehen.
    Stattdessen hĂ€tte ich gejubelt, nicht weil ich Vergewaltigung und Mord geil finde, sondern da ein Spiel diesen Schritt wagt und offen mit diesem Thema umgeht. Wie großartig und offen wĂ€re dies gewesen? Dadurch wĂŒrde man sogar zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen können, denn einerseits bricht man das Tabu darĂŒber zu sprechen und gleichzeitig hĂ€tte man zeigen können wie minderwertig und verabscheuungswĂŒrdig die Taten von Jefferson und Nathan sind. Man gibt ihnen ein Gesicht aber gleichzeitig nimmt man ihnen dieses sofort wieder und zeigt wie hĂ€sslich es ist.



    Das Ende des Spiele oder die letzte Entscheidung


    Spoiler:
    Ich entschied mich dafĂŒr Chloe zu retten, denn sie war mir wichtiger als Arcadia Bay. Darauf gehe ich spĂ€ter noch ein.

    Allerdings habe ich mir nach dem Abspann des Spiels am nĂ€chsten Tag noch die zweite Option angesehen und Acradia Bay gerettet. Die Folge war, dass ich mich maßlos darĂŒber geĂ€rgert habe, denn dies ist einfach eine bescheuerte Pseudoentscheidung gewesen. Man merkt finde ich ganz klar welches Ende die Entwickler favorisiert und auch als richtiges Ende beabsichtigt wurde. NĂ€mlich die Stadt zu retten und Chloe zu opfern.

    Wenn man zurĂŒckblickt muss man sagen, dass die ganze fĂŒnfte Episode und speziell die Albtraumsequenz eigentlich eines ist. NĂ€mlich Forshadowing erster Klasse. Allles dreht sich darum Jefferson aufzuhalten und Chloe zu retten, aber egal was Max macht sie scheitert immer wieder auf Neue. Die Sequenz setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Die Charaktere beschuldigen Max eigentlich dafĂŒr sie umzubringen und genau dies tut sie dann eigentlich bei einem Ende auch. Es wirkt geradezu so, dass von Entwicklerseite versucht wurde den Spieler dazu zu bewegen und gar zu zwingen am Ende die Option zu wĂ€hlen Acradia Bay zu retten, damit sie das aus ihrer Sicht richtige Ende bekommen.

    Man merkt dies auch sehr gut an der LĂ€nge der anschließenden Sequenz. Rettet man Chloe umarmen sie sich und fahren danach durch Arcadia Bay. Aber sind wirklich alle tot? Das Diner steht noch und David war mit Jefferson in diesem Hochsicherheitskeller. Wie können die bitteschön gestorben sein? Zudem was ist mit Max FĂ€higkeit? Gibt es die noch? Stattdessen die Autofahrt und es ist aus.

    Nimmt man jedoch die zweite Option bekommt man den fĂŒr mich fast emotionalsten Moment des Spiel serviert als sich Chloe und Max noch einmal umarmen und Max am Ende einfach nur noch heult. Allein wie sie in der Toilette danach sitzt war fĂŒr mich bewegen gemacht. Auch die anschließende Beerdigung noch einmal mit allen Charakteren. Diese Szene war auch deutlich lĂ€nger als die der anderen Option. In Videoform wirkte sie auch nicht mehr so gut, weil ich schon aus dem Spiel herausgerissen war.

    HĂ€tte man dies anders lösen können? Ich denke ja, indem sich Chloe weigert die Entscheidung von Max zu akzeptieren und sich einfach erschießt. Dadurch hĂ€tte man auch die Grundannahme des Spiel Ă€ndern können, indem man ganz klar und deutlich zeigt, dass man zwar den Lauf der Dinge Ă€ndern kann, aber eben nicht sein Schicksal.
    Allerdings hĂ€tte es dann auch Kritik gegeben, dass alle anderen Entscheidungen wertlos waren, aber das wĂ€ren sie eigentlich so doer so, denn egal wie man sich entscheidet, sie sind wirkungslos, weil entweder alle tot sind oder man zum Anfang des Spiels zurĂŒckkehrt und alles nicht stattgefunden hat.



    Genung der Nörgelei und jetzt zum Punkt, dass es fĂŒr mich das beste Spiel seit Jahren ist.

    Spoiler:
    DafĂŒr muss ich jetzt ErklĂ€rungsarbeit leisten und sagen, was fĂŒr mich meine besten Spiele ausgemacht haben. Diese Spiele haben mich nicht allein aufgrund ihres Gameplays, ihrer Handlung oder ihrer Optik ĂŒberzeugt, sondern weil sie mich auf einer persönlichen Ebene angesprochen, getroffen und mitgenommen haben. Hier muss ich jetzt auch wieder differenzieren, denn The Walking Dead hat mich auch sehr angesprochen, getroffen und mitgenommen, aber nicht auf dieser persönlichen Ebene, sondern auf die Art und Weise, dass ich mich mit dem Charakter identifizieren konnte. Dagegen haben es Spiele wie Max Payne oder Alan Wake erreicht, dass ich mich in der Hauptfigur erkannt habe. Hoffentlich wird klar was ich meine, was dies essentiell ist, wenn nicht einfach noch einmal nachfragen. Genau diesen feinen Unterschied hat nĂ€mlich Life is Strange bei mir erreicht.

    Maxine Caulfield ist nicht die beliebteste SchĂŒlerin, aber auch nicht direkt das Opfer von sĂ€mtlichen Angriffen und wird auch nicht systematisch gemobbt. Stattdessen ist sie eine eher ruhige, unauffĂ€llige Person, aber stets freundlich zu allen ihren Mitmenschen. Sie geht akribisch ihrer Arbeit nach, steht dieser sehr selbstkritisch gegenĂŒbe und kann nie wirklich zu 100% zufrieden damit sein.

    Genau so ging es mir zu Schulzeiten auch. Ich wollte nie der beliebteste Klassenkamerad sein, der allen imponiert und klasenĂŒbergreifend bekannt ist. Das lag mir einfach komplett fern. Hatte auch oft das GefĂŒhl, dass ich irgendwie nicht zu 100% dazu passe und anders bin. Deshalb kommt es nicht von ungefĂ€hr, dass CM Punk mein großes Vorbild war, ist und immer sein wird. Dadurch kam ich mit Straight Edge und Punk in BerĂŒhrung. Habe mir auch aus Spaß einmal die FingernĂ€gel schwarz lackiert. Eigentlich wurden sie mir viel eher lackiert der langweiligen Unterrichtsstunde in Wirtschaft & Recht und der Banknachbarin sei Dank.
    Somit kann ich auch die BrĂŒcke zu Chloe Price schlagen. Ich kann ihre MentalitĂ€t als Punkerin sehr gut verstehen und nachvollziehen, warum sie zu dem geworden ist, was sie ist und sein will. Zudem hĂ€tte ich mir damals als SchĂŒler und womöglich auch heute noch so eine Freundin oder einen Freund als BFF einfach nur gewĂŒnscht, da sie es schafft die Unsicherheit und Makel von Max zu ĂŒberdecken, aber auch gleichzeitig schafft ihre eigenen Fehler durch Max ein StĂŒck weit auszubĂŒgeln.

    Aus diesen GrĂŒnden kam fĂŒr mich auch nur ein Ende in Frage, nĂ€mlich Chloe zu retten. Denn was hĂ€tte ich ohne Chloe gemacht? Ich wĂ€re weiterhin Max geblieben und exakt nichts hĂ€tte sich an mir geĂ€ndert. Ich wĂ€re weiterhin das unauffĂ€llige MĂ€dchen geblieben. Ich wĂ€re weiterhin irgendwann an meiner eigenen Arbeit verzweifelt. Und am allerentscheidensten fĂŒr mich ist ich wĂ€re weiterhin einsam gewesen.
    Stattdessen habe ich meine BFF (wieder) gefunden. Ich habe etwas Neues entdeckt. Ich habe Abenteuer erlebt. Ich will dies nicht aufgeben, sondern ich will weiterhin neue Dinge entdecken, Abenteuer erleben und fĂŒr meine BFF da sein. Deshalb viel es mir an dieser Stelle nicht schwer mich fĂŒr Chloe zu entscheiden und auch zu Beginn der vierten Episode nicht schwer Chloe von ihrem Leid zu erlösen, denn das ist, was eine beste Freundin oder ein bester Freund einfach macht. Sie oder er akzeptiert die Entscheidung der anderen Person und hilft ihr dabei. Genau dies macht die Freundschaft zwischen Max und Chloe aus und so etwas kenne ich auch.

    Deshalb war Max Caulfield ich und ich erlebte ein mögliches Szenario, das in meinem Leben auch hÀtte passieren können. Denn die Frage was wÀre, wenn kennt doch irgendwie jeder.
    Was wĂ€re passiert, wenn ich mich in der fĂŒnften Klasse nicht auf die linke Seite, sondern auf die rechte Seite gesetzt hĂ€tte? Oder in dieser Situation eine andere Person angesprochen hĂ€tte? Oder nach der Schule fest zum Bund gegangen wĂ€re? WĂ€re ich dann heute hier? Wo und wie wĂŒrde ich leben?

    Persönlich glaube ich an so etwas wie Schicksal, weshalb ich auch die PrĂ€misse des Spiels teile, dass man zwar VerlĂ€ufe beeinflussen kann, aber das Ende und somit sein Schicksal nicht. Aus diesen GrĂŒnden hat mich Life is Strange angesprochen, getroffen und mitgenommen.


    Nach ĂŒber 90 Minuten ist jetzt doch ein sehr langer Text zusammen gekommen und ich bin fast ein wenig stolz auf mich. Aber nur fast. Den persönlichen Teil kann man getrost ignorieren.
    T-Bow und DryBone haben "GefÀllt mir" geklickt.


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  4. #44
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    So, ich hab es auch endlich geschafft. Ein tolles, wirklich hervorragendes Adventure, das insbesondere die Titel von Telltale, die inzwischen eine gewisse ErmĂŒdung zeigen, in ihre Schranken verweist. Hier ist man nĂ€mlich weniger eingeengt als in den Titeln besagten Entwicklers, sondern in den jeweiligen Abschnitten weitaus ungebundener. Schönes Ding!
    Und stets hat man die Möglichkeit, nach GutdĂŒnken zu entscheiden und zu handeln, manche Dinge liegen auf der Hand, andere, grĂ¶ĂŸere Entscheidungen sind aber - typisch fĂŒr Videospiele dieser Art - klassische ZwickmĂŒhlen, bei der es nie die zufriedenstellende Lösung gibt.

    Den Einstieg empfand ich schwer. Schließlich spielt man Max, eine SchĂŒlerin an einer elitĂ€ren High School (in einer KĂŒstenstadt im amerikanischen Nordwesten). Die steckt in einer Welt, die ich eher gemieden habe. Das heißt Partys, nervige Cliquen, Selbstfindung, aktuelle Trends, Mobbing ... bla, bla, bla. Auch Max' große Passion, das Fotografieren macht's mir nicht einfacher, da ich - obwohl ich die Ästhetik einer guten Fotografie durchaus zu schĂ€tzen weiß - mich einfach nicht dafĂŒr erwĂ€rmen kann. Die Tatsache, das Max ein Geek/Nerd (was ist da eigentlich der Unterschied?) ist, bzw. sich als solchen bezeichnet wirkte auch nicht sonderlich viel besser, sondern zusammen mit seinen vielen popkulturellen AufzĂ€hlungen eher anbiedernd als wirklich sympathisch.

    Erst nachdem sich die Handlung entfaltet (und die EinflĂŒsse der Popkultur beginnen subtiler zu werden) fĂ€ngt das Spiel an sympathisch zu werden. Was sich da entfaltet ist ein ambitionierter Mix aus Twilight Zone, Twin Peaks und irgendwas aus der Sparte "Coming of Age" (vielleicht Der FrĂŒhstĂŒcksclub?) mit einer dicken Prise Mystery (sowie einem höchst eigenen stimmigen Grafikstil und einem sehr schönen Soundtrack)!
    Spoiler:

    Plus Zeitreisen, da Heldin Max entdeckt mit einer simplen Handbewegung die Zeit manipulieren zu können. Wieso auch immer. Obendrein macht sie spÀter den Ashton Kutcher in Butterfly Effect.


    Die oben erwÀhnte Möglichkeit zur Zeitmanipulation erlaubt allerhand Schindluder damit zu treiben und gewÀhrt etwas, das den Telltale-Titeln mangelt: RÀtsel.
    Zu Beginn sind sie ein wenig ĂŒberfordernd, immerhin kommt es recht selten vor, dass ein Titel erfordert vierdimensional zu denken, doch den Dreh hat man nach dem ersten Mal raus und daraufhin versĂ€umt es das Spiel zum Großteil fordernd zu bleiben. Schade eigentlich.

    Die Handlung entwickelt schnell eine starke Sogwirkung, die einen nicht mehr loslÀsst. Nichtsdestotrotz hat sie in meinen Augen durchaus einige MÀngel aufzuweisen. Die da wÀren:
    Spoiler:

    Es wird nie geklĂ€rt, woher Max ihre KrĂ€fte bezieht, oder wieso genau das Universum auf eine VerĂ€nderung der Zeitlinie mit einer Vielzahl PhĂ€nomenen reagiert, die letztendlich zur Zerstörung der ganzen Stadt fĂŒhren. Das ganze schlicht mit Wink auf die Chaostheorie, bzw. den Schmetterlingseffekt erklĂ€ren zu wollen ist schwach.
    Außerdem wird ein gewisser Determinismus angedeutet, in dem Chloe, deren Tod anfangs verhindert wurde, wieder und wieder in lebensgefĂ€hrliche Situationen kommt, als wolle die Welt ihren nicht eingetretenen Tod korrigieren, andererseits scheint die Sache letztendlich mit der Zerstörung der Stadt durch den heraufbeschworenen Tornado gegessen zu sein.
    Das Universum wirkt auf mich stilisiert zum Wohl der Handlung, ohne dabei irgendeiner wirklich logischen GesetzmĂ€ĂŸigkeit zu folgen. Das macht die Handlung des Spiels aber nun wirklich nicht schlecht, es ist allerhöchstens ein unschön gesetztes i-TĂŒpfelchen.
    Spoiler:
    Auch wenn ich es fĂŒr eher schwach halte, dass der Psycho und vermeintliche Strippenzieher, der immerhin vier Kapitel lang gejagt wurde, einfach als tot deklariert und vom eigentlichen Mastermind abgelöst wird. Lahm! Da hĂ€tte mindestens ein On-Screen-Tod drin sein mĂŒssen! Ich frag mich ebenfalls wieso die letzte Etappe zu einem wirren, mitreißenden Fiebertraum ausartet, der stark an Batmans Angstgashalluzinationen aus Arkham Asylum erinnert. Ist natĂŒrlich gut gemacht und mitreißend, aber warum genau hat sie diese ... "TrĂ€ume"?


    Überhaupt hat Life is Strange sehr viel gemein mit dem Visual Novel Steins;Gate, den ich derzeit auf der PS Vita "lese".
    Spoiler:
    In beiden Spielen geht es um Jugendliche, es wird umfangreich die Zeit manipuliert, man versucht die beste Freundin vor dem Tode zu bewahren und versucht die Zukunft zu verĂ€ndern (in Steins;Gate eine unterdrĂŒckende Dystopie in der Zukunft, in Life is Strange ein riesiger Wirbelsturm).
    Nur schafft es Steins;Gate nicht nur viel mehr Themen anzusprechen, sondern sÀmtliche angesprochenen Themen viel besser zu beleuchten (auch wenn es dort ebenfalls Ungereimtheiten gibt, aber das lÀsst sich bei dem Thema wohl nur schwer vermeiden).
    Und das find ich persönlich ein wenig schade bei Life is Strange. Es gab noch Luft nach oben (wenn auch wenig) und ein paar Sachen, die einfach zu kurz kamen und kaum angesprochen wurden. Aber das ist natĂŒrlich Meckern auf hohem Niveau. Wie bei mir halt ĂŒblich.


    Hier ĂŒbrigens meine persönlichen Entscheidungen!
    Spoiler:

    Episode 1:
    Spoiler:






    Episode 2:
    Spoiler:






    Episode 3:
    Spoiler:






    Episode 4:
    Spoiler:






    Episode 5:
    Spoiler:




    AuffĂ€llig ist, dass ich hier den Joel aus The Last of Us mache. Das MĂ€dchen retten, und den Rest praktisch verdammen. Es erschien mir einfach richtig so, ansonsten wĂ€re ja so ziemlich alles wofĂŒr man sich den Allerwertesten aufgerissen hat umsonst gewesen. Das die Entwickler darĂŒber anders denken, macht ein Vergleich der Endsequenzen jedoch ĂŒberdeutlich und der Verlauf der Handlung an sich. Aber hey, wenn man mir die Wahl lĂ€sst, ergreif ich sie auch, dann ist mir persönlich auch Latte, was die Entwickler im Sinn hatten! Und wenn man schon mehrere Enden einbaut, sollte man diese auch anstĂ€ndig in die Handlung einbetten, das geschieht hervorragend in GTA 5, und weniger gut hier in Life is Strange.

    PS: Das der Lehrer böse war, kam mir nicht in den Sinn. Hab aber auch nicht drĂŒber nachgedacht.



    Entschuldigt die vielen Spoilerklammern aber ich persönlich halte den Beitrag in der Form fĂŒr am sinnvollsten.
    Und das EinfĂŒgen der Bilder als Vorschau hielt ich ebenfalls fĂŒr schlauer, da 1080p in einem Forum eben ein wenig groß und nervig sein kann.

    The-Masterpiece und Skeletulor64 haben "GefÀllt mir" geklickt.
    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
    Wuuuhh, Risiko. Ein Rebell. Die Anarchie bricht aus!!
    Spoiler:

  5. #45
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    Zitat Zitat von Revolvermeister Beitrag anzeigen
    Nur schafft es Steins;Gate nicht nur viel mehr Themen anzusprechen, sondern sÀmtliche angesprochenen Themen viel besser zu beleuchten (auch wenn es dort ebenfalls Ungereimtheiten gibt, aber das lÀsst sich bei dem Thema wohl nur schwer vermeiden).
    Und das find ich persönlich ein wenig schade bei Life is Strange. Es gab noch Luft nach oben (wenn auch wenig) und ein paar Sachen, die einfach zu kurz kamen und kaum angesprochen wurden. Aber das ist natĂŒrlich Meckern auf hohem Niveau. Wie bei mir halt ĂŒblich.
    Hab die beiden Spiele zufĂ€lligerweise auch zeitgleich gezockt und kam ziemlich zum gleichen Schluss. Die Story ist einfach nochmal ein ganzes StĂŒck komplexer und die Thematik der Zeitreisen und ihre möglichen Folgen (Butterfly Effect etc) werden ĂŒberzeugender und aus mehr Blickpunkten beleuchtet.
    Spoiler:
    Allerdings muss ich sagen dass mich die Szene mit Chloe im Rollstuhl und die folgenden Abschnitte völlig fertig gemacht haben. Schlimmer als alles in Steins;Gate.


    Zitat Zitat von Revolvermeister Beitrag anzeigen
    Die Handlung entwickelt schnell eine starke Sogwirkung, die einen nicht mehr loslÀsst. Nichtsdestotrotz hat sie in meinen Augen durchaus einige MÀngel aufzuweisen. Die da wÀren:
    Spoiler:

    oder wieso genau das Universum auf eine VerĂ€nderung der Zeitlinie mit einer Vielzahl PhĂ€nomenen reagiert, die letztendlich zur Zerstörung der ganzen Stadt fĂŒhren. Das ganze schlicht mit Wink auf die Chaostheorie, bzw. den Schmetterlingseffekt erklĂ€ren zu wollen ist schwach.
    Außerdem wird ein gewisser Determinismus angedeutet, in dem Chloe, deren Tod anfangs verhindert wurde, wieder und wieder in lebensgefĂ€hrliche Situationen kommt, als wolle die Welt ihren nicht eingetretenen Tod korrigieren, andererseits scheint die Sache letztendlich mit der Zerstörung der Stadt durch den heraufbeschworenen Tornado gegessen zu sein.
    Spoiler:
    Auch wenn es als BegrĂŒndung tatsĂ€chlich recht schwach ist sehe ich doch genau die Symbolik der Chaostheorie als zentralen Storymechanismus.
    Im Grunde ist Chloe dazu bestimmt zu sterben und nichts weiter passiert. Max hat diesen Tagtraum des Tornados, der so etwas wie eine self-fulfilling prophecy wird. Sie fĂ€ngt an mit der Zeit rumzuspielen und Dinge zu verĂ€ndern und dadurch kommt es dann erst zum Tornado als schlimmsten Ausgang. Und als sie Chloe vor ihrem (wahren) vorherbestimmten Tod bewahrt setzt sie den Schmetterlingseffekt in Gang (seeehr subtil mit dem Schmetterling angedeutet). Das Universum versucht das dann in Folge immer wieder zu korrigieren und jedes Mal wenn man sie wieder rettet kommt eine neues verrĂŒcktes NaturphĂ€nomen.
    Schlussendlich lĂ€uft es dann darauf hinaus: Wie weit wĂŒrdest du gehen und was wĂŒrdest du alles opfern um sie zu retten. (Ich hab die Stadt ĂŒbrigens auch verdammt - Scheiss auf die Leute, ich will Chloe! haha)


    Steins;Gate Spoiler:
    Spoiler:
    Ist da ja sehr Ă€hnlich. Erst spielst du nur mit deiner Macht rum, versuchst deinen Freunden zu helfen etc und wirst dann mit den krassen Konsequenzen konfrontiert. Und von da an geht es darum all das Gute(?) was du gemacht hast wieder rĂŒckgĂ€nging zu machen, deine Freunde zu verdammen und zu sehen was du alles opfern wĂŒrdest um Mayuri (und Kurisu) zu retten. Besonders einige von den schlechten Enden sind da schon verdammt dĂŒster. *hust* die Zeitschleife mit Suzuha - rapey rape fantasy *hust*
    Devilhunter, du bist echt ein im wahrsten Sinn des Wortes bekackter Mongo. Nichts fĂŒr Ungut.
    - Wolfgang F.

  6. #46
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    Spoiler:
    Zitat Zitat von Devilhunter2002 Beitrag anzeigen
    Allerdings muss ich sagen dass mich die Szene mit Chloe im Rollstuhl und die folgenden Abschnitte völlig fertig gemacht haben. Schlimmer als alles in Steins;Gate.
    Also ich persönlich fand Psycho-Nae eine Ecke gruseliger als Rollstuhl-Chloe.
    Übrigens, beim Spielen hatte der Abschnitt in meinen Augen tatsĂ€chlich etwas leicht ĂŒberflĂŒssiges an sich. Klar, er demonstriert ganz gut das Prinzip des Schmetterlingseffekts, aber die eigentliche Handlung wird im Prinzip an dieser Stelle beiseite geschoben und in keinster Weise vorangetrieben (spĂ€ter merkt man, dass das quasi die Vorbereitung fĂŒr das wilde RealitĂ€tshĂŒpfen in Episode 5 ist, aber das konnte man da ja noch nicht wirklich wissen). Ich finde es ĂŒbrigens auch wieder Schade, dass Max' komplett verĂ€ndertes Schulumfeld nur flĂŒchtig am Anfang und in Form von einigen Textnachrichten angedeutet wurde, das war so herrlich unangenehm, da hĂ€tte ich mich zu gerne stĂ€rker mit rumgequĂ€lt!


    Spoiler:


    Zitat Zitat von Devilhunter2002 Beitrag anzeigen
    Auch wenn es als BegrĂŒndung tatsĂ€chlich recht schwach ist sehe ich doch genau die Symbolik der Chaostheorie als zentralen Storymechanismus.
    Im Grunde ist Chloe dazu bestimmt zu sterben und nichts weiter passiert. Max hat diesen Tagtraum des Tornados, der so etwas wie eine self-fulfilling prophecy wird. Sie fĂ€ngt an mit der Zeit rumzuspielen und Dinge zu verĂ€ndern und dadurch kommt es dann erst zum Tornado als schlimmsten Ausgang. Und als sie Chloe vor ihrem (wahren) vorherbestimmten Tod bewahrt setzt sie den Schmetterlingseffekt in Gang (seeehr subtil mit dem Schmetterling angedeutet). Das Universum versucht das dann in Folge immer wieder zu korrigieren und jedes Mal wenn man sie wieder rettet kommt eine neues verrĂŒcktes NaturphĂ€nomen.
    Schlussendlich lĂ€uft es dann darauf hinaus: Wie weit wĂŒrdest du gehen und was wĂŒrdest du alles opfern um sie zu retten. (Ich hab die Stadt ĂŒbrigens auch verdammt - Scheiss auf die Leute, ich will Chloe! haha)
    Ach ja, das "subtile Andeuten" mit einem Schmetterling, der so blau ist, wie das Haar von Chloe.


    Spoiler:

    Zitat Zitat von Devilhunter2002 Beitrag anzeigen
    Steins;Gate Spoiler: besonders einige von den schlechten Enden sind da schon verdammt dĂŒster. *hust* die Zeitschleife mit Suzuha - rapey rape fantasy *hust*
    Genau das hat mir ĂŒbrigens ein wenig gefehlt. In Steins;Gate stumpft man zeitweise komplett ab, so sehr, dass sogar das eigene Ziel komplett bedeutungslos wird. Das gab es in Life is Strange gar nicht, Max wird im Laufe lediglich ein wenig reifer, selbstbewusster und durchsetzungsfĂ€higer. Coming of Age eben.
    So ein schöner Anflug von Gottkomplex fehlt völlig, der sich aus den KrĂ€ften und der daraus resultierenden Macht ergeben mĂŒsste. Die Tatsache, dass man tun und lassen kann was man will und es nachher notfalls einfach nochmal probieren kann korrumpiert hier höchstens den Spieler. Aber fĂŒr sowas war wohl einfach zu wenig Zeit vorhanden. Der Plot war sowieso recht straff mit seinen fĂŒnf Episoden.


    Gibt's eigentlich was schöneres als Diskussionen, die sich völlig in Spoilerklammern hĂŒllen?
    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
    Wuuuhh, Risiko. Ein Rebell. Die Anarchie bricht aus!!
    Spoiler:

  7. #47
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    So, da bin ich. Mit ein bisschen VerspÀtung, aber jetzt kann's losgehen.

    -----------------------------------------

    Hab eben Episode 1: Chrysalis von Life is Strange durchgespielt. An einem StĂŒck.

    Und ich weiß nicht, wie lange dieser Brocken gebraucht hat. Mindestens drei Stunden, eher dreieinhalb. War aber die Zeit wert, wĂŒrd ich sagen. Also, die Charaktere sind authentisch, das ist mal viel wert. Und die Story gibt bislang auch was her.
    Highlight des Spiels ist tatsÀchlich aber im Moment noch der Soundtrack, der ist richtig gut.

    Ja, ich kann natĂŒrlich noch nicht allzu viel zum Spiel sagen. Die nĂ€chste Episode ist dann fĂ€llig, wenn ich wieder 3-4 Stunden am StĂŒck Zeit habe. Könnte am Dienstag drin sein, eventuell.


    Meine Entscheidungen fĂŒr Episode 1: Chrysalis:
    Spoiler:
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  8. #48
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    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
    Meine Entscheidungen fĂŒr Episode 1: Chrysalis:
    Spoiler:
    Spoiler:
    Du hast die Zicke getröstet? Und die Schuld auch noch auf dich genommen?
    Boah, was bist du denn fĂŒr ein barmherziger Samariter?
    Und jetzt muss ich dich noch als Selfie-Hipster bezeichnen, weil das die Lieblingsbeleidigung des Spiels war. Bescheuerte Beleidigung.
    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
    Wuuuhh, Risiko. Ein Rebell. Die Anarchie bricht aus!!
    Spoiler:

  9. #49
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    Zitat Zitat von Revolvermeister Beitrag anzeigen
    Spoiler:
    Du hast die Zicke getröstet? Und die Schuld auch noch auf dich genommen?
    Boah, was bist du denn fĂŒr ein barmherziger Samariter?
    Und jetzt muss ich dich noch als Selfie-Hipster bezeichnen, weil das die Lieblingsbeleidigung des Spiels war. Bescheuerte Beleidigung.
    Spoiler:
    Irgendwie hat sie mir leid getan.

    Das gilt nicht fĂŒr Kate die blöse Kuh. Habe anstatt einzugreifen ein Beweisfoto geschossen und dann hat die mich blöd angemacht. Dise Anit-Selfie-Hipster.


    1933/34 | 1937/38 | 1960/61 | 2009/10 | 2012/13 | 2014/15

  10. #50
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    Zitat Zitat von Ankylo Beitrag anzeigen
    Spoiler:
    Irgendwie hat sie mir leid getan.

    Das gilt nicht fĂŒr Kate die blöse Kuh. Habe anstatt einzugreifen ein Beweisfoto geschossen und dann hat die mich blöd angemacht. Dise Anit-Selfie-Hipster.
    Spoiler:
    Die Mobberin hat dir Leid getan, aber deren Opfer nicht? Herrlich, ich schmeiß mich weg!
    Ich kann immerhin sagen, dass meine Max Batman war! Peinigerin der Peiniger, SchĂŒtzer der Unschuldigen, Verborgen in SchrĂ€nken! Nananana, Batmax! Und ihr Partner Robin, der Wunderpunk!
    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
    Wuuuhh, Risiko. Ein Rebell. Die Anarchie bricht aus!!
    Spoiler:

  11. #51
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    Als wĂŒrd ich vor Ende des ersten Spieldurchgangs wirklich eure Spoiler lesen. Nix da!
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  12. #52
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    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
    Als wĂŒrd ich vor Ende des ersten Spieldurchgangs wirklich eure Spoiler lesen. Nix da!
    WofĂŒr hĂ€ltst du mich denn? Das ist nach der ersten Episode total lesbar!
    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
    Wuuuhh, Risiko. Ein Rebell. Die Anarchie bricht aus!!
    Spoiler:

  13. #53
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    Zitat Zitat von Revolvermeister Beitrag anzeigen
    WofĂŒr hĂ€ltst du mich denn? Das ist nach der ersten Episode total lesbar!
    Ja, okay. Diesen Spoiler hab ich ja sogar noch gelesen.

    Zitat Zitat von Revolvermeister Beitrag anzeigen
    Spoiler:
    Du hast die Zicke getröstet? Und die Schuld auch noch auf dich genommen?
    Boah, was bist du denn fĂŒr ein barmherziger Samariter?
    Und jetzt muss ich dich noch als Selfie-Hipster bezeichnen, weil das die Lieblingsbeleidigung des Spiels war. Bescheuerte Beleidigung.
    Bei dir, Ankylo, hab ich bei "blöde Kuh" aber abbrechen mĂŒssen. Weil ich nĂ€mlich Kate noch ĂŒberhaupt nicht einschĂ€tzen kann. Und jetzt muss ich deshalb erstmal aufhören, hier weiterzulesen.
    Holt ihn euch, Jungs!


  14. #54
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    Zitat Zitat von Revolvermeister Beitrag anzeigen
    Spoiler:
    Die Mobberin hat dir Leid getan, aber deren Opfer nicht? Herrlich, ich schmeiß mich weg!
    Ich kann immerhin sagen, dass meine Max Batman war! Peinigerin der Peiniger, SchĂŒtzer der Unschuldigen, Verborgen in SchrĂ€nken! Nananana, Batmax! Und ihr Partner Robin, der Wunderpunk!

    NICHT LESEN SKELETULOR64!

    Spoiler:
    Mag sein, dass Vicotoria in Episode 1 ein Arschloch ist, aber so sind doch MĂ€dchen nun einmal untereinander. Außerdem war ihre Designerkleidung versaut, da konnte ich ein wenig mitfĂŒhlen.

    Bei den beiden hatte ich immer auf ein wenig Lesbenaction gehofft.


    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
    Bei dir, Ankylo, hab ich bei "blöde Kuh" aber abbrechen mĂŒssen. Weil ich nĂ€mlich Kate noch ĂŒberhaupt nicht einschĂ€tzen kann. Und jetzt muss ich deshalb erstmal aufhören, hier weiterzulesen.
    War die EinschÀtzung nach der ersten Spielstunde.


    1933/34 | 1937/38 | 1960/61 | 2009/10 | 2012/13 | 2014/15

  15. #55
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    Nicht lesen vor Spielende!
    Spoiler:

    Zitat Zitat von Ankylo Beitrag anzeigen
    Mag sein, dass Vicotoria in Episode 1 ein Arschloch ist, aber so sind doch MĂ€dchen nun einmal untereinander. Außerdem war ihre Designerkleidung versaut, da konnte ich ein wenig mitfĂŒhlen.

    Bei den beiden hatte ich immer auf ein wenig Lesbenaction gehofft.
    Schön und gut, aber Victoria bleibt doch auch ein blödes, intrigantes MiststĂŒck. Auch im Vergleich zu anderen MĂ€dels. Es sei denn, wir reden jetzt von richtigen MĂ€desl, da bin ich nicht so gut unterrichtet, wie die sich in ihrer natĂŒrlichen Umgebung verhalten.

    Lesbe ist ĂŒbrigens ein sehr gutes Stichwort! Ich versteh nĂ€mlich bis heute nicht, wieso dieser MĂ€dchenkuss zwischen Max und Chloe in Episode 3 Max im Arcadia-Bay-Ende zur Lesbe gemacht hat. Völlig bescheuert!
    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
    Wuuuhh, Risiko. Ein Rebell. Die Anarchie bricht aus!!
    Spoiler:

  16. #56
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    Gut, und ich geb euch direkt wieder GesprÀchsbedarf, denn auch Episode 2: Out of Time hab ich heute durchgespielt.

    Das Spiel ist großartig. Egal, wenn das Gameplay mal nicht prickelnd ist, solange das Spiel anderweitig unterhalten kann. Wer meine Texte ein bisschen verfolgt hat - auch in letzter Zeit wieder -, der wird festgestellt haben, dass es mir in erster Linie um Unterhaltung geht. Und die kann auf verschiedene Arten entstehen. In diesem Fall stelle ich fest, dass ich fĂŒr eine Zeitspanne von vielleicht 2-3 Stunden mehr oder weniger diese Welt verlassen habe und stattdessen in einer anderen Welt war. Und das ist fĂŒr mich was besonderes, insofern ist Life is Strange tatsĂ€chlich was besonderes.

    Das Spiel hat's mal wieder geschafft, mich mitzureißen, mich mit den Charakteren fĂŒhlen zu lassen und hat mich auch ein StĂŒck weit zum Nachdenken angeregt. Wie gesagt, Unterhaltung kann sehr unterschiedlich aussehen: Auch der Duke - ja, Duke Nukem Forever - hat einen exzellenten Unterhaltungswert. Auch da kann ich super abschalten. Das ist dann die stumpfe Unterhaltung.
    In diesem Fall ist es vielleicht Unterhaltung mit mehr Anspruch. Eine fesselnde Story, die mir auch noch das GefĂŒhl gibt, dass mehr dahinter steckt. Klar, die dunklen Geheimnisse von Arcadia Bay kenne ich ja eh noch nicht, so kann man's auch verstehen.
    Wie man es dreht und wendet, das Spiel reißt mich mit.

    Der Soundtrack tut sein Übriges. Chapeau!



    Und hier noch meine Entscheidungen zu Episode 2: Out of Time:
    Spoiler:
    Holt ihn euch, Jungs!


  17. #57
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    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
    Das Spiel hat's mal wieder geschafft, mich mitzureißen, mich mit den Charakteren fĂŒhlen zu lassen und hat mich auch ein StĂŒck weit zum Nachdenken angeregt. Wie gesagt, Unterhaltung kann sehr unterschiedlich aussehen: Auch der Duke - ja, Duke Nukem Forever - hat einen exzellenten Unterhaltungswert. Auch da kann ich super abschalten. Das ist dann die stumpfe Unterhaltung.
    In diesem Fall ist es vielleicht Unterhaltung mit mehr Anspruch. Eine fesselnde Story, die mir auch noch das GefĂŒhl gibt, dass mehr dahinter steckt. Klar, die dunklen Geheimnisse von Arcadia Bay kenne ich ja eh noch nicht, so kann man's auch verstehen.
    Wie man es dreht und wendet, das Spiel reißt mich mit.
    Ich als Spaßbremse vom Dienst schreite mal ein und erkenne Life is Strange mal eben seinen Anspruch ab. Die Figuren sind toll geschrieben, keine Frage. Aber irgendwelche Verweise auf den Schmetterlingseffekt und ein bisschen Scifi reicht in meinen Augen nicht. Letztendlich fand ich das Spiel nicht anspruchsvoller als Doctor Who.
    Nichts gegen Doctor Who. Ich find Capaldi toll!

    Aber das ist natĂŒrlich mal wieder Meckern auf hohem Niveau von mir.
    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
    Wuuuhh, Risiko. Ein Rebell. Die Anarchie bricht aus!!
    Spoiler:

  18. #58
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    Zitat Zitat von Ankylo Beitrag anzeigen
    Episode 3: Was habe ich nur gemacht?!
    Und ich frage mich gerade, ob du genau das meintest, was mir jetzt auch seit einigen Minuten durch den Kopf geht. Denn ich hab was ĂŒbersehen und hoffe einfach nur, dass es sich nicht rĂ€cht.
    Was ich meine, ist unten im Spoiler zu finden.


    Zitat Zitat von Revolvermeister Beitrag anzeigen
    Ich als Spaßbremse vom Dienst schreite mal ein und erkenne Life is Strange mal eben seinen Anspruch ab.
    Keine Sorge, davon bin ich schon vorab ausgegangen. Konnte mich nicht mehr ĂŒberraschen, da ich deine Meinung zum Spiel ja schon weitestgehend kannte. Und wir hatten schon mal ĂŒber die Begriffe Anspruch und Niveau diskutiert, das weiß ich noch.

    Die Figuren sind toll geschrieben, keine Frage. Aber irgendwelche Verweise auf den Schmetterlingseffekt und ein bisschen Scifi reicht in meinen Augen nicht. Letztendlich fand ich das Spiel nicht anspruchsvoller als Doctor Who.
    Nichts gegen Doctor Who. Ich find Capaldi toll!
    Es ist dann wieder erstmal eine Grundlagenfrage: Wie definierst du ein Spiel mit Anspruch oder Niveau, wie definiere ich das? Und da ist wohl der wichtige Unterschied auszumachen.

    Off-Topic-Spoiler (nichts zum Spiel, kann gern jeder lesen):
    Spoiler:
    Nebenbei ĂŒberrascht es mich auch wenig, dass du Reload eher magst als Game One. Da hab ich mal reingeschaut und erkenne auch sofort den gravierenden Unterschied beider Formate. Du bewegst dich gerne auf einer Meta-Ebene und ĂŒberblickst die Dinge von einer anderen Perspektive aus. Kenne ich, verstehe ich.
    Aber ich will meine Meinung noch weiter ausbilden, bis ich meine, genug Reload gesehen zu haben.

    Zwischenfazit: Nicht ĂŒbel, aber fĂŒr mich eher als ErgĂ€nzung zu Game One zu sehen. Beides zusammen wĂ€re richtig gut: Zuerst viele Infos zum aktuellen Spiel, dann ein passendes Thema auf Meta-Ebene.


    FĂŒr mich hat dieses Spiel Anspruch, weil es mir mehr gibt als stumpfe Unterhaltung, wie ich ja schon oben irgendwo erwĂ€hnt hab. Das Spiel versetzt mich in eine nachdenkliche Stimmung, es bringt mich auch zum LĂ€cheln. Es bringt mich dazu, gewisse Szenarien im Spiel auf mein eigenes Leben zu projizieren und erinnert mich an Erlebnisse aus meinem Leben. Und das ruft wiederum eine ganze Palette von Emotionen in mir hervor.
    Deshalb hat das Spiel aus meiner Sicht Anspruch. Man könnte sagen, "es spricht mich in meinem Inneren an". DafĂŒr mĂŒsste ich dann quasi das berĂŒhmt-berĂŒchtigte PrĂ€dikat "wertvoll" zĂŒcken.
    Ganz zu schweigen davon, dass es nicht allzu viele Spiele gibt, die mich in einer solchen Art, auf einer solchen Ebene berĂŒhren. Viele Spiele sind nunmal kaum mehr stumpfe Unterhaltung. Was ich ĂŒbrigens nicht schlecht reden möchte, denn ich stehe auf stumpfe Unterhaltung. Kann ich nicht oft genug sagen. Auch stumpfe Unterhaltung kann mich einsaugen und mich die Probleme des Alltags fĂŒr eine Weile vergessen lassen. Das klingt immer so geschwollen, aber ich meine es auch wirklich so. Und bin stolz drauf, ein Hobby zu haben, das mich ĂŒberhaupt in einer solchen Weise beeinflussen kann.

    Aber das ist natĂŒrlich mal wieder Meckern auf hohem Niveau von mir.
    Das hör ich doch immer wieder gern.

    ==============================

    So, nochmal zum Spiel: Das war dann gerade Episode 3: Chaos Theory, die stellenweise etwas ruhiger als ihre VorgÀnger war und mich zum Ende hin doch noch emotional richtig zerrissen hat.
    Glaube immer mehr, dass es ein dĂŒsteres, trauriges Ende geben wird. Das sind reine Vermutungen, aber leichte Kost ist es nicht unbedingt. Das Spiel ist packend, die Charaktere laden zum Mitfiebern ein und eigentlich wĂŒnsche ich mir nur irgendwie ein glĂŒckliches Ende. Andererseits halte ich das schon beinahe fĂŒr unrealistisch.

    Die Tage werd ich es jedenfalls weiterspielen. Morgen wahrscheinlich nicht, aber am Freitag könnte das drin sein.

    Zur Übersicht nochmal meine wichtigsten Entscheidungen - explizit und implizit (!) - in Episode 3: Chaos Theory:
    Spoiler:


    Oh Herr, lass es mich nicht bereuen, dass ich im Wohnwagen so blind war. Ich hatte echt das GefĂŒhl, alles durchstöbert zu haben. Außer den zweiten LĂŒftungsschlitz, den ich aber auch nach Öffnen des ersten, mit den Infos zu Rachel und Frank, nicht mehr aufhebeln konnte. Verdammt!
    Holt ihn euch, Jungs!


  19. #59
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    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
    Und ich frage mich gerade, ob du genau das meintest, was mir jetzt auch seit einigen Minuten durch den Kopf geht. Denn ich hab was ĂŒbersehen und hoffe einfach nur, dass es sich nicht rĂ€cht.
    Was ich meine, ist unten im Spoiler zu finden.
    Also ich hab Ankys Ausruf des Schreckens immer wie folgt interpretiert:
    Spoiler:
    Ihm hat wohl einfach nicht Max' Eingreifen in die Vergangenheit a la Ashton Kutcher am Ende der Episode gefallen. Denn - och nee! - Chloe ist plötzlich im Rollstuhl! Ging ja grandios nach hinten los die Aktion! Bravo, Max! Du Hipster!



    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
    Es ist dann wieder erstmal eine Grundlagenfrage: Wie definierst du ein Spiel mit Anspruch oder Niveau, wie definiere ich das? Und da ist wohl der wichtige Unterschied auszumachen.
    Ja, mag sein. Jeglichen Anspruch möchte ich dem Spiel nun auch nicht absprechen, aber in meinen Augen, war es eben weniger als das Spiel zu Beginn vermuten lĂ€sst und damit entstand bei mir automatisch das GefĂŒhl, dass es einfach zu wenig war. Ist vielleicht ein bisschen frĂŒh darĂŒber noch mal zu philosophieren. Da kann man ja noch einmal ansetzen, wenn du fertig bist.


    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
    Off-Topic-Spoiler (nichts zum Spiel, kann gern jeder lesen):
    Spoiler:
    Nebenbei ĂŒberrascht es mich auch wenig, dass du Reload eher magst als Game One. Da hab ich mal reingeschaut und erkenne auch sofort den gravierenden Unterschied beider Formate. Du bewegst dich gerne auf einer Meta-Ebene und ĂŒberblickst die Dinge von einer anderen Perspektive aus. Kenne ich, verstehe ich.
    Aber ich will meine Meinung noch weiter ausbilden, bis ich meine, genug Reload gesehen zu haben.

    Zwischenfazit: Nicht ĂŒbel, aber fĂŒr mich eher als ErgĂ€nzung zu Game One zu sehen. Beides zusammen wĂ€re richtig gut: Zuerst viele Infos zum aktuellen Spiel, dann ein passendes Thema auf Meta-Ebene.
    Muss ich jetzt ernsthaft schreiben, dass hier nichts steht, dass das Spiel zum Thema hat?
    Spoiler:
    Warum dich das ĂŒberrascht, versteh ich nicht ganz, werd ich aber vermutlich demnĂ€chst sowieso zu lesen kriegen - lass dir also ruhig Zeit!

    Nur eine Mischung halte ich fĂŒr komplett sinnlos! Konkrete Infos zum Spiel sind doch völlig ĂŒberflĂŒssig, zumal es Tests, die sich mit den Detaills des Titels befassen, eh wie Sand am Meer gibt. Game One hat man ja auch in erster Linie deswegen geschaut, weil das Programm einfach witzig war. Zumindest in den ersten paar Jahren, wenn man mich fragt. Und spĂ€ter haben deren Tests auch oft nichts mehr getaugt ... wenn man mich immer noch fragt (und nicht schon öffentlich gelyncht hat).


    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
    FĂŒr mich hat dieses Spiel Anspruch, weil es mir mehr gibt als stumpfe Unterhaltung, wie ich ja schon oben irgendwo erwĂ€hnt hab. Das Spiel versetzt mich in eine nachdenkliche Stimmung, es bringt mich auch zum LĂ€cheln. Es bringt mich dazu, gewisse Szenarien im Spiel auf mein eigenes Leben zu projizieren und erinnert mich an Erlebnisse aus meinem Leben. Und das ruft wiederum eine ganze Palette von Emotionen in mir hervor.
    Deshalb hat das Spiel aus meiner Sicht Anspruch. Man könnte sagen, "es spricht mich in meinem Inneren an". DafĂŒr mĂŒsste ich dann quasi das berĂŒhmt-berĂŒchtigte PrĂ€dikat "wertvoll" zĂŒcken.
    Uh, jetzt wird das Wort aber bei der Wurzel gepackt!
    Es ist gut geschrieben, soweit gehe ich selbstverstĂ€ndlich mit. Anspruch hat es auch, nur vermodert der ein wenig im Keller und niemand fĂ€ngt damit so recht was an, soweit meine Meinung. Aber fĂŒr mich heißt halt ein hohes Niveau (was ich trotz dem ein oder anderen Schlagloch Life is Strange nicht absprechen will) nicht automatisch Anspruch.
    Ähnliches gilt jetzt bei der Serie „11.22.63 - Der Anschlag“, die die letzten Wochen in deutscher Erstausstrahlung lief. Die Serie hat mir sehr gefallen! War wirklich toll geschrieben (die Vorlage von Stephen King hab ich ĂŒbrigens nicht gelesen)! Aber da erkenne ich jetzt keinen Anspruch, nur eben sehr hohe QualitĂ€t bzw. ein sehr hohes Niveau. Und James Franco guck ich immer gern.
    Ein weiteres Beispiel: The Walking Dead ist ebenfalls hervorragend geschrieben (die erste Staffel von Telltale, die Comics von Kirkland, die Serie auch ... stellenweise), aber ich kĂ€me nie darauf, dem irgendeinen Anspruch zu unterstellen. DafĂŒr finde ich den Grundgedanken „Wie Ă€ndert sich der Mensch, wenn die Gesellschaft nicht mehr existiert“, was mittels der Zombieapokalypse gezeigt wird, viel zu banal in seiner AusfĂŒhrung.
    Ich glaube, ich mach Anspruch sehr stark von der Existenz einer Meta-Ebene abhÀngig und davon, was der Titel eigentlich vermitteln will.

    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
    Ganz zu schweigen davon, dass es nicht allzu viele Spiele gibt, die mich in einer solchen Art, auf einer solchen Ebene berĂŒhren. Viele Spiele sind nunmal kaum mehr stumpfe Unterhaltung. Was ich ĂŒbrigens nicht schlecht reden möchte, denn ich stehe auf stumpfe Unterhaltung. Kann ich nicht oft genug sagen. Auch stumpfe Unterhaltung kann mich einsaugen und mich die Probleme des Alltags fĂŒr eine Weile vergessen lassen. Das klingt immer so geschwollen, aber ich meine es auch wirklich so. Und bin stolz drauf, ein Hobby zu haben, das mich ĂŒberhaupt in einer solchen Weise beeinflussen kann.
    Klar, nichts gegen stumpfe Unterhaltung!
    Aber, Butter bei die Fische, Handlungen in Videospielen sind meistens MĂŒll oder dĂŒnner als ein Blatt Papier. Deswegen wird ja auch im Prinzip alles abgefeiert, was dicker als der Durchschnitt ist, da ist es auch völlig unwichtig, ob so ein Haufen Story ein wenig streng riecht (Ich schaue in deine Richtung, Cage!).
    Was Life is Strange angeht, das Spiel ist nicht schlecht und seine Story auch nicht. Das muss fĂŒr den Moment leider reichen, denn weiter kann ich nicht vordringen, solange du nicht damit fertig bist.

    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
    So, nochmal zum Spiel: Das war dann gerade Episode 3: Chaos Theory, die stellenweise etwas ruhiger als ihre VorgÀnger war und mich zum Ende hin doch noch emotional richtig zerrissen hat.
    Spoiler:
    Die armen Wale! Denk doch mal einer an die Wale! Max ist so ein Monster! Und ein Hipster!


    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
    Glaube immer mehr, dass es ein dĂŒsteres, trauriges Ende geben wird. Das sind reine Vermutungen, aber leichte Kost ist es nicht unbedingt. Das Spiel ist packend, die Charaktere laden zum Mitfiebern ein und eigentlich wĂŒnsche ich mir nur irgendwie ein glĂŒckliches Ende. Andererseits halte ich das schon beinahe fĂŒr unrealistisch.
    Mach es auf, oder nicht ... ich geh nicht ins Detail.
    Allerdings rede ich hier (wenn auch nur oberflĂ€chlig) ĂŒbers Ende. Am besten, du wartest, bis du fertig bist.
    Spoiler:
    Also ich fand mein Ende nicht dĂŒster und traurig.
    Und ich wĂŒrde es wieder tun!


    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
    Zur Übersicht nochmal meine wichtigsten Entscheidungen - explizit und implizit (!) - in Episode 3: Chaos Theory:
    Spoiler:

    Spoiler:
    Na, was sag ich? Samariter!
    Ich hab die Kohle eiskalt mitgehen lassen. Leck mich kreuzweise, du fauler Direx mit Trinkproblem!
    Meine Knarre hatte ich ĂŒbrigens auch noch.
    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
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    Spoiler:

  20. #60
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    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
    Eigentlich weiß ich noch immer nicht, wie ich das Spiel abschließend im Thread in Worte fassen soll. Deshalb krebse ich seit Tagen mit solchen Miniaussagen wie diesen hier rum. Am Ende werd ich wahrscheinlich alles zusammenkratzen, was ich bisher geĂ€ußert hab und packe noch andere Gedanken dazu. Das wird ein richtig buntes MĂŒsli.
    Nur ĂŒber meine Leiche!
    Spoiler:
    Die schlampig verbuddelt wurde und auf dem ollen Schrottplatz dahinmodert, weil eine neue Kulisse zu aufwÀndig wÀre

    Jetzt heißt es Farbe bekennen! Ätsche-BĂ€tsche!

    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
    Dann hab ich ja noch ein paar Brocken Life is Strange vor mir. Die Story hab ich vor ein paar Tagen durchgespielt und sie hÀngt mir immer noch ziemlich oft am Tag im Kopf. Vor rund drei Jahren hab ich in diesem Zusammenhang - eine Story, die hÀngen bleibt - von BioShock Infinite gesprochen. Danach hab ich The Last of Us gespielt, auch so ein Titel. Danach kam aber tatsÀchlich nicht mehr viel, das mich so gepackt hat.
    Das fĂŒhlt sich dann wie ein Erlebnis an. Ein Spiel, das so packend ist, dass es auch nach dem Durchspielen nicht loslĂ€sst und nachdenklich stimmt. Irre.
    Also bitte! Life is Strange spielt natĂŒrlich handlungstechnisch recht weit oben mit, mit großem Abstand vor allem, was David Cage je gemacht hat und je machen wird, aber Bioshock Infinite und The Last of Us spielen trotzdem noch mal in einer ganz anderen Liga, schließlich sind das ja Spiele, die inhaltlich komplett abgestimmt sind und keine Frage offen bleibt. Denn im Gegensatz zu Life is Strange ist bei den beiden anderen Titeln halt wirklich alles vorhanden. Man muss nur genau genug hinschauen. Teilweise sehr genau. Aber es ist da. Sehr hohes Niveau.
    Bei Life is Strange bleiben mir hingegen zu viele Fragen offen. Und da kann man auch gerne genauer hinschauen. Die Fragen bleiben trotzdem offen.
    Also, dein Zug.
    Spoiler:


    PS: Mit Doppel-Posts verhĂ€lt es sich wie mit Big Macs: sie sind groß, aber der Royal mit KĂ€se ist einfach besser!
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    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
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