PSYCHOBUBE

"Oh wie süüüüüüß, ein Pferdchen!" 4- oder das Leben ist kein Ponyhof

Bewertung: 3 Stimmen mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3,67.
von am 15.03.2012 um 13:24 (1446 Hits)
Jeder der oder sie mal andere Lebewesen in Obhut hatten, kennen das. Es läuft nicht immer alles perfekt. Vieles was in den meisten Tiersimulationen oder in Tiergeschichten für Kinder vorkommen, spiegeln nicht mal andeutungsweise das wieder, wie es in der Realität aussieht. Okay, ich habe schon kleinere Abenteuer erlebt. So wie in spannenden Geschichten für Kinder. Nur in der Realität war ich den Situationen selber in Gefahr. Sogar ab und zu in Lebensgefahr. In den Situationen habe ich meine verwundbare Position nicht gecheckt. Ich hatte in dem Moment nur funktioniert und das ist auch gut so. Ich habe da gemerkt, dass ich in Gefahrsituationen bereit bin mein Leben oder Gesundheit zu riskieren um anderen zu helfen bzw. retten. Ich glaube damit hat die natur uns einen großen Gefallen getan. Wenn man den ernst der Lage in der Situation nicht checkt, ist es leichter einfach nur zu handeln und nicht von Angst behindert zu sein.
Ein kleines beispiel: Auf dem Heimweg ist einer Passantin ein kleiner Hund auf die Straße gelaufen. Es war eine Bundesstrasse!! Und dann versteckte sich der Hund unter einem Auto, dass wegen dem Hund anhalten musste. Und dann hockten wir mitten auf einer Bundesstrasse, zwar geschützt durch dem parkenden Auto, um den Hund wieder hervorzulocken.
Anderes Mal sind 2 Pferde abgehauen und die eine stute knallte auf eine Zugefrorende Pfütze und kam nicht mehr hoch. Am ende brauchten wir ein Trecker. Erst musste ich den Wallach vom Eis runter und in die Box führen. Beides waren junge Tiere, auf der Eisfläche konnte ich selber kaum laufen und musste sogar vor dem Wallach laufen. Er war dicht hinter mir. Hätte er sich erschrocken, dann könnt ich schnell unter die Hufe kommen... Und die Stute auf dem Eis. Der Besitzer der Stute war auch nicht in ungefährliche Lage, er hätte locker von einem Huf getroffen werden können. Nach dem treckereinsatz hatte ich die stute auch nach Hause geführt. Sie hatte es mir gedankt in dem sie mir ein Tag später zugewiehert hatte.
Zuhause hatte ich Ärger gekriegt weil ich zu spät zum Esssen kam, aber das war es mir wert.


Vom Huf getroffen zu werden kann schnell zu Verletzungen führen. Zum Beispiel bei Gary, der hatte nur eine Fliege verscheucht und mein Kopf war im Weg; wollte auf einer kleinen Wunde Salbe rauftun ; habe mich an der Kande seines Hufes nur leicht gestoßen aber eine schöne Platzwunde an der Stirn gekriegt. Blut schoss nur raus. Musste mit drei Stichen genäht werden. Bei Yoyo ist mir so etwas ähnliches passiert. Aber da hatte ich nur ein blaues Auge davongetragen..
Während ich „dank“ eines lieben Kinderpony, der Schwarm aller kleinen Mädchen schlechthin, eine Zeitlang humpeln musste. Dabei wollte das Pony nur das Pferd treten dass ich führte und hatte seinen Ziel irgendwie verfehlt.
Und Ginger, meine frühere Ponystute, trat mir mal versehentlich so auf den Fuss, dass ich ein Monat lang humpelte. Ich hatte nicht aufgepasst.


Und dann können auch die Tiere krank werden. Zum Teil entstehen auch da mal komische Situationen (über die man eigentlich erst später lachen kann) Und zum Teil auch traurige. Ich kenn Tiereschichten mit Happy End und aber auch oder auch trauriges Ende.

Neulich kam ein Fohlen zur Welt. Das paar Stunden nach seiner Geburt das Bein komplett brach. Besitzer des Fohlens, Stallbesitzer und Tierarzt hatten versucht das Tier zu retten, zumindestens so hinzukriegen dass es ein Leben ohne Schmerzen haben könnnte. Aber nach ca. ne Woche ging gar nichts mehr und das Fohlen musste leider eingeschläfert werden. Mutter kam zum Glück ziemlich gut hinweg über den Verlust.
Dann kenn ich noch eine Geschichte mit Happy End. Ist schon viele Jahre her. Da war ich noch in Spanien und in der Ausbildung zum Krankenpflegerhelfer. Ein Fohlen hatte sich am Stacheldraht aufgerissen. 2 riesiege Wunden. Ein Mensch wäre sofort dran verreckt. Und durch die Wunden kam unendlich viel Luft in den Körper des Kleinen. Sowas habe ich noch nie gesehen. Tierarzt kam und wir waren 5 Stunden am Nähen. Oder noch mehr. Wir waren zu fünft. Ich habe mich für den Tag vom Praktikum abgemeldet um zu helfen (Patienten im Krankenhaus hatten mich dafür sogar gelobt). Der eine Kumpel musste sich irgendwann noch Ibuprofen nehmen und wir waren alle Kaputt. Notop war erfolgreich. Doch ca eine Woche später gingen die Nähte auf. Aber das Fohlen war stark, hatten großen Appetit, was natürlich wichtig war, denn er brauchte viel Kraft, und wollte leben. Am ende hatte die Besitzerin es geschafft und die Wunden verheilten. Und nicht nur das! Das Fohlen hatte keine Behinderungen davon getragen.

Und zum Schluss komme ich auf humorvolle Geschichten: Sind eher kurz. Als einem Pony wegen einer Kolik der Magen ausgepumpt werden sollte und der Tierarzt in die Sonde gepustet hatte, um zu prüfen ob es in der richtigen Röhre gelandet ist, hatte das Pony irgendwie zurück gepustet. Ich sah nur wie der Tierarzt erstmal etwas ausgespuckt hatte. Ich fand es natürlich in dem Moment etwas lustiger als der Tierarzt.

Ich kenn noch viel mehr Geschichten, aber die erzähle ich mal ein andern mal.

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Kommentare

  1. Avatar von Foxioldi
    Ja, mit Tieren kann man viel erleben....und trägt so manche Blessur davon.
    Manchmal kann man Tiere retten und vielfach ist es auch umgekehrt!

    Das mit dem Tierarzt kann ich mir richtig bildlich vorstellen...