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  1. #281
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    Zitat Zitat von Ankylo Beitrag anzeigen
    Wie hätte man es besser umsetzen können? Ganz einfach, es hätte kein Prequel sein dürfen oder zumindest nicht die gleichen zentralen Charaktere erneut als zentrale Charaktere bringen.
    Also DAS habe ich gepredigt, seit die ersten verflixten Gerüchte über einen Prequel-Nachfolger aus dem Gulli gekrochen sind.

    Zitat Zitat von Ankylo Beitrag anzeigen
    Gebe dir allerdings Recht, dass das Spiel viel zu weit weg von unserer romantischen Vorstellung des Wilden Westen ist. In meiner Vorstellung ist der Wilde Westen Staub, Sand, Kakteen und die erbarmungslose Sonne, die Kadaver austrocknet, wodurch Aasgeier angelockt werden. Texas, Kalifornien, Death Valley oder Sierra Nevada, wären hier passende Begriffe.
    In der Realität gilt der Mississippi als die Grenze zwischen den Vereinigten Staaten und dem Wilden Westen. Genau hiermit spielt Rockstar geschickt. Da man eine große Abwechslung biete möchte, setzt man eben auf die Sümpfe der Bayous und die Berge der Rocky Mountains. Alles Gebiete, die ich ich nicht unbedingt mit Cowboys und Outlaws in Verbindung bringe. Zumal die Gebiete in der Realität viel weiter auseinander sind, aber das lasse ich als künstlerische Freiheit gelten. Problem ist auch, dass das Spiel durch die viel bessere Technik wesentlich moderner als der Vorgänger im Jahr 1911 wirkt. Aber daran kann man leider nichts ändern.
    Der Mangel an Kakteen und Wüste ist allerdings in der Grundprämisse des Spiels erklärt. Die Bande ist im Osten eingekesselt, westlich liegt die ungezähmte Freiheit des Wilden Westens, und von der entfernt man sich immer weiter, während man notgedrungen, immer weiter Richtung Zivilisation gedrängt wird. Das ist eine wirklich gute Metapher, wie ich finde. Parallel dazu wird auch bei jedem Umzug das Bandenlager immer finsterer und trister.

    Bedingt dadurch, dass man eben viel tiefer ins Herz der Zivilisation getrieben wird, ist natürlich auch die Welt gezähmter und zivilisierter. Es funktioniert schon ... einigermaßen. Aber fällt den Leuten bei Rockstar nach acht Jahren nichts anderes ein, nachdem Red Dead Redemption schon gezeigt hat, wie die moderne Zivilisation in den ungezähmten Westen Einzug hält, und die Zeit der Revolverhelden vorbei ist? Zusätzlich lächerlich deshalb, da der erste Teil zehn bis fünfzehn Jahre nach dem Nachfolger spielt, und da noch ordentlich Banditen den Westen unsicher machen.
    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
    Wuuuhh, Risiko. Ein Rebell. Die Anarchie bricht aus!!
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  2. #282
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    Zitat Zitat von Revolvermeister Beitrag anzeigen
    Der Mangel an Kakteen und Wüste ist allerdings in der Grundprämisse des Spiels erklärt. Die Bande ist im Osten eingekesselt, westlich liegt die ungezähmte Freiheit des Wilden Westens, und von der entfernt man sich immer weiter, während man notgedrungen, immer weiter Richtung Zivilisation gedrängt wird. Das ist eine wirklich gute Metapher, wie ich finde. Parallel dazu wird auch bei jedem Umzug das Bandenlager immer finsterer und trister.
    Schön gesagt!

    Bedingt dadurch, dass man eben viel tiefer ins Herz der Zivilisation getrieben wird, ist natürlich auch die Welt gezähmter und zivilisierter. Es funktioniert schon ... einigermaßen. Aber fällt den Leuten bei Rockstar nach acht Jahren nichts anderes ein, nachdem Red Dead Redemption schon gezeigt hat, wie die moderne Zivilisation in den ungezähmten Westen Einzug hält, und die Zeit der Revolverhelden vorbei ist? Zusätzlich lächerlich deshalb, da der erste Teil zehn bis fünfzehn Jahre nach dem Nachfolger spielt, und da noch ordentlich Banditen den Westen unsicher machen.
    Über manche Punkte muss man eben hinwegsehen, da das Spiel sonst nicht funktioniert. Obwohl ich die Handlung oder besser gesagt die Welt wirklich überzeugend finde, so ist es einfach blöd, dass es ein Prequel ist. Finde die Grundprämisse und die daraus resultierende Intention nicht schlecht, aber halt aufgrund des Vorgängers in der Serienhistorie nicht konsequent umgesetzt. Würde das Spiel nicht Red Dead Redemption II heißen und andere Charaktere anbieten, dann wäre ich viel zufriedener und würde diesbezüglich nicht meckern, aber so ist eben. Dann wäre das Spiel noch fantastischer als es sowieso schon ist.

    Selbst nach 74 Stunden bin ich noch immer schwer begeistert über die schieren Möglichkeiten, die mir Rockstar anbietet. Fand auch The Legend of Zelda: Breath of the Wild gut, allerdings hat mich das Spiel irgendwann verloren. Nicht so dieser Epos im Wilden (nicht so weiten) Westen. Habe noch immer die größte Freude daran die Welt zu erkunden und mir einfach nur die Zeit zu vertreiben. Beispielsweise habe ich heute eine Kanufahrt gemacht, bei der ich versucht habe, auf das offene Meer zu kommen und nebenbei noch geangelt. Vor allem wird es zu keiner Zeit langweilig, was die größte Stärke für mich ist, da die meisten Open World-Games hieran scheitern. Das letzte Spiel mit einer offenen Spielwelt, das mich so beigeistert hat, dürfte Assassin's Creed IV: Black Flag gewesen sein. Wenn das so weitergeht, dann habe ich schon bald mehr gespielt als im gesamten letzten Jahr und dies ist eine Leistung.

    Wer übrigens einmal einen richtigen Bart sehen möchte, der kann sich den folgenden Spoiler ansehen.

    Spoiler:








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  3. #283
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    Wer den/die Erfolg/Trophäe Erlösung (engl. Redemption) hat, der kann weiterlesen.

    Spoiler:
    Das war also die Geschichte Arthur Morgans, der am Ende seine Erlösung bekommen hat. Es war eine sehr lange, harte und emotionale Reise. An deren Ende fand er schließlich seine Erlösung.

    Doch zunächst einmal chronologisch. Das Wichtigste diesbezüglich hat bereits mein Spezi im Geiste Revolvermeister zusammengefasst. Die Suche der Gang nach Freiheit im Wilden Westen, wobei sie immer tiefer in den Osten und somit in die Zivilisation getrieben werden und ihr Ziel aus den Augen verlieren. Das man sich dann gegenseitig auf die Nerven geht und dies zwangsläufig zum Bruch der Gemeinschaft führen muss, ist selbstverständlich. Das Beispiel der Unterschlüpfe trifft dies ganz gut.

    Der Konflikt köchelt bereits seit Blackwater und irgendwann muss es zum Überkochen kommen. Die Entlarvung Micahs als Verräter der Gang war allerdings irgendwie zu vorhersehbar. Wer aus der Gang hätte es sonst sein sollen? Der Großteil der Mitglieder sind nicht gerade von der hellsten Sorte und Micah fällt als Quertreiber schon die ganze Zeit auf.

    Ganz gut finde ich den Spagat, dass weder das alte Leben und die Freiheit, die sich Dutch wünscht, noch die Zivilisation, die unaufhaltsam anrückt, funktionieren. Die Zeit der Revolverhelden ist vorbei und für sie gibt es keinen Platz in der neuen Gesellschaft. Gleichzeitig bringt die Industrialisierung nur wenige Gewinner und viele Verlierer hervor. Erfolgreich sind die, die bereit sind über Leichen zu gehen und die Nöte der Menschen ausnutzen. Der amerikansiche Traum, den die Gang verfolgt, ist ausgeträumt. Dies hat Rockstar bereits bei GTA IV sehr gut gezeigt und hier ebenso.

    Allerdings begeht Rockstar erneut den gleichen dummen Fehler wie schon bei GTA V. Warum muss man in der letzten Mission Entscheidungen einbauen? Warum? Dadurch zerstört man sich die Geschichte, die stringent aufgebaut wurde. Das ist wie ein Kind, das mühevoll einen Turm aus Bauklötzen errichtet, nur um ihn mit seinem Hintern niederzureißen.
    Arthur Morgan macht im Laufe der Geschichte einen Wandel durch. Sein größter Wunsch ist der Familie Marston das Leben zu ermöglichen, das er ablehnte. Niemals im Leben würde er John Marston, der ebenso wie er selbst von Dutch im Stich gelassen wurde, zurücklassen, um das bescheuerte Geld zu holen. Dies macht im Kontext der Handlungen einfach keinen Sinn. Ebenso wie die Wahl Michael oder Trevor am Ende von GTA V sterben zu lassen.

    Natürlich habe ich mich für die einzig richtige Wahl entschieden und Marston bei der Flucht geholfen. Dadurch kam es zum Faustkampf mit Micah auf dem Bergkamm, den keiner gewann. Letztendlich starb Arthur aufgrund seiner Krankheit im Licht des Sonnenaufgangs. Poetischer hätte man es fast nicht machen können. Keine Kugel, keine Hand konnte ihn töten, sondern einzig und allein eine Krankheit.
    Habe mir auch die verschiedenen Endsequenzen angeschaut und muss sagen, dass die Ermordung durch Micah schon hart anzusehen ist. Interessant auch, dass die Ehre hierfür maßgebend ist. Welches Ende nun zum Kanon des Spiel gehört, weiß ich auch nicht, für mich ist es auf jeden Fall dasjenige, das ich erlebt habe.

    Jezt bin ich gespannt, wie lange sich der Epilog mit John Marston hinziehen wird, da ich aktuell bei 91 Stunden stehe und noch immer nicht am Ende der Handlung angelangt bin. Vor allem Epilog Teil I ist schon eine Ansage. Dadurch wird das Spiel noch länger, obwohl die Geschichte eigentlich erzählt ist. Trotzdem lieber so, als es als DLC nachzuliefern. Vor allem will ich Antworten.

    Interessant finde ich noch Jack Marston, der in sämtlichen Jahren der Red Dead Redemption-Chronologie auftaucht. Er ist sowohl für Arthur als auch John die Hoffnung auf ein besseres Leben, das ihnen verwehrt blieb. Trotzdem entscheidet er sich am Ende auch für das Leben seines Vaters und "Onkels".


    Das grundsätzliche Problem des Spiels bleibt übrigens bestehen. Es ist ein bescheuertes Prequel. Wäre das Spiel Red Dead Redemption und nicht Red Dead Redemption II, dann wäre es noch viel besser gewesen. So ist es "nur" ein fantastisches Spiel, das mich überwältigt. Wer den Vorgänger nicht kennt, darf sich also freuen.
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  4. #284
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    Jetzt bin ich am Ende angelangt. Das Spiel ist eine große Wild-West-Outlaw-Opera, die eine fantastische Geschichte erzählt, der es leider aufgrund der Tatsache, dass es sich um eine Vorgeschichte handelt, zu großen Teilen an Spannung fehlt.

    Gibt es allerdings etwas zu kritisieren? Definitiv, allerdings nicht viel. So toll und abwechslungreich das Spiel auch ist, so repetitiv/schablonenhaft sind die Hauptmissionen. Die Mission beginnt mit einem Ziel und etwas geht schief. Gut erzählerisch ist es gelungen, aber gerade vom Gameplay her, ist es gegen Ende etwas langweilig.
    Ansonsten ist das Inventar etwas unübersichtlich und das Waffenrad ist sehr nervig. Zu häufig wähle ich mir Waffen aus, aber wenn ich eine Mission starte oder irgendein Ereignis geschieht, sind sie anschließend verschwunden. Dazu noch die Reinigung der Waffen. Warum gibt es keine Option alle Waffen auf einmal zu reinigen? Stattdessen muss ich jede Waffe einzeln durchgehen.

    Spoiler:
    Zum Inhalt habe ich den größten Teil schon gesagt, deshalb nur noch etwas zum Epilog des Spiels. Vor allem, ob es diesen überhaupt gebraucht hätte.

    Die Geschichte von Arthur Morgan endet mit dessen Tod. Im Prinzip ist alles hierzu erzählt und der Epilog dient nur dazu die Geschichte von Red Dead Redemption II mit der des Vorgängers nahtlos zu verknüpfen. Genau das hat man während der Hauptgeschichte nicht vollends geschafft. Eigentlich hat der Epilog auch eher den Charakter eines DLCs. Er erzählt seine eigene Geschichte.

    Inhaltlich ist die Handlung auch sehr dünn. Die Familie Marston kommt an, findet eine Arbeit, John baut die Farm auf und schließlich nimmt man Rache an Micah Bell. Eine Geschichte, die man überspitzt gesagt auf einen Bierdeckel hätte niederschreiben können. Das Ende des Endes ist dafür fantastisch inszeniert und untermalt. Die finale Konfrontation zwischen John Marston, Micah und Dutch, der überraschend auch noch auftaucht.

    Trotzdem macht es irgendwie keinen Sinn. Sicherlich ist Dutch da, aber er erschießt Micah nicht, sondern nur an. Zudem lässt er das komplette Geld zurück. Ist dies der alte, gute Dutch? Wie passt dies zu Dutch, der Arthur und John noch töten wollte und später von Ersteren gejagt wird? Schwieriges Thema, dass mich am Ende unbefriedigt zurücklässt. Das Ende von Red Dead Redemption II war so grandios und dann dieser Epilog.

    Ich will nicht zu kritisch sein, aber jetzt muss ich doch kritisch sein. Die Frage ist, wie hätte man es besser lösen können. Hätte man es wie bei The Witcher 3 machen sollen und der Hauptcharakter taucht unabhängig von den Geschehnissen auf und kann die Welt erkunden? Nein, denn dies hätte zu Rockstar nicht gepasst, weshalb diese Entscheidung wohl noch die Beste war. Persönlich hätte es mir auch gefallen Charles oder Sadie zu spielen, aber dann hätte man den Epilog nicht so bringen können.

    Positiv möchte ich noch die Beziehung zwischen John und Abigail anmerken, die mir sehr gut gefällt. Allen voran der Heiratsantrag ist sehr schön. Da bin ich Romantiker.



    Am Ende ist das Spiel ein absolutes Meisterwerk und vielleicht das beste Spiel seiner Konsolengeneration. Dies kann jeder für sich selbst entscheiden. Persönlich würde ich es auf jeden Fall zu den drei besten Spielen zählen, ob es für den Platz ganz oben reicht, muss sich im Lauf der Zeit entscheiden, da dafür das Erlebnis noch zu frisch ist. Deshalb zum Abschluss noch ein Bild, denn ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

    Spoiler:
    foleykitano hat "Gefällt mir" geklickt.


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  5. #285
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    Kill,Kill Gaskrieg!

  6. #286
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    Haha, wie zutreffend.

    Finde es übrigens amüsant, dass der Thread bereits 3 Monate nach Release von Red Dead Redemption (1) eröffnet wurde.

    Spoiler:
    Wollt' erst "nach Release des ersten Teils" schreiben, aber dann kommt wer mit Red Dead Revolvermeister

  7. #287
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    Zitat Zitat von T-Bow Beitrag anzeigen
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    Wollt' erst "nach Release des ersten Teils" schreiben, aber dann kommt wer mit Red Dead Revolvermeister
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    Und das zurecht.
    Zitat Zitat von Skeletulor64 Beitrag anzeigen
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